uffenheim 2014

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Körpertherapie und kreative Therapien

Verschiedene kreativ- und körpertherapeutischen Therapie-Gruppen erweitern die gesprächsorientierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie auf sinnvolle Weise.

  • Achtsamkeitstraining

    „Achtsamkeit bedeutet, dem Augenblick bewusst Aufmerksamkeit zu schenken“ (Jon Kabat-Zinn). Häufig sind wir mit unseren Gedanken und Gefühlen in der Vergangenheit oder in der Zukunft verhaftet und geben dem derzeitigen Moment wenig Raum zur Wahrnehmung des Denkens, Handelns und Fühlens. Die Fähigkeit in jedem Moment in all seiner Wachheit und Lebendigkeit zu sein und ihn in all seiner Wirklichkeit mit Gefühlen, Freuden und Sorgen wahrzunehmen, geht in einem stressigen Lebensalltag häufig verloren. Achtsamkeitstraining ist ein gezieltes Training, in dem man lernt, im Augenblick zu ruhen, zugleich unseren Körper, unsere Empfindungen und Bedürfnisse wertungsfrei über alle Sinne wahrzunehmen. Es geht um die Übung einer akzeptierenden Haltung in uns im gegenwärtigen Moment. Das erfordert die Bereitschaft, alles da sein zu lassen und wahrzunehmen, was in diesem gegenwärtigen Augenblick kommt und geht, ohne darin verhaftet zu sein. Das führt zu einem achtsamen Mitgefühl mit uns selbst und mit anderen. „Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.“ (Jon Kabat-Zinn)

    In der Therapie von psychosomatischen und psychischen Erkrankungen spielt das Achtsamkeitstraining daher eine große Rolle. Gelernte Bewertungsmuster werden durchbrochen und können in positiver Weise neu verankert werden.

  • Bewegungstherapie

    Der Einsatz von bewegungsbezogenen Maßnahmen hat zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten eine lange Tradition. Entsprechend der Vorstellung eines Zusammenhangs zwischen Körper, Geist und Seele werden über bewegungstherapeutische Anwendungen neben der körperlichen positiven Wirkung auch positive psychische Veränderungen hervorgerufen. Über die Aktivierung des Körpers werden die körperliche Gesundheit verbessert und psychische Beeinträchtigungen abgemildert, was nachweislich zu einer Steigerung der Lebensqualität führt. So wirkt Bewegungstherapie aktivierend auf Körper und Seele und dient somit der Verbesserung von Körperwahrnehmung, Konzentration und Motivation. In unterschiedlichen bewegungstherapeutischen Gruppen kommen in der Heiligenfeld Klinik Uffenheim abwechselnd Atem-, Stimm- und Körperarbeit zur Anwendung, die in rhythmische, gymnastische und spielerische Bewegungen eingebettet sind. Es fließen hier Elemente aus folgenden Methoden ein:

    • Yoga
    • Qi Gong
    • Tai Chi
    • Atem- und Bewegung nach Middendorf
    • Tanztherapie und Bodyjazz
    • Bewegungsmeditationen
    • Vokalraumarbeit · Stimm- und Sprachschulung
    • Gymnastik
    • Stretching
    • Entspannung

     

  • Aggression und Lebensenergie

    Das Wort Aggression entspringt aus dem lateinischen („aggressio“) und bedeutet wörtlich genommen heranschreiten, herangehen. Häufig wird Aggression als etwas Negatives und Zerstörerisches betrachtet und wird vor allem mit verbalen und körperlichen Gewalthandlungen in Zusammenhang gebracht. Verdrängte Wut, zurückgehaltener Zorn oder unterdrückter Ärger können in verschiedenen Körperbereichen zu erheblichen Überspannungszuständen führen, die auf Dauer gesundheitsschädigend wirken. So können unterdrückte oder verdrängte Aggressionen zu zerstörerischen Impulsen gegen sich selbst oder Andere führen. Wir verstehen Aggression als natürliche Lebens- und Ausdruckskraft. Im gruppentherapeutischen Kontext geht es darum, diese positive und lebensbejahende Kraft, die uns voranführt, zu erleben und sie als Motor zur gesunden Lebensgestaltung zu nutzen. In dieser auf Ihre Lebenskraft und Vitalität ausgerichtete Gruppe wird der Raum gegeben, diese häufig unterdrückten Gefühle wertfrei auszuloten und für heilsame Abgrenzungen nutzbar zu machen. Strukturierte Bewegungs- und Stimm-Übungen lassen die Teilnehmer sowohl ihre selbst einschränkenden alte Verletzungen spüren als auch Wege des konstruktiven Umgangs mit ihrer positiven aggressiven Lebenskraft finden.

