PK Angst 2012

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Angsterkrankungen

"Ein heimliches Leiden unserer Zeit"

Es gibt Angstzustände, die als normal zu verstehen und zu beurteilen sind, wenn sie einen realen Anlass haben.

Es gibt aber auch krankhafte Ängste, die den Menschen quälen, die zu Handlungsunfähigkeit führen bis hin zu körperlichem Erstarren. Das sind Angstzustände, denen häufig seelische Probleme zugrunde liegen und die sehr oft mit köperlichen Symptomen einhergehen. Diese Angst wird dann häufig als psychische Störung erlebt und entwickelt sich nicht selten zu einer ernsthaften chronischen Erkrankung, die einer intensiven Therapie bedarf.

Die Häufigkeit der auftretenden Angststörungen von unterschiedlicher Dauer und Intensität in der Bevölkerung lässt darauf schließen, dass zunehmend mehr Menschen betroffen sind:

  • Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts München leiden 13% bis 14% der Bevölkerung in Deutschland akut unter ernsthaften Angststörungen.
  • 66% der Betroffenen sind Frauen, etwa ein Drittel Männer.

Ist eine Angststörung als solche erkannt, kann diese in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Die Parkklinik Heiligenfeld bietet für die Behandlung und die Therapie von Angststörungen ein integratives Behandlungskonzept und einen besonderen Ort - eine Atmosphäre der Achtsamkeit und des Respekts und einen liebevollen Umgang miteinander. Die stationäre Behandlung in unserer Klinik steigert nachweislich die Lebensqualität unserer Patienten und führt zu einer besseren Bewältigung des Alltags. Mit anderen Worten: Sie führt zu "mehr Mut zum Leben."

"Angst - eine Lebensaufgabe", ein Artikel von Frederic Bülow:

pdfAngst - eine Lebensaufgabe


Hier können Sie sich den aktuellen Prospekt Angsterkrankungen herunterladen:

pdfGanzheitliches psychosomatisches Behandlungskonzept für Angsterkrankungen

  • PATIENTEN – CHECKLISTE Angststörungen

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    anhand dieser Checkliste können Sie Ihre Ängste versuchen einzuordnen.

    Sie sollten sich auf jeden Fall in Behandlung begeben, wenn Ihre Ängste bereits so stark geworden sind, das Sie sich am Tag überwiegend mit Ihrer Angst auseinandersetzen müssen bzw. der Aufforderung nachkommen müssen vieles in Ihrem Leben zu vermeiden, weil Sie befürchten, die Angst werde noch stärker... [ weiter ]

  • Hauptsymptome und Behandlungsindikationen von Angststörungen

    Hauptsymptome von Angststörungen

    Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Schwindel, Schweißausbruch, Zittern, Beben, Mundtrockenheit, Hitzewallungen, Sprachschwierigkeiten, Atembeschwerden, Beklemmungsgefühl, Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinsstörungen, zum Beispiel das Gefühl, verrückt zu werden; das Gefühl, dass Dinge unwirklich sind oder man selbst „nicht richtig da“ ist, dass man nicht mehr die Kontrolle über die eigenen Gedanken hat; Benommenheit, Schwindel, Angst zu sterben, allgemeines Vernichtungsgefühl. Darüber hinaus klagt jeder vierte Patient mit Angststörung über chronische Schmerzen.
     
    Menschen mit Angststörungen empfinden selber oft gar nicht die Angst als das hervorstechende Symptom. Stattdessen werden häufig körperliche Symptome, wie etwa Schwindel, Herzrasen, Zittern, verminderte Belastbarkeit oder auch Magen-Darm-Beschwerden zuerst genannt.
     

    Ursachen

    Wie bei den meisten psychischen Störungen gibt es auch bei der allgemeinen Angststörung, bei sozialen Ängsten, Panikattacken und Phobien nicht die "eine" bekannte Ursache. Stattdessen geht man auch hier von einer Vielzahl verursachender oder auslösender Faktoren aus, die erst im Zusammen- und Wechselwirken den tatsächlichen Ausbruch der Störung bewirken. Je nach psychiatrischer oder psychotherapeutischer Schule werden naturgemäß andere „Ursachen“ fokussiert und weiter erforscht. So tragen alle in der Fachwelt anerkannten theoretischen Ausrichtungen aus ihrem speziellen Blickwinkel zur Erforschung von Ursache und Entstehung (Entwicklung) dieser Störungen bei.
     

