uffenheim 2014

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Helfende und soziale Berufe

"Wenn helfen müde macht”

Menschen, die in therapeutischen und sozialen Berufen tätig sind, unterliegen häufig ungewohnten emotionalen und sozialen Belastungen.

Wer für andere Menschen sorgt und verantwortlich ist, andere anleitet oder führt, gerät leicht in Gefahr, sich selbst zu vernachlässigen und zu erschöpfen oder in eigene psychische Problemkreise zu geraten. Dann ist es nötig aufzutanken, sich selbst einmal unterstützen oder therapeutisch begleiten zu lassen.
Dazu brauchen Sie einen Ort, an dem Sie neben fachlicher Qualifikation und Kompetenz auch den Respekt vor der Besonderheit Ihrer beruflichen und sozialen Situation finden.

Wir bieten Ihnen mit unserem ganzheitlichen und integrativen Konzept, unserer nährenden und unterstützenden Atmosphäre einen Ort, an dem Heilung, Selbstbesinnung, Regeneration und Neuorientierung möglich werden. Unser Konzept ist getragen von Achtsamkeit und liebevollem Umgang mit unseren Patienten und ihrem Erleben sowie Respekt vor ihrer anspruchsvollen Tätigkeit. In unserem therapeutischen Angebot würdigen wir Ihre besondere Situation und stellen für Sie ein gezieltes Behandlungsprogramm zusammen.

Die stationäre Behandlung in unserer Klinik steigert nachweislich die Lebensqualität unserer Patienten und führt zu einer besseren Bewältigung des Alltags.

  • Behandlungsindikationen

    Wir behandeln den gesamten Bereich psychosomatischer und psychischer Störungen. Aufnahme finden in unserer Klinik insbesondere Menschen mit folgender Problematik:

    • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden, wie Konzentrations- und Schlafstörungen
    • Akute und chronische Belastungsreaktionen
    • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Bilanzkrisen
    • Berufliche und persönliche Identitätskrisen
    • Ängste und Angstzustände
    • Panikattacken und Phobien
    • Suchtverhalten, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch
    • Depressive Störungen jeder Art
    • Psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-, Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
    • Essstörungen, auch Übergewicht, Anorexie
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Beziehungs- und Sexualstörungen

    Depressionen stellen bei Menschen aus sozialen und helfenden Berufen die am häufigsten zu behandelnde Störung dar. Die Suizidrate ist fast doppelt so hoch wie bei anderen Berufen.

  • Leitlinien und Behandlungspfade

    Die Behandlung von Menschen aus helfenden und sozialen Berufen folgt zunächst, wie bei allen Patienten, unabhängig von der jeweiligen Berufstätigkeit den klinischen Behandlungspfaden und Leitlinien, die sich aus der allgemeinen Diagnosestellung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen nach ICD 10 ergeben und die für psychischen und psychosomatischen Erkrankungen klinikintern entwickelt wurden. Diese Leitlinien, z. B. für Depressionen, wurden gemäß den evidenzbasierten Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften hin entwickelt und für eine stationäre Behandlung spezifiziert.

    Die Schwierigkeiten und Belastungen, die sich aus dem sozialen und helfenden Beruf ergeben, werden zusätzlich diagnostiziert und behandelt. Wir nutzen bei Bedarf ein berufsspezifisches diagnostisches Instrument zur Erfassung der "Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster" (AVEM) nach Prof. Schaarschmidt. Das AVEM differenziert zwischen Mustern "Selbstüberforderung und überhöhtes Engagement" (Typ A), "Resignation und Burn-out" (Typ B), "Schonverhalten" (Typ S) und "Gesundes Verhalten" (Typ G).

    Die allgemeinen indikationsbezogenen Behandlungspfade und die berufsspezifischen Angebote werden zu einer Gesamtbehandlungsstruktur integriert. So ergibt sich ein individueller Behandlungsplan für den Patienten, der insbesondere die jeweiligen persönlichen Risikomuster berücksichtigt.