  • Kunsttherapie und kreative Medien

    Kunsttherapie ist neben der Tanz-, Musik- und Theatertherapie eine wichtige Therapieform in den künstlerischen und kreativen Therapien. Sie setzt am tiefen Grundbedürfnis des Menschen an, sich gestalterisch auszudrücken und so in den Kontakt mit sich selbst und mit anderen zu treten. Innere Erfahrungs- und Erlebensräume werden über das Medium des bildnerischen Gestaltens zum Ausdruck gebracht. Malen und das Gestalten mit weiteren formgebenden kreativen Materialien sind immer auch ein seelischer Vorgang, der unbewusste Erfahrungen und Ressourcen in den bewussten äußeren Kontakt bringt. Im kunsttherapeutischen Ausdruck können in einer spielerischen und kreativen Vorgehensweise eigene innere Bilder entwickelt und in den Dialog gebracht werden. Das Gemalte und Gestaltete kann immer wieder verändert werden, bis eine innere und äußere Stimmigkeit entsteht. Dies ist ein aktiver Prozess und so werden wir zum aktiven Lebensgestalter bei gleichzeitiger Hingabe an das eigene innere kreative Potential. Über den künstlerischen Gestaltungsprozess können bisherige Denk- und Haltungsmuster betrachtet, weiterentwickelt und einer Wandlung unterzogen werden.  Hierüber werden Ressourcen gestärkt, Handlungsalternativen aufgezeigt und aktive Selbstheilungskräfte aktiviert.

     Farbspüren wird zu Lebensspüren.


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  • Physiotherapie, Krankengymnastik, Massage

    Im psychotherapeutischen Prozess kann auch die Behandlung funktioneller Beschwerden mit einbezogen oder für eine Zeit in den Vordergrund gestellt werden. Nach ärztlicher Diagnosestellung wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Je nach Krankheitsbild werden gezielt entspannende, harmonisierende oder kräftigende Techniken verwandt und spezielle Übungsabläufe für jeden Patienten erarbeitet und zusammengestellt. Dabei kommen zum Beispiel die Methoden der Physiotherapie, Krankengymnastik oder medizinischen Massage zur Anwendung.

     

  • Atem- und Rückenschule

    Die Körperhaltung spiegelt häufig unsere Haltung zum Leben wider. In dieser Gruppe werden der funktionelle Zusammenhang von Atmung und Haltung erläutert und aktive Atem- und Bewegungstechniken zur Harmonisierung vermittelt. Mittels verschiedener Atem- und Bewegungstechniken entstehen entlastende, aufgerichtete Haltungsformen der Wirbelsäule. Diese Haltungsformen und -erfahrungen werden in Alltagsbewegungen eingeflochten, sodass eine gesunde, wirbelsäulenfreundliche Lebensweise entstehen kann.

  • Theatertherapie

    „Der Mensch [hungere] nach Ausdruck, und sein Hunger nach Ausdruck ist zuerst Hunger nach Handlung, lange bevor es Hunger nach Worten ist“ (Moreno). Das Leben in einer verbalen Kultur, in der es darum geht, über Probleme reden zu wollen, lässt die Angst spätestens dann steigen, wenn Handeln gefragt ist. In der Theatertherapie geht es darum, den emotionalen Handlungsspielraum zu erweitern und sich zu trauen, sich lustvoll körperlich und emotional auszudrücken. In der Auseinandersetzung mit bisherigen Rollenanteilen und Verhaltensmustern können alternative Rollen erprobt und in das Leben integriert werden. Über die Distanz der Rolle im szenischen Spiel besteht die Möglichkeit, sehr dicht an eigenen biografischen Hintergründen zu arbeiten. Hier geht es um die Stärkung der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und anderen und um die Stärkung des eigenen kreativen Potentials. Über szenische Darstellungsarbeit, Bewegungs-, Tanz- und Stimmarbeit, Improvisationstheater, Maskenarbeit und Clownstheater geht es letztlich darum, den eigenen Handlungsspielraum für sich im Leben zu erweitern und hierüber Ich-Stärkung zu erfahren.

