PK Fuehrungskraefte 2012

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Führungskräfte und Selbstständige

Burnout und Depressionen bei Führungskräften und Selbstständigen

"Wenn Führung zum Problem wird"

Der immer stärker werdende Wettbewerb am Markt, der Konkurrenzdruck im eigenen Unternehmen und hoch gesteckte persönliche Ziele führen zu immer höherer körperlicher und psychischer Belastung. Führungskräfte fühlen sich mit dem steigenden Leistungsdruck, der Komplexität ihres Aufgabenfeldes und der hohen Entscheidungsverantwortung alleine. Für viele ist es nur schwer möglich, sich selbst Grenzen einzugestehen, Warnsignale einer Burnout-Entwicklung wahrzunehmen und sich eine Auszeit für eine neue Orientierung einzuräumen.

Als Folgen dieser Entwicklung kommt es zu: 

  • Überforderung und Erschöpfungszustände
  • Berufliche Identitätsprobleme und Sinnkrisen
  • Depressionen
  • Diffusen Ängsten und Panikgefühlen
  • Psychosomatischen Erkrankungen
  • Entwicklung von Suchtverhalten
  • Konzentrationsstörungen und Kreativitätsstau
  • Störung der Life-Balance mit der Folge von Ehe- und Beziehungskrisen  

Angst wird in den Führungsetagen zum ständigen Begleiter

Fast 90% der Führungskräfte und Selbstständigen leiden unter Ängsten:

  • Angst, die Komplexität der Aufgaben nicht zu bewältigen und Fehler zu machen (35%)
  • Angst vor Konkurrenz aus den eigenen Reihen (25%)
  • Angst vor Kündigung und wirtschaftlichen Krisen (50%)

Angst stört das psychische Wohlbefinden und hat einen direkten Einfluss auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die Leistungsfähigkeit.

Sinnkrisen und Bilanzkrisen - Erfolg außen und Leere innen

Sinn- und Bilanzkrisen entstehen dadurch, dass sich Menschen nicht im Einklang mit ihrer Seele und sich nicht mit ihren innersten Anliegen verbunden fühlen. Trotz wirtschaftlicher und unternehmerischer Erfolge stellt sich bei vielen Führungskräften nach einigen Jahren das Gefühl innerer Leere ein, weil Karriere und Erfolg häufig nicht wirklich Sinn geben. Das Leben fühlt sich leer und oberflächlich an, es fehlt an Lebendigkeit, Freude und wirklicher Zufriedenheit.

Burnout und Herzinfarkt - "Symbole des Tüchtigen":

Burnout gilt in einer leistungsorientierten Gesellschaft als "akzeptiertes Krankheitsbild", nicht aber in den Unternehmen. Hohe Leistungsbereichschaft, Idealismus und Ehrgeiz sind der Treibstoff für die Leistungsträger in der Wirtschaft. Je weiter oben in der Karriereleiter, desto seltener melden sich Führungskräfte krank. Das bedeutet nicht, dass sie sich weniger krank fühlen oder krank sind als vielmehr, dass man sich "Krankheit nicht leisten kann". Doch gerade Leistungsträger brauchen einen achtsamen Umgang mit ihren Ressourcen und schöpferische Pausen.


Der Ärztliche Direktor der Heiligenfeld Kliniken Dr. Joachim Galuska äußerte sich zu den Behandlungsmöglichkeiten von Burn-out im Interview in der Zeitschrift managerSeminare. Nachfolgend können Sie den Artikel herunterladen.

pdfManagerSeminare: Es gibt keinen Königsweg-Burnout-Behandlung.pdf


Hier können Sie den aktuellen Prospekt für Führungskräfte herunterladen:

pdfGanzheitliches psychosomatisches Behandlungskonzept für Führungskräfte

Hier können Sie unseren aktuellen Führungskräfte-Newsletter herunterladen:

pdfFührungskräfte-Newsletter

Hier können Sie unseren aktuellen Newsletter für selbstständige Unternehmer herunterladen:

pdfNewsletter für selbstständige Unternehmer


 

Im Folgenden sehen Sie ein Interview mit Dr. Joachim Galuska zum Behandlungskonzept für Führungskräfte und ein Gespräch zum Thema mit Corinna Schumm, Gesundheitsreferentin der Heiligenfeld Kliniken.

