Was passiert bei uns?
Bleiben Sie über Facebook, Twitter, Xing, YouTube und Google+ auf dem Laufenden.
|
|
|
|
|![]()
Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sind in Deutschland der zweithäufigste Grund für eine ärztliche Konsultation.
Für eine Vielzahl der betroffenen Patienten stellen die konservative (nicht-operative) orthopädische Behandlung und die orthopädisch-unfallchirurgische Rehabilitation einen wichtigen Bestandteil des Behandlungsalgorithmus dar.
Behandlungsschwerpunkte:
Der künstliche Ersatz von Schulter-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenken ist ein weit verbreitetes und bewährtes Verfahren zur operativen Behandlung von verschleiß- oder unfallbedingt zerstörten Gelenken. Unter Berücksichtigung strenger Indikationsstellungen lassen sich damit meist gute Langzeitergebnisse erzielen. Aktuell werden in Deutschland pro Jahr ca. 230.000 künstliche Hüftgelenke und ca. 150.000 künstliche Kniegelenke implantiert.
Die stationäre Behandlung in der operativen Klinik dauert nach einem komplikationslosen Eingriff ca. 1-2 Wochen. In dieser Zeit wird zumeist eine Anschlussheilbehandlung eingeleitet, um durch eine intensive patienten- und gelenkspezifische Weiterbehandlung das gewünschte Behandlungsergebnis zu erreichen.
Wesentlichen Zielstellungen der Rehabilitationsmaßnahme sind:
Für Knochen- und Gelenkbrüche sowie für Muskel-, Sehnen- und Bandverletzungen stehen heutzutage modernste operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dennoch sind Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates oftmals mit Funktionseinschränkungen und Fähigkeitsstörungen verbunden, so dass eine qualifizierte Rehabilitationsbehandlung erforderlich ist.
Wesentliche Zielstellungen der sind:
Wirbelsäulenbeschwerden sind die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche. Ein Altersgipfel ist in der Gruppe zwischen 50 und 70 Jahren zu verzeichnen. Statistisch gesehen haben in Deutschland jeden Tag ca. ein Drittel der Menschen Beschwerden an der Wirbelsäule. Über 80 % der Menschen klagen mindestens einmal im Leben über Rückenschmerzen. Der untere Abschnitt der Wirbelsäule ist am häufigsten betroffen. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen mit Bewegungsarmut klagen zunehmend auch Kinder über Rückenbeschwerden.
Ca. 90 % aller wiederkehrenden (rezidivierenden) oder dauerhaften (persistierenden) Rückenschmerzen sind unspezifisch. Im Rahmen der körperlichen und bildgebenden Untersuchungen ergeben sich letztendlich keine Befunde, die die Beschwerden hinreichend erklären. Nur bei dem restlichen Anteil findet man ein abgrenzbares Krankheitsbild der Wirbelsäule, weshalb von einem spezifischen Rückenschmerz gesprochen werden kann.
Folgende Krankheitsbilder sind voneinander abzugrenzen:
Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten ist groß und reicht von konservativen Maßnahmen bis hin zu komplexen operativen Verfahren. Die Festlegung der richtigen Therapiestrategie erfordert sowohl ein komplexes Verständnis der oben dargestellten Krankheitsbilder als auch eine umfassende Kenntnis von Möglichkeiten und Grenzen konservativer und operativer Wirbelsäulenbehandlungen.
Grundlegende Zielstellungen der Rehabilitationsmaßnahme sind:
Chronische Schmerzen am Bewegungsapparat – chronische Rücken-, Gelenk- oder Muskel-/Weichteilschmerzen – bedürfen einer speziellen Schmerztherapie. Vielfach hat der Schmerz eine Eigendynamik gewonnen und ist nicht mehr alleine durch eine morphologische Schädigung (Strukturschädigung) oder eine organbezogene Störung zu erklären. Man spricht in solchen Fällen von einer Schmerzkrankheit bzw. von einer Störung der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung. Eine rein struktur- und organorientierte Therapie ist nicht mehr ausreichend.
Bei chronischen Schmerzerkrankungen wird daher ein multimodales Therapiekonzept durchgeführt. Neben der Behandlung des orthopädischen Grundleidens berücksichtigt es auch psycho-soziale Faktoren, die die Entstehung und das Aufrechterhalten chronischer Schmerzen begünstigen. Neben Sport-/Bewegungstherapie und balneophysikalischen Anwendungen (z.B. Massagen, Moorpackungen) kommen auch spezielle Therapieverfahren zur Körperwahrnehmung, Schmerzverarbeitung und Entspannung zum Einsatz. Weitere wichtige Bausteine sind eine psychologische Schmerztherapie sowie eine begleitende Sozialberatung.
Nichtinfektiöse entzündliche Gelenkerkrankungen wie z.B. chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) oder Morbus Bechterew können zu erheblichen Strukturschädigungen und Funktionsstörungen am Bewegungsapparat führen. Sowohl nach rheumachirurgischen Gelenkeingriffen als auch im Rahmen konservativer (nicht operativer) Therapien sind Rehabilitationsmaßnahmen ein wichtiger Bestandteil des gesamten Behandlungsalgorithmus.
Für die Rehabilitation bei rheumatologischen Erkrankungen ist ein ganzheitlicher Therapieansatz erforderlich. Neben der symptomorientierten Behandlung von akuten Beschwerden sollte gemeinsam ein langfristiges Behandlungskonzept mit realistischen Zielen erarbeitet werden. Dazu gehören auch umfassende Informationen über die Erkrankung.
Über die genaue Anzahl von Menschen mit amputierten Gliedmaßen gibt es in Deutschland keine verlässlichen Statistiken. Geschätzt werden in Deutschland ca. 40.000 bis 50.000 Amputationen an den unteren Gliedmaßen durchgeführt. Die häufigste Ursache für eine Amputation ist eine Durchblutungsstörung. Insbesondere Zuckerkranke sind davon betroffen und haben somit ein bis zu fünfzigfach höheres Amputationsrisiko. Daneben können schwere Verletzungen bzw. Unfallfolgen oder auch Tumorerkrankungen eine Amputation zur Folge haben.
Für amputierte Patienten ist eine gute Vernetzung des gesamten Ärzte- und Therapeutenteams erforderlich. Dies ist nur durch eine sektorübergreifende Versorgung möglich, die
Primäre Knochen- und Weichteiltumoren sind seltene Erkrankungen. Um ein vielfaches häufiger sind Knochenmetastasen (Tumorabsiedlungen). Der Bewegungsapparat ist nach Lunge und Leber die dritthäufigste Lokalisation für metastatische Absiedlungen. Nicht selten verursachen Skelettmetastasen auch Erstsymptome eines bösartigen Grundleidens.
Durch die Fortschritte im interdisziplinären Management von bösartigen Tumoren hat sich in den letzten Jahrzehnten die Überlebenszeit von Krebspatienten deutlich verbessert. Damit verbunden ist ein Anstieg von symptomatischen Knochenmetastasen, so dass sowohl im Bereich der akut-stationären als auch in der rehabilitativen orthopädisch-unfallchirurgischen Versorgung die Zahl der Patienten zunimmt.
Durch eine enge Kooperation und Zusammenarbeit der orthopädisch-unfallchirurgischen und internistisch-onkologischen Abteilungen in unserer Klinik können wir den individuellen und komplexen Anforderungen im Rahmen der Rehabilitation sowohl hinsichtlich der Fähigkeitsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat als auch der onkologischen Weiterbehandlung gerecht werden.