  • Tanztherapie

     "...es gibt einfach keine Worte, um das Gefühl der Freude, das Entzücken über sich selbst, die Lust am Dasein zu beschreiben, die den tanzenden Menschen umgibt."  (Trudi Schoop).
    Schon immer war Tanz ein wichtiges Ausdrucksmittel zur Verständigung und zur Bewältigung von Lebensereignissen. Der freie Tanz dient dem eigenen Ausdrücken, Verstehen und Verarbeiten von Gefühlen und Beziehungen. In der Tanztherapie bietet der Zugang über die Körpersprache die Möglichkeit, innere Handlungs- und Bewegungsimpulse zu erweitern und innere Gefühle in einen äußeren Ausdruck zu bringen. Was über Worte vielleicht schwer formuliert werden kann, kann über die Sprache des Körpers ausgedrückt werden. Alltägliche Bewegungsmuster und Gefühlsblockaden werden erfahrbar gemacht und können über die körperliche Bewegung im Tanz ausgedrückt werden. Das Einbeziehen des Körpers und dessen Gedächtnis (body-memory) ermöglichen auch die Berücksichtigung von erfahrenen vorsprachlichen Erlebnissen. Der erlebte Tanz wird zur Ausdrucksform für eigene Gefühle. Über freie und geführte Bewegungsfrequenzen allein und auch im Kontakt zu anderen werden neue Bewegungsmöglichkeiten und alternative Handlungsmodelle erlebt und erarbeitet, was dazu dient, die psychische Stabilität und Ich-Stärke zu fördern. Veränderungen auf der Bewegungsebene wirken auf die gesamte Persönlichkeit. Letztlich können über das tänzerische Erleben blockierte Lebensenergien freigesetzt und ein eigener Bewegungs- und Lebensausdruck gefunden werden.

  • Therapeutisches Karate

    Karate als eine bekannte Technik aus der Kampfkunst wurde mittlerweile von der WHO als therapeutische Sportart und allgemein als gesundheitsfördernd anerkannt. Jeder Mensch braucht im Lebensalltag eine Handlungssicherheit und Zugang zur inneren Klarheit, Kraft und zu seinen inneren vorhandenen Ressourcen. Karate verbessert die konditionellen Eigenschaften, führt zur Kraft, Flexibilität, Klarheit und Ausdauer, und kann zu Ruhe, Stärke und Selbstbewusstsein führen. In einem klar strukturierten Übungsraum kann hier auf spielerische Art und Weise gelernt werden, klare Signale zu setzen, sich seiner Eigenverantwortlichkeit bewusst zu werden und sich einer klaren inneren Entscheidungsfreudigkeit zu stellen.

  • Körpererfahrungen/Wahrnehmung und Begegnung

    Körper und Psyche bilden eine untrennbare Einheit. Psychische Beeinträchtigungen manifestieren sich über den Körper. Die eigene Körperwahrnehmung, die Wahrnehmung von Gefühlen, das Kommunikations- und Beziehungsverhalten kann eingeschränkt sein. Über erlebnisorientierte körpertherapeutische Gruppenangebote werden in spielerischen Wahrnehmungs-, Kontakt-, Atem-und Bewegungsübungen die eigene Körper- und Gefühlswahrnehmung geschult. So geht es darum, über den Körper wieder in äußere und innere Bewegung zu gelangen, mit Körperempfindungen und Gefühlen in tiefere Berührung zu kommen, um sich mehr und mehr für die eigene Lebendigkeit und Lebenskraft öffnen zu können. Letztlich hier das eigene Vertrauen in die Weisheit und Ausdrucksfähigkeit des Körpers wiederfinden, um auch in einem achtsamen Kontakt mit anderen Menschen gehen zu können.