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Kurzzeittherapie für akute psychische Erkrankungen

Das Behandlungsangebot eignet sich für gesetzlich und privat versicherte Patienten in akuten Krisen oder extremen Belastungssituationen, in denen die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen. Hier kann eine psychosomatische/psychiatrische Kurzzeittherapie/Krisenintervention zu einer deutlichen Entlastung und Stabilisierung führen. Mit besonderem Augenmerk auf die aktuelle Situation des Patienten kann die Krisensituation entschärft und der Weg zu besseren Bewältigungsstrategien gefunden werden. Die maximale Behandlungsdauer in dieser Gruppe beträgt 14 Tage, so dass aufgrund der regionalen Beschränkung eine kurzfristige Aufnahme gewährleistet werden kann.

Diese Art der stationären Therapie ist sinnvoll bei:

  • akuten depressiven Entwicklungen
  • Belastungsreaktionen (z. B. am Arbeitsplatz, Verlusterfahrungen, Beziehungskrisen, etc.)
  • Verschlimmerung von Ängsten, Essstörungen oder Zwängen
  • bei Kindern: z. B. Störung des Sozialverhaltens

In die Krisengruppe aufgenommen werden können:

  • Familien mit Patientenkindern
  • Jugendliche
  • Erwachsene Einzelpersonen (Besonderheit: familiäre Problematik nicht zwingend erforderlich)
  • Familien mit schulpflichtigen Begleitkindern nur in den Sommerferien
    Eine Mitaufnahme von Begleitkindern unter 3 Jahren ist in der Krisengruppe nicht möglich.

Aufnahmevoraussetzungen:

  • ambulante Behandlung zur Stabilisierung ist nicht ausreichend oder kann nicht umgehend erfolgen
  • Herausnahme aus dem häuslichen Umfeld ist notwendig
  • Versagen eigener Bewältigungskompetenzen
  • ein Auftrag im Sinne eines Ziels für den Kurzzeitaufenthalt lässt sich vereinbaren
  • Bestehen einer ausreichenden Kooperationsbereitschaft und Fähigkeit zur psychotherapeutischen Behandlung

Kontraindikationen:

  • Patienten mit akuter Psychose
  • akut suizidale Patienten (bzw. Suizidversuch im letzten halben Jahr)
  • Patienten mit einem BMI unter 16
  • Patienten mit hirnorganischen Erkrankungen
  • Patienten mit Suchtproblematik

zusätzlich bei Kindern:

  • Kinder mit dissozialem Verhalten
  • Kinder, die einer 1:1 Betreuung bedürfen
  • Kinder mit Formen einer Behinderung (muss im Einzelfall geprüft werden)

Behandlungskonzept:
Das Behandlungskonzept beruht auf einem biopsychosozialen Krankheitsverständnis und auf stabilisierenden und entlastenden Interventionsstrategien. Körperliche und seelische Belastungsfaktoren werden ebenso berücksichtigt wie soziale, familiäre oder berufliche Stressfaktoren. Dabei liegt der Fokus der Behandlung auf den Faktoren, die zur Auslösung der aktuellen Krise geführt haben.

Aufeinander abgestimmte Einzel- und Gruppenarbeit:
Die Behandlung beinhaltet zwei Gruppentherapien von jeweils 60 Minuten pro Woche, sowie drei bis vier Einzel- bzw. Familiengespräche bei spezifisch geschulten Ärzten und Psychologen. Inhaltlich auf die besondere Thematik der Selbstbewältigung von Krisen abgestimmt, unterstützen fünf Tage in der Woche gesprächstherapeutische und psychoedukative, sowie kreativtherapeutische Gruppen die resourcenorientierte Psychotherapie. Beratung in sozialtherapeutischen Fragen durch Sozialtherapeuten und Einzelkontakte mit co-therapeutisch geschultem Pflegepersonal, welche auch am Wochenende erfolgen, runden das Programm ab. Spezielle Selbststeuerungs- und Selbstführungs-, sowie Körperwahrnehmungsgruppen stärken die Basisfähigkeit, mit zukünftigen Krisen besser umgehen zu können.

Dauer der Behandlung:
Die Kurzzeittherapie dauert zwei Wochen. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Nach Erkennen und Benennen des aktuellen Problems wird die Behandlung darauf fokussiert, dieses zu entschärfen, Bewältigungsstrategien zu erarbeiten, eine Stabilisierung zu erreichen und die Basiskompetenzen des Patienten wiederherzustellen.

Der Schutzraum "Klinik":
Die Krisengruppe bietet eine familiäre Atmosphäre, Schutz und Geborgenheit. Auch die Wochenenden werden aktiv vorbereitet, damit für die Verarbeitung der Eindrücke während der Woche ausreichend Platz ist. Andererseits können therapeutische Aufträge erteilt werden, etwa zur aktiven Freizeitgestaltung mit bewusstem Wechsel von Anspannung zu Entspannung, was zu einer Erholung und Kräftigung führt. Anhand des Modells der "Therapeutischen Gemeinschaft" wird ein gesundheitsförderliches Beziehungsverhalten (wieder)erlernt und gefördert.

Beschränkung der Aufenthaltsdauer:
Eine von vornherein begrenzte Aufenthaltsdauer bietet entlastende zeitliche Klarheit für alle Beteiligten und stellt ein deutliches Signal dar, den Fokus auf die Krisenbewältigung zu legen.

Umfassende stationäre Psychotherapie:
Eine umfassende stationäre Psychotherapie dauert mindestens sechs bis acht Wochen, wenn man ausreichende und langzeitstabile Besserung bewirken will. Im Rahmen der Krisenbearbeitung kann sich herausstellen, dass eine solche umfassende Langzeittherapie indiziert erscheint. Diese kann dann bei entsprechender Indikation zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.