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 Depressive Störungen

"Wenn das Leben schwer wird"

Menschen mit einer depressiven Störung erleben während ihrer Krankheitsphase ein reduziertes Interesse an Menschen und Ihrer persönlichen Umwelt. Insgesamt sind während einer Depression Phasen von geringerem Lebensantrieb sowie gesteigerte Ermüdungserscheinungen zu erwarten.
Typische Symptome sind, dass sie sich häufig gänzlich hilflos fühlen, in einem "tiefen Loch stecken" und unfähig sind, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Oft ist auch das Selbstwertgefühl stark herabgesetzt, und ein Gefühl der inneren Leere breitet sich aus. Manchmal kennen Betroffene sogar den Gedanken, ihr Leben zu beenden.
Bei einer Depression handelt es sich keineswegs um ein vorübergehendes Stimmungstief. Vielmehr verändert sich tief greifend das Fühlen, Denken und Wollen über eine längere Zeit, was von körperlichen Beschwerden begleitet sein kann. Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung und hinsichtlich ihrer Schwere und Folgen die am meisten unterschätzte Volkskrankheit.
In Deutschland erkranken etwa zwanzig Prozent aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an Depression.
Ca. fünzig Prozent der Menschen werden nicht als depressiv erkannt und von den richtig diagnostizierten Patienten wird wiederum nur ca. die Hälfte wirksam behandelt. Dabei wäre bei frühzeitiger Erkennung und effektiver Behandlung die Heilungsprognose ausgesprochen gut: Siebzig bis achtzig Prozent aller depressiven Störungen wären erfolgreich behandelbar.
Für die Behandlung von Depression bieten wir in der Heiligenfeld Klinik Uffenheim ein integratives Behandlungskonzept und einen besonderen Ort für Ihre Heilung. Wir achten besonders auf eine Atmosphäre der Achtsamkeit und des Respekts und auf einen liebevollen Umgang. Die stationäre Behandlung in unserer Klinik steigert nachweislich die Lebensqualität unserer Patienten und führt zu einer besseren Bewältigung des Alltags. Mit anderen Worten: Sie führt zu "mehr Freude im Leben".


Ein Video zum Thema „Depression und Behandlung in den Heiligenfeld Kliniken“




  • PATIENTEN CHECKLISTE Depression

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    diese Checkliste hilft Ihnen dabei, einen ersten Hinweis zu erhalten, ob Sie möglicherweise unter einer Depression leiden. Mit dieser Unterstützung können Sie Ihre Stimmungs- und Befindlichkeitsschwankungen, die sich entweder seit einem bestimmten Zeitpunkt oder schleichend entwickelt haben, einordnen.

    Sie sollten sich auf jeden Fall in Behandlung begeben, wenn Sie seit mindestens zwei Wochen unter bedrückter Grundstimmung, Antriebsminderung, negativen Gedanken, Freudlosigkeit oder körperlichen Zusatzsymptomen wie z. B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit leiden... [ weiter ]

  • Hauptsymptome und Behandlungsindikationen depressiver Störungen

    Hauptsymptome der Depression sind depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude, verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit. Die Grundstimmung ist traurig, gedrückt bis verzweifelt oder gefühllos. Das Selbstwertgefühl ist herabgesetzt. Gleichzeitig ist der Leistungsanspruch oft hoch. Bei manchen Menschen steht zeitweilig auch Angst, Gequältsein, "inneres Getriebensein" und Unruhe im Vordergrund. Eine depressive Erkrankung kann sich auch hinter einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden verbergen, wie z. B. Kopf- und Muskelschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Problemen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszuständen, Burnout, erhöhter Reizbarkeit, gesteigerte, oder vermindertem Appetit.

    In der Regel führen mehrere Faktoren zu einer depressiven Erkrankung, z. B.

    • persönliche Veranlagung und erhöhte Anfälligkeit für eine depressive Erkrankung, z. B. durch genetische Belastung und Häufung von depressiven Erkrankungen in der Familie
    • belastende Lebensveränderungen im Erwachsenenalter, wie eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes, können alte Verlusterfahrungen aus der Kindheit reaktivieren (z.B. früher Verlust der Mutter)
    • Gehirnstoffwechselsstörungen (z. B. Defekt des Serotoninstoffwechsels oder Serotonintransports)

    Für die Aufnahme in unsere Klinik muss ein stationär behandlungsbedürftiges depressives Krankheitsbild vorliegen. Aufnahme-Diagnosen nach ICD 10 sind:

    depressive Episode F32

    • rezidivierende depressive Störung F33
    • anhaltende affektive Störung F34
    • Anpassungsstörung (depressive Reaktion) F43.2
    • bipolare, affektive Störungen F31.3
  • Störungsspezifische Gruppe Depression-Lebensfreude

    Zur störungsspezifischen Behandlung nehmen unsere Patienten einmal wöchentlich an einer speziellen Gruppe für depressive Störungen teil. In dieser Indikationsgruppe lernen sie viel über ihre depressive Erkrankung, deren Entstehung, Diagnose und Behandlungs­möglichkeiten. Wir erläutern ausführlich unser Behandlungskonzept, Frühwarn-Symptome oder auch mögliche Komplikationen. Zur Vertiefung werden Übungen zum Selbstmanagement, zur Selbststeuerung und zum Symptom-Management durchgeführt.

    Folgende Themen werden in dieser Gruppe vorgestellt:

    • Krankheitsbild, Diagnose und Erklärungsmodelle
    • Leitlinienorientierte Behandlung von Depressionen in der Parkklinik Heiligenfeld
    • Medikamente und Pharmakotherapie
    • Behandlungsmodelle der Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie
    • Systemisches Verständnis von Depression, Angehörigenarbeit
    • Komplikationsmanagement, Krisenintervention, Umgang mit Suizidalität

    Die psychoedukative Theorievermittlung erfolgt in diesen Gruppen immer auch in Verbindung mit praktischen therapeutischen Übungen.

  • Behandlungsergebnisse

    Die Ergebnisse der therapeutischen Behandlung werden fortlaufend durch ein umfangreiches Evaluationsprogramm bewertet.

    Nach diesen Auswertungen zeigt sich:

    Am Ende der stationären Behandlung weist ein Großteil der depressiv erkrankten Patienten eine deutliche Verbesserung in ihrem Erleben und Verhalten auf. 75 % aller Patienten haben sich z. B. bezüglich des zwischenmenschlichen Kontakts, Nervosität, Entspannung, Optimismus und Lebensmut verbessert.

    Der durchschnittliche Depressivitätswert (Verfahren D-S) der Patienten, der bei ihrer Aufnahme dem Niveau akutpsychiatrischer Patienten entsprach, liegt bei ihrer Entlassung auf dem Level gesunder Vergleichspersonen.

  • Behandlungsleitlinie Depression - Patientenversion