    Behandlungsindikationen:

    Phobische Störungen

    • Agoraphobie (ICD-10 F40.0): Furcht vor oder Vermeidung von Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, Reisen allein oder Reisen von Zuhause weg.
    • Soziale Phobie (ICD-10 F40.1): Furcht vor oder Vermeidung von sozialen Situationen, bei denen die Gefahr besteht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, Furcht, sich peinlich oder beschämend zu verhalten.
    • Spezifische Phobien(ICD-10 F40.2). Diese können nach bestimmten Objekten oder Situationen unterschieden werden:
      • Tierphobien: zum Beispiel Angst vor Spinnen (Arachnophobie), Insekten, Hunden, Mäusen.
      • Situative Phobien: Flugangst, Höhenangst, Tunnel, Aufzüge, Dunkelheit
      • Natur-Phobien: zum Beispiel Donner, Wasser, Wald, Naturgewalten.
      • Anblick von Blut, Spritzen, Verletzungen.
    • Sonstige phobische Störungen (ICD-10 F40.8)
    • Phobische Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F40.9)

    Andere Angststörungen 

    • Panikstörungen (ICD-10 F41.0): Spontan auftretende Angstattacken, die nicht auf ein spezifisches Objekt oder eine spezifische Situation bezogen sind. Sie beginnen abrupt, erreichen innerhalb weniger Minuten einen Höhepunkt und dauern mindestens einige Minuten an.
    • Generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1): Eine diffuse Angst mit Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen über alltägliche Ereignisse und Probleme über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten, begleitet von weiteren psychischen und körperlichen Symptomen.
    • Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2): Angst und Depression sind gleichzeitig vorhanden, eher leicht ausgeprägt ohne dass die eine oder andere Störung überwiegt.

     

  • Störungsspezifische Gruppe "Angst und Mut"

    Unsere Patienten mit Angst- und Panikstörungen nehmen zur störungsspezifischen Behandlung an einer speziellen Indikationsgruppe teil. Theoretisches und praktisches Lernen über Entstehung und Umgang mit Angst und Panik werden vermittelt. In dieser Gruppe werden die Patienten theoretisch und praktisch angeleitet, wie Angst und Panik entsteht und wie man damit umgeht. Das Krankheitsverständnis und Bewältigungsmöglichkeiten werden erarbeitet, kognitive Verzerrungen aufgelöst und eine Vielzahl von Hinweisen zur wirksamen Selbsthilfe gegeben. Gegebenenfalls wird auch ein gestuftes Expositionstraining vorbereitet.

    Die Indikationsgruppe hat fünf Module:

    • Allgemeine Natur der Angst
    • Teufelskreis der Angst
    • Klassifikation von Angststörungen
    • Leitlinie Angststörungen in den Heiligenfeld Kliniken
    • Rückfallprophylaxe

    Die Indikationsgruppe ist eine Mischung aus Psychoedukation und praktisch therapeutischen Übungen

  • Arbeitsbezogene Therapieangebote und Sozialberatung

    Arbeitsbezogene Therapieangebote

    Für Probleme mit der beruflichen Identität und der Berufsrolle besteht eine spezielle Indikationsgruppe "Arbeitsleben" zu den Themen sozialer Vernetzung, Selbsthilfegruppen, Zeitmanagement, Bewerbungstraining usw.

    Weitere arbeitstherapeutische Angebote dienen zum Training von Arbeitsgrundfähigkeiten und zur Verbesserung der Arbeitsbelastbarkeit. In der Ergotherapie werden mit individuellem Therapieprogramm handwerklich Fertigkeiten geübt, Gartenarbeit und die Holzwerkstatt bieten weitere Möglichkeiten.

    Interne Belastungserprobung

    Zur Erprobung der Belastbarkeit im Arbeitsleben wurde für spezifische Indikationen das Konzept individueller Belastungstage entwickelt. Neben der fortgesetzten Teilnahme an Therapieveranstaltungen führt der Patient hierbei ein individuell erarbeitetes Programm seinem Arbeitsfeld nahe kommender Tätigkeiten innerhalb der Klinik durch.

    Sozialberatung und Reha-Beratung

    Bei Bedarf wird durch den Sozialdienst der Klinik eine individuelle Sozial- und Reha-Beratung durchgeführt. Dies betrifft u. a. Beratung über finanzielle und soziale Fragen, berufliche Maßnahmen in Kooperation mit dem Arbeitsamt, Berufsförderungswerk etc. sowie Vermittlung und Hilfe bei der Antragsstellung von sozialen Maßnahmen, wie z. B. betreutes Wohnen, Übergangseinrichtung, sozialpsychiatrische Dienste u. Ä.

  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

    Veränderung des GAF-Mittelwerts

    Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

    QM Angst GAF

     

    Veränderung des ISR-Mittelwert

    Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

    QM Angst ISR

     

    Effektstärke

    Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

    QM Angst Effekt

     

    Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse

  • Behandlungsleitlinie Angststörung - Patientenversion