Parkklinik Heiligenfeld Indikationen 2012

facebook-icon

TwitterIcon

iicon-xing

Youtube Icon

google-plus-icon

pinterest

soundcloud 40x40

Ärzte und Therapeuten

"Wenn der Arztberuf krank macht"

Menschen in ärztlichen und therapeutischen Berufen gehen meist ganz in ihrer beruflichen Tätigkeit auf, was sinnerfüllend und belastend zugleich sein kann. Ärzte und Psychotherapeuten leisten häufig ein unerträgliches Maß an Überstunden und werden mit Dokumentationsaufgaben überfrachtet, so dass diese Berufe an Attraktivität verlieren, ebenso Studienabgänger in andere Fächer ausweichen. Therapeuten geraten häufig in das Dilemma des "hilflosen Helfers" und brennen aus, wenn sie tagaus tagein mit allen möglichen psychischen Leidensformen konfrontiert sind. Gleichzeitig fehlt eine Würdigung oder Anerkennung für das hohe Maß an Fürsorge und Engagement, das Ärzte und Therapeuten leisten.

Aktuelle Studien belegen:

  • 50 - 80% der Ärztinnen und Ärzte neigen zu Burnout.
  • Sie besitzen gegenüber anderen Berufsgruppen eine deutliche höhere Wahrscheinlichkeit an Burnout zu erkranken.
  • Die Suchtrate übersteigt den Durchschnitt in der Bevölkerung ungefährum das 1 1/2 bis 2-fache.
  • Die Suizidrate von Ärzten ist gegenüber der Allgemeinbevölkerung um ca. das 2 1/2-fache erhöht.
    (Quelle: Ärztezeitung Nr. 34, 08/09; Nr. 31, 08/09; Nr. 20, 05/07; Nr. 147, 08/00; Nr. 97, 01/00; Nr. 96 Heft 10, 03/99).

Sich einzugestehen, selbst Hilfe zu bedürfen, fällt Ärzten wie auch Therapeuten sehr schwer - sie sind ja diejenigen, die anderen helfen. Das hat zur Folge, dass viel zu spät psychotherapeutische Hilfe in
Anspruch genommen wird. Dabei ist es gerade für Ärzte wichtig, dass sie sich die gleiche Menschlichkeit und Gesundheitsförderung zugestehen, wie ihren Patienten.

 


Nachfolgend finden Sie Artikel und einen Vortrag vom Leitenden Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld Klaus Buch zu den Themen:  "Der kranke Heiler" in der Zeitschrift Der Allgemeinarzt,  "Am Ende fühlte ich mich nur noch wie eine Maschine" in der Marburger Bund Zeitung und den Vortrag zum Thema: "Burnout - Krisen bei Ärzten, ein vernachlässigtes Problem". Durch Klicken auf den Link kommen Sie zu einem PDF-Download.

pdfDer Allgemeinarzt: Der kranke Heiler

pdfMarburger Bund Zeitung: Am Ende fühlte ich mich nur noch wie eine Maschine

pdfVortrag Klaus Buch: Burn-out-Krisen bei Ärzten ein vernachlässigtes Problem


Hier können Sie den aktuellen Prospekt für Ärzte und Psychotherapeuten herunterladen:

pdfGanzheitliches psychosomatisches Behandlungskonzept für Ärzte und Psychotherapeuten


 Interview mit Dr. Joachim Galuska zum Behandlungskonzept für Ärzte und Therapeuten

  • Behandlungsindikationen

    Wir behandeln den gesamten Bereich psychosomatischer und psychischer Störungen. Menschen mit folgender Problematik werden bei uns aufgenommen:

    • Angstzustände und Depressionen jeder Art,
    • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden, wie Konzentrations- und Schlafstörungen,
    • Akute und chronische Belastungsreaktionen,
    • beginnende Abhängigkeitserkrankung,
    • Schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten, Unfälle und Krankheiten,
    • Psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-, Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden,
    • Berufliche und persönliche Identitätskrisen,
    • Persönlichkeitsstörungen,
    • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen,
    • Essstörungen, auch Übergewicht, Anorexie,
    • Beziehungs- und Sexualstörungen.

    Depressionen stellen bei Ärzten und Therapeuten die am häufigsten zu behandelnde Störung dar. Sie werden zu über 60 % als Hauptdiagnose gestellt, danach folgen Angststörungen, Belastungsstörungen, somatoforme Störungen und Suchterkrankungen als Hauptdiagnosen in unserer Klinik.

    aerzte behandlungsergebniss

  • Abhängigkeitserkrankungen bei Ärzten

    Der Arztberuf genießt sehr hohe gesellschaftliche Anerkennung. Das enorme Arbeitspensum und die große Verantwortung stellen jedoch eine große Belastung dar, die zur Entwicklung psychischer Erkrankungen beitragen kann. Manchmal stehen Angststörungen, depressive Erkrankungen und Belastungsreaktionen im Vordergrund; sekundär besteht oft auch eine Abhängigkeitsproblematik. Oft fehlt das Bewusstsein für das Vorliegen einer echten Erkrankung – speziell beim Thema Alkoholmissbrauch ist der Übergang aus einem Stadium des „kritischen“ Konsums fließend und die Problematik wird oft bei Genuss oder Entspannung eingeordnet und rationalisiert.
    Unabhängig davon, ob die komorbide Störung eine Folge der Abhängigkeitserkrankung, einen Auslöser für deren Entstehung darstellt oder ganz unabhängig davon besteht, ersetzt die Behandlung dieser Störungen nicht eine Therapie der Abhängigkeitserkrankung.
    Die Heiligenfeld Kliniken praktizieren in ihrem psychosomatischen Behandlungskonzept eine  Bewusstsein und Selbstwert vertiefende Haltung, die für die Entwicklung und Anwendung einer ganzheitlichen Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen im klinischen Alltag maßgeblich ist. Die Neu- oder Wiedergewinnung tiefster intrinsischer Werte der Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Selbstheilung und Gesundheitsförderung dient in diesem Behandlungsbereich dem Erlernen Abstinenz fördernder und Abstinenz sichernder Verhaltensweisen.

  • Gruppenpsychotherapie

    Therapieerfahrene Ärzte bzw. Psychologen leiten die Kerngruppe, die jeweils aus acht Personen besteht. In der vertrauensvollen Atmosphäre dieser Therapiegruppe, die sich dreimal wöchentlich vormittags für 100 Minuten trifft, werden die wesentlichen persönlichen Themen bearbeitet. Dort können auch die biographischen Wurzeln und systemischen Bedingungen der eigenen Verhaltens- und Erlebnisweisen aufgedeckt und verändert werden.

    Typische Inhalte dieser Arbeit sind:

    • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte  
    • Aufarbeitung traumatischer Ereignisse in der Lebensgeschichte
    • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten und Depressionen und irrationalen Einstellungen
    • Sinnfragen und weitere Lebensplanung
    • Individuelle Bedingungen und Behandlung bei Suchtproblematiken
    • Schwierige Familienkonstellationen
    • Aufarbeitung kritischer Ereignisse im beruflichen Kontext
    • Aufarbeitung des Syndroms des hilflosen Helfers

     

  • Spezialgruppe für Menschen in besonderer Verantwortung

    Für Ärzte, Psychotherapeuten und Menschen in Führungsverantwortung haben wir eine Gruppe eingerichtet, in der mit kreativ therapeutischen Methoden und psychoedukativen Elementen wesentliche Themen für ein erfolgreiches Selbstmanagement bearbeitet werden. Wesentliche Ziele sind die Wissensvermittlung und die Darstellung von "Werkzeugen" zur Anwendung im beruflichen und familiären Alltag. Darüber hinaus dient diese Gruppe zum Erfahrungsaustausch und der sozialen Vernetzung. Themen der Spezialgruppe für Menschen in verantwortlichen Positionen sind:

    Berufliche Identität

    • Selbstverständnis als Arzt bzw. Therapeut
    • Biographische Wurzeln
    • Systemische Aspekte

    Coping-Strategien

    • Stressmodelle und Belastungsfaktoren
    • Burnout-Prävention
    • Entspannung und Erholung

    Verantwortung und Kommunikation

    • Ausgewogenes verantwortliches Handeln
    • Selbstorganisation von Bedürfnissen
    • Organisation von Unterstützung und Netzwerken

    Work-life-Balance

    • Arbeitsorganisation und Zeitmanagement
    • Beruf, Familie, Freizeit

    Die strukturellen Bedingungen im Gesundheitssystem und ein unzureichendes Stress- und Selbstmanagement sind Mitursachen für ein Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit. Dies hat direkte Auswirkung auf das psychische und körperliche Wohlbefinden, so steht im Vordergrund dieser Gruppe das Gleichgewicht von Tun und Sein zu finden.

  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

        Veränderung des GAF-Mittelwerts

        Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

        QM Aerzte GAF

         

        Veränderung des ISR-Mittelwert

        Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

        QM Aerzte ISR

         

         

        Effektstärke

        Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

        QM Aerzte Effekt

         

         

        Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse