PK Borderline 2012

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Psychische Belastungen durch Borderline-Erkrankungen

Leben an der Grenze

Jeder erkrankte Mensch versucht seine Erkrankung und Behandlung individuell zu bewältigen.

Menschen mit Borderlinestörung oder anderen Persönlichkeitsstörungen stehen zum Zeitpunkt akuter Krisensituationen in der Regel jedoch nur wenig eigene Ressourcen und günstige Strategien zur Bewältigung zur Verfügung.

Krisen sind meist eine beängstigende und verstörende Erfahrung, beeinträchtigen zutiefst die Bindung zu vertrauten Menschen und bewirken häufig Einsamkeit, tiefe Verzweiflung, ein Gefühl von Ausweglosigkeit, Scham- und Schulderleben, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Sorgen. Die Fähigkeit zur Bewältigung der Krise wird dadurch weiter geschwächt, ein Teufelskreis entsteht.

Zur Unterstützung der Betroffenen ist hier ein therapeutisches Konzept gefragt, das individuelle Ressourcen weckt und stärkt, existenziellen Ängsten mit konstruktiven Veränderungsimpulsen begegnet und die Störung verstehbar macht.

Die Heiligenfeld Kliniken bieten für Menschen mit schweren psychischen Störungen ein spezifisches integratives Behandlungskonzept und einen besonderen Ort - eine Atmosphäre der Achtsamkeit und des Respekts und einen liebevollen Umgang miteinander. Gerade für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitszügen ist das Erleben klarer, verlässlicher und nachvollziehbarer Beziehungen ein wichtiger Schritt, um wieder Vertrauen in andere Menschen und letztlich in das Leben selbst zu gewinnen. Daher liegt ein therapeutischer Schwerpunkt auf der Unterstützung heilsamer Bindung, sowohl zwischen Patient und Therapeuten, als auch auf der Ebene der Patientengemeinschaft.

Die psychosomatische/psychiatrische Behandlung erfolgt bei jedem Einzelnen nach einem individuell abgestimmten Behandlungsplan.

  • PATIENTEN – CHECKLISTE Borderline-Störungen

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    anhand dieser Checkliste können Sie die Frage, ob bei Ihnen Persönlichkeitsanteile einer Borderline-Störung vorliegen, untersuchen.

    Diese Checkliste versetzt Sie in die Lage eine Selbsteinschätzung möglicher Borderline-Aspekte Ihrer Persönlichkeit durchzuführen.
    Sie wurde anhand der international herausgegebenen Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem ICD 10 zusammengestellt... [ weiter ]

  • Behandlungsindikationen für die psychiatrische Behandlung

    Indikationen

    • Trauma bei Instabilität im ambulanten Setting
    • Phasen mit erhöhtem Selbstverletzungsdruck und Suizidalität (bei gegebener Absprache- und Bündnisfähigkeit)
    • Komorbidität, z. B. Posttramatische Belastungsstörung, Depressionen, Ängste, Essstörungen, süchtiges Verhalten (bei Alkohol/Drogen ist die Abstinenzfähigkeit Voraussetzung)
    • krisenhafe Einbrüche nach einschneidenden Lebensereignissen (z. B. Trennung, Tod, Verlust des Arbeitsplatzes etc.)
    • wiederholte eskalierende Konