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Religiöse und spirituelle Störungen

"Die dunkle Nacht der Seele"

Sinnfragen, religiöser Glaube und spirituelle Suche sind für viele Menschen eine wesentliche Dimension ihres Lebens. Die intensive Auseinandersetzung mit Religion, Glaubensgemeinschaften, Spiritualität oder Esoterik, darüber hinaus auch spontan auftretende ungewöhnliche Erlebnisse energetischer, medialer oder paranormaler Art können den einzelnen Menschen überfordern und zu persönlichen Krisen führen.
Dabei ist die ganze Person betroffen, in ihrer Lebensgeschichte, ihren Beziehungen, ihrem Beruf und Alltag. Häufig ist es schwierig, geeignete Ansprechpartner zu finden. In einer solchen Situation möchte man nicht als "verrückt" gelten. So vertieft sich oder chronifiziert sich nicht selten die Problematik mit der Folge seelischer oder psychosomatischer Störungen.

Die Heiligenfeld Kliniken besitzen eine langjährige Erfahrung und ein spezielles Behandlungskonzept für Menschen mit diesen Schwierigkeiten.
Unsere Ärzte und Therapeuten besitzen neben der medizinischen und psychotherapeutischen Qualifikation auch Erfahrung und Kompetenz im Umgang mit religiösen, spirituellen und esoterischen Themen und veränderten Bewusstseinszuständen. Gerade das ganzheitliche und integrative Konzept der Kliniken, das von einem humanistisch-spirituellen Geist getragen ist und die religiöse und spirituelle Dimension ausdrücklich würdigt, stellt eine Basis dar, sowohl für die Behandlung psychischer oder psychosomatischer Störungen als auch für die Würdigung und Unterstützung im Umgang mit ungewöhnlichen Erlebnissen und den damit verbundenen existenziellen Fragen, Sinnfragen, religiösen oder spirituellen Themen.

Betroffene bezeichnen ihre Situation häufig als "Dunkle Nacht der Seele". Dieses Bild, das aus der christlichen Mystik stammt, beschreibt recht anschaulich die innere Verwirrung, die eigene Suche, die Auseinandersetzung mit dunklen Kräften oder Schattenseiten der Existenz, verbunden mit der Hoffnung auf einen Sinn der eigenen Krisenzeit.

  • PATIENTEN CHECKLISTE Religiöse und spirituelle Krisen

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    anhand dieser Checkliste können Sie Ihre religiöse oder spirituelle Problematik versuchen einzuordnen.

    Sie sollten sich auf jeden Fall in Behandlung begeben, wenn diese Problematik so intensiv geworden ist, dass Sie sich am Tag überwiegen damit auseinandersetzen müssen oder erhebliche Schlafstörungen deswegen entwickelt haben. Ist Ihr Glaube grundlegend erschüttert oder verloren gegangen? Haben Sie schwer verstehbare Symptome in Zusammenhang mit esoterischer oder religiös-spiritueller Praxis entwickelt? Sind Sie auf Ihrem religiös-spirituellen Weg in eine tiefe Sinnkrise geraten? [ weiter ]

  • Behandlungsindikationen

    Zur Aufnahme in unserer Klinik muss eine psychische oder psychosomatische Erkrankung vorliegen. Spirituelle und religiöse Störungen können in Verbindung mit derartigen Erkrankungen behandelt werden.
    Wir behandeln den gesamten Bereich psychosomatischer und psychischer Störungen:

    • Ängste,
    • Angstzustände und Depressionen jeder Art,
    • akute und chronische Belastungsreaktionen,
    • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände,
    • psychosomatische Störungen (Kopfschmerzen,
    • Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden),
    • Essstörungen,
    • Alkohol-und Medikamentenmissbrauch,
    • Persönlichkeits-und Identitätsstörungen (z. B. Borderline-Störungen, narzisstische Störungen),
    • Zustände nach psychotischen Episoden,
    • affektive Störungen.

    Diese Erkrankungen sind in der Regel kombiniert mit einer Störung...

    • im Zusammenhang mit Glaubensfragen oder Glaubenssystemen, mit Religion, Kirche, Glaubensgemeinschaft oder entsprechenden Ritualen,
    • bei energetischen Empfindungen, u. a. Lichterlebnissen oder Strömungsempfindungen,
    • durch paranormale oder mediale Erlebnisse, wie Präkognitionen, Hellsichtigkeitserlebnisse, Psychokinese, Beeinflussungs- oder Besetzungserlebnisse und außerkörperliche Erfahrungen,
    • durch magische Beeinträchtigung, Verhexung oder Verfluchung,
    • durch transpersonale Erfahrungen, wie Stille, Leere, Weite, Verzückung oder Nah-Todes-Erlebnisse, die eine spirituelle Öffnung bewirken können, zu einer Sinnkrise oder einer "Prätrans-Verwechslung" führen können,
    • auf dem spirituellen Weg im engeren Sinne, wie eine Spaltung in Spiritualität und Alltag, eine Entfremdung von der Welt, eine Sucht nach ungewöhnlichen Erfahrungen oder eines Verlusts der Verbindung zur Transzendenz.
  • Leitlinienorientierung

    Die Behandlungsstruktur folgt zunächst, wie bei allen Patienten der Klinik, den klinischen Leitlinien und Behandlungspfaden, die sich aus der allgemeinen Diagnosestellung (nach ICD10) ergeben und die für alle wesentlichen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen klinikintern entwickelt wurden. Eine solche klinikinterne Leitlinie existiert ebenfalls für den Umgang mit religiösen und spirituellen Störungen und ungewöhnlichen Erlebnissen.

