uffenheim 2014

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Lebensführung

Der therapeutische Prozess ist geprägt von Förderung der Selbstführung und Eigenverantwortung. Im Heilungsprozess können Menschen lernen, ihr eigenes Leben und auch die Kontakt- und Beziehungsgestaltung zu ihren Mitmenschen so zu gestalten, wie es ihnen entspricht. Es ist wichtig, sich selbst in den verschiedensten alltäglichen Lebenssituationen zu organisieren und sich gut und selbst führen zu können, um den Kontakt zu sich, zu eigenen Bedürfnissen und Grenzen und zu anderen Menschen nicht zu verlieren. Um das leben zu können, ist es erforderlich, sich seiner eigenen Ziele und Visionen bewusst zu werden und jederzeit einen Zugang zu eigenen Ressourcen zu haben. Um diese Kompetenzen der Selbstregulation und –führung zu erlangen, bieten wir verschiedene Gruppenangebote im Rahmen des gesamttherapeutischen Konzeptes an.

Ein wichtiger Baustein zu Beginn des stationären therapeutischen Prozesses ist die Gruppe zur Selbststeuerung. In dieser Gruppe werden Fähig- und Fertigkeiten geübt, die dazu führen, sich selbst jederzeit in schwierigen Situationen steuern und regulieren zu können, sodass die Menschen in ihrer gegenwärtigen Handlungsfähigkeit bleiben können und beispielsweise nicht von Gefühlen überflutet werden. Hier geht es um die eigene Zentriertheit, den Umgang mit den eigenen Emotionen, und darum, sich selbst im Kontakt und in Beziehung wahrnehmen und im Kontakt mit anderen Menschen erleben zu können. In dieser Gruppe wird hierfür ein geeignetes Handwerkszeug an die Hand gegeben.


Ein weiterer Bestandteil des therapeutischen Angebotes ist ein Gruppenangebot zum Thema Selbst- und Lebensführung. Selbstführung meint hier die Fähigkeit, sich selbst Ziele setzen zu können, seine eigenen Lebensbereiche sinnvoll zu planen, ein effektives Zeit- und Stressmanagement zu besitzen, und die eigenen Vorsätze und Vorhaben auch umsetzen zu können. Ohne Selbstführung ist keine gesunde Lebensführung möglich. Lebensführung grundsätzlich bedeutet, sein eigenes Leben gestalten zu können, sich selbst gemäß der eigenen Lebensvisionen verwirklichen zu können, Partnerschaft, Familie und soziale Bezüge zu gestalten und Erfüllung in seinem beruflichen Handeln zu finden.


In der Gruppe Lebensführung wird Selbstführung im Entwickeln und Beurteilen der eigenen Ziele zunächst für den eigenen therapeutischen Prozess in der Klinik systematisch gelernt. Darüber hinaus werden wesentliche Themen des Lebens, wie der Umgang mit der eigenen Gesundheit, das Finden der eigenen Werte, die Entwicklung von Selbstvertrauen und der Umgang mit der eigenen Zeit, den bisherigen Stressmomenten und den eigenen Symptomen reflektiert und vertieft. Hier geht es um die Förderung von Eigenverantwortung, Selbst- und Mitbestimmung. Dies bietet die Möglichkeit, spezifische Strategien und Ressourcen entwickeln zu können.


Eine gute Lebensführung ist mit der Fähigkeit zur Kommunikation und Beziehungsgestaltung verbunden. Dies meint die Fähigkeit zum Dialog, zur Empathie, zu konstruktiver Kommunikation und zur Entfaltung von Beziehungen und Bindungen.  Im Rahmen der therapeutischen Gemeinschaft sowie auch in der wöchentlich stattfindenden Gruppe Beziehung und Kommunikation können diese grundlegenden Fähigkeiten beispielsweise der gewaltfreien Kommunikation (nach Rosenberg) geübt und das Beziehungsverständnis vertieft werden. Zudem erfahren hier die Menschen untereinander Verständnis, Akzeptanz und Toleranz ihres Denkens, Fühlens und Handelns.
Die Erfahrungen aus diesen Gruppenangeboten sind darüber hinaus eingebettet im therapeutischen Gesamtkontext und können in den Bezugsgruppen weiter geübt sowie auftretende Schwierigkeiten weiter vertieft und bearbeitet werden.