  • Individuelle Behandlung

    Zentrale und tragende Figur in der Behandlung ist ein spezifisch geschulter und erfahrener Arzt oder Psychologe, der die Aufnahme- und Entlassungsuntersuchung durchführt, den individuellen Behandlungsplan erstellt und den Patienten über die gesamte Behandlungsdauer kontinuierlich betreut. Er führt die notwendigen einzeltherapeutischen Gespräche und leitet eine spezifische Gruppenpsychotherapie, an der in der Regel alle Patienten, für die er zuständig ist, teilnehmen. Im Rahmen intensiver Teamarbeit wird die gesamte Behandlung koordiniert.

  • Gruppenpsychotherapie für Menschen in sozialen und helfenden Berufen

    Therapieerfahrene Ärzte und Psychologen leiten die Kerngruppe, die jeweils aus acht bis zehn Personen besteht. In der vertrauensvollen Atmosphäre dieser Kleingruppe, die sich dreimal wöchentlich vormittags für 100 Minuten trifft, werden wesentliche persönliche Themen therapeutisch bearbeitet. Bei unserer Klientel von Menschen aus sozialen und helfenden Berufen hat es sich als heilungsfördernd erwiesen, unterschiedliche Berufsgruppen in der jeweiligen Kerngruppe zu integrieren, um gemeinsame Faktoren des "Helfens" aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. In der Kerngruppe können die biographischen Wurzeln der eigenen Verhaltens- und Erlebnisweisen aufgedeckt und daraus resultierende psychische Störungsbereiche behandelt und verändert werden.

    Typische Inhalte dieser Arbeit sind:

    • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte
    • Aufarbeitung traumatischer Ereignisse in der Lebensgeschichte
    • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten, Depressionen und irrationalen Einstellungen
    • individuelle Bedingungen und Behandlung bei Suchtproblematiken
    • schwierige Familienkonstellationen
    • Sinnfragen und weitere Lebensplanung
    • Aufarbeitung kritischer Ereignisse im beruflichen Kontext
    • selbstschädigende (dysfunktionale) Beziehungsgestaltung
    • Burnout-Problematik
  • Arbeitsbezogene Therapieangebote und Sozialberatung

    Arbeitsbezogene Therapieangebote

    Für Probleme mit der beruflichen Identität und der Berufsrolle besteht eine spezielle Indikationsgruppe “Arbeitsleben” zu den Themen sozialer Vernetzung, Selbsthilfegruppen, Zeitmanagement, Bewerbungstraining usw.

    Sozialberatung und Reha-Beratung

    Bei Bedarf wird durch den Sozialdienst unserer Kliniken eine individuelle Sozial- und Reha-Beratung durchgeführt. Dies betrifft u. A. Beratung über finanzielle und soziale Fragen, berufliche Maßnahmen in Kooperation mit dem Arbeitsamt, Berufsförderungswerk etc. sowie Vermittlung und Hilfe bei der Antragstellung von sozialen Maßnahmen, wie z. B. betreutes Wohnen, Übergangseinrichtung, sozial-psychiatrische Dienste u. Ä.

  • Behandlungsergebnisse

    Die Ergebnisse der therapeutischen Behandlung werden fortlaufend durch ein umfangreiches Evaluationsprogramm bewertet.

    Nach diesen Auswertungen zeigt sich:
    Am Ende der stationären Behandlung in den Heiligenfeld Kliniken weist ein Großteil der erkrankten Patienten eine deutliche Verbesserung in ihrem Erleben und Verhalten auf. Bei 73 % aller Patienten haben sich nachweislich z. B. der zwischenmenschliche Kontakt, Nervosität, Entspannung, Optimismus und Lebensmut verbessert.

    In der folgenden Grafik finden Sie die evaluierten Verbesserungen der Störungssymptome wie z. B. Depressivität, Sozialunsicherheit und Angst.Behandlungsergebnisse Helfende Berufe