    Der allgemeine indikationsbezogene Behandlungspfad (z.B. für Depression, Angststörung, Persönlichkeitsstörung, Psychose usw.) und der spezifische Behandlungspfad für den Umgang mit religiösen und spirituellen Problemen und ungewöhnlichen Erlebnissen werden zu einer Gesamtbehandlungsstruktur integriert. So ergibt sich ein individueller Behandlungsplan, der die besondere persönliche Situation und die einzigartigen Erfahrungen berücksichtigt.

  • Individuelle Behandlung

    Zentrale und tragende Figur in der Behandlung ist ein spezifisch geschulter und erfahrener Arzt oder Psychologe, der die Aufnahme- und Entlassungsuntersuchung durchführt, den individuellen Behandlungsplan erstellt und den Patienten über die gesamte Behandlungsdauer kontinuierlich betreut.

    Er führt die notwendigen einzeltherapeutischen Gespräche und leitet eine spezifische Gruppenpsychotherapie, an der in der Regel alle Patienten, für die er zuständig ist, teilnehmen. Im Rahmen intensiver Teamarbeit wird die gesamte Behandlung koordiniert.

  • Spezialgruppe religiöse und spirituelle Störungen

    In dieser Spezialgruppe werden Informationen über die verschiedenen Phänomene und Störungen, die Begriffe, die Erkrankungsmöglichkeiten und die Behandlungsformen gegeben. Das Behandlungskonzept, der Umgang mit den Erlebnissen, den Störungen und mit Dekompensationen werden erläutert. Speziell werden Übungen zum Selbstmanagement, zur Selbststeuerung und zur Steuerung des eigenen Bewusstseins durchgeführt.

    Darüber hinaus dient die Gruppe dem Erfahrungsaustausch von ähnlich Betroffenen und gibt Raum für spezifische Fragen. Typische Themen dieser Gruppe können sein:

    • Wie entwickeln sich religiöse Störungen und Glaubensprobleme?
    • Was ist eine spirituelle oder transpersonale Erfahrung?
    • Umgang mit energetischen Empfindungen (z.B. Lichterlebnisse, Erscheinungen, Kundaliniphänomene, Chakren usw.)
    • Was sind veränderte Bewusstseinszustände, paranormale oder mediale Erlebnisse, und wie geht man mit ihnen um?
    • Das eigenen Seelenverständnis und Kontakt zur eigenen Seele
    • Wie kann man mit Reinkarnationserlebnissen und Kontakten zu spirituellen Wesen, Engeln und Verstorbenen umgehen?
    • Psychose und spirituelle Krise
    • Störungen auf dem spirituellen Weg
    • Probleme mit Meditationsmethoden, Glaubensgemeinschaften oder mit spirituellen Lehrern
    • Umgang mit Mitmenschen, die spirituelle Erfahrungen ablehnen
    • Literatur, Internetseiten, Beratungsmöglichkeiten
  • Nachsorge und Vernetzung

    In den letzten Wochen vor der Entlassung nehmen die Patienten an der Transfergruppe, einer Entlassungsvorbereitungsgruppe, teil, um mögliche Probleme im Übergang in den häuslichen und beruflichen Alltag zu bearbeiten. Bereits während der Behandlungszeit wird von der Klinik aus ein Kontakt zu dem weiterbehandelnden ambulanten Therapeuten hergestellt. Bei Bedarf werden spezialisierte Therapeuten, Ärzte, Institutionen oder Beratungsstellen vermittelt.

    Ein persönliches oder telefonisches Nachsorgegespräch zur Betreuung im Übergang findet einige Wochen nach der Entlassung mit unserem Arzt oder Psychologen statt. Im Rahmen einer Telefonsprechstunde für Ehemalige, die wöchentlich von der Sozialpädagogin der Klinik durchgeführt wird, können auch noch nach der Entlassung Informationen zu nachbetreuenden Hilfen erhalten werden (z. B. Adressen und Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Regionalgruppen, Beratungsstellen usw.).

    Ehemalige Patienten können auch weiterhin an diversen Veranstaltungen der Klinik, wie z. B. den täglichen Meditationen, Veranstaltungen für Festzeiten oder dem Plenum teilnehmen. Zur Weiterentwicklung unseres Behandlungskonzepts, zur Vernetzung der Behandlung mit ambulanten Angeboten und zur wissenschaftlichen Erforschung der beschriebenen Themen kooperieren wir insbesondere mit:

    • SEN Deutschland,(Netzwerk spiritueller Krisenbegleitung)
    • Parapsychologische Beratungsstelle Freiburg (WGFP)
    • Ambulanz des Instituts für Grenzgebiete der Psychologieund Psychotherapie der Universität Freiburg
    • Deutsches Kollegium für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie (DKTP)
    • Christliche Seelsorge,
    • Deutsche Buddhistische Union,
    • diverse Meditationszentren
    • Psychologische Institute mehrerer Universitäten (Oldenburg, Landau, Freiburg, Hamburg)
  • Behandlungsleitlinie religiöse und spirituelle Krise - Patientenversion