 

 

  • Behandlungsindikationen

    Ängste, Depressionen, Erschöpfungszustände und Sinnkrisen sind die häufigsten Beschwerden bei Führungskräften und Selbstständigen. Menschen mit hoher beruflicher Verantwortung neigen dazu, diesen Symptomen keine Beachtung zu geben oder versuchen, sie selbst wieder in den Griff zu bekommen. Seelische Probleme gelten als Zeichen von Schwäche und passen nicht zum Selbstverständnis und Selbstbild von beruflich Erfolgreichen. Dies hat zur Folge, dass viele Führungskräfte erst sehr spät professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

     Wir behandeln folgende Probleme und Beschwerden:    

    • Ängste und Angstzustände
    • Depressionen und Gefühle von Niedergeschlagenheit und Perspektivlosigkeit
    • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände mit körperlicher Symptomatik und Konzentrations- und Schlafstörungen
    • Deutlicher Abfall der professionellen Leistungsfähigkeit
    • Psychosomatische Störungen mit Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
    • Berufliche und persönliche Identitätskrisen
    • Sinnkrisen, Lebenskrisen, Glaubenskrisen
    • Partnerschaftsprobleme und Beziehungsstörungen
    • beginnende Abhängigkeitserkrankung
    • Schwere Krisen im Zusammenhang mit Fusionen, Outplacement, Karrierestau
    • Psychosomatische Folgen von Unfairness und Mobbing

     

  • Abhängigkeitserkrankungen bei Führungskräften

    Dass Entspannung gerade für Menschen in stressbelasteten und verantwortungsvollen beruflichen Positionen sehr wichtig ist, steht außer Frage. Substanzen wie Alkohol und Medikamente ebenso wie Spiele und exzessives Einkaufen können beispielsweise dem Stress momentan entgegenwirken. Wenn aber aus einer zunächst entlastenden und genussvollen Gewohnheit "kritischer" Konsum wird, kommt es oft zu einer manifesten Abhängigkeitserkrankung, für die eine stationäre Behandlung erforderlich ist.  
    Die Heiligenfeld Kliniken praktizieren in ihrem psychosomatischen Behandlungskonzept eine  Bewusstsein und Selbstwert vertiefende Haltung, die für die Entwicklung und Anwendung einer ganzheitlichen Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen im klinischen Alltag maßgeblich ist. Die Neu- oder Wiedergewinnung tiefster intrinsischer Werte der Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Selbstheilung und Gesundheitsförderung dient in diesem Behandlungsbereich dem Erlernen Abstinenz fördernder und Abstinenz sichernder Verhaltensweisen.

  • Gruppenpsychotherapie

    Therapieerfahrene Ärzte und Psychologen leiten die Kerngruppe, die jeweils aus acht Personen besteht. In der vertrauensvollen Atmosphäre dieser Gruppe, die sich dreimal wöchentlich vormittags für 100 Minuten trifft, werden die wesentlichen persönlichen Themen therapeutisch bearbeitet. In dieser Kerngruppe können die biographischen Wurzeln der eigenen Verhaltens- und Erlebnisweisen aufgedeckt und verändert werden.

    Typische Inhalte dieser Arbeit:

    • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte
    • Aufarbeitung traumatischer Ereignisse in der Lebensgeschichte
    • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten und Depressionen und irrationalen Einstellungen
    • schwierige Familienkonstellationen
    • individuelle Bedingungen für Suchtstrukturen
    • persönlichkeitsspezifische Faktoren für Karriereeinbrüche
    • Sinnfragen und weitere Lebensplanung
    • Aufarbeitung kritischer Ereignisse im beruflichen Kontext
  • Spezialgruppe für Menschen in besonderer beruflicher Verantwortung

    Für Führungskräfte und Selbstständige haben wir eine Gruppe eingerichtet, in der mit kreativ-therapeutischen Methoden und psychoedukativen Elementen wesentlicheThemen für ein erfolgreiches Selbstmanagement bearbeitet werden. Wesentliche Ziele sind die Wissensvermittlung und die Darstellung von "Werkzeugen" zur Anwendung im beruflichen und familiären Alltag. Darüber hinaus dient diese Gruppe zum Erfahrungsaustausch und der sozialen Vernetzung.

    Themenfelder der Spezialgruppe:

    Berufliche Identität

    • Selbstverständnis als Führungskraft
    • Erfolg und Zufriedenheit
    • Status, Rolle, Macht

    Copingstrategien

    • Stressmodelle und Belastungsfaktoren
    • Burnout-Prävention
    • Entspannung und Erholung

    Führung und Kommunikation

    • Selbstführung und Führung anderer
    • Konfliktmanagement und Mediation

    Life-Balance

    • Arbeitorganisation und Zeitmanagement
    • Beruf, Familie, Freizeit
  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

        Veränderung des GAF-Mittelwerts

        Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

        QM Fuehrungskraefte GAF

         

        Veränderung des ISR-Mittelwert

        Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

        QM Fuehrungskraefte ISR

         

         

        Effektstärke

        Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

        QM Fuehrungskraefte Effekt

         

         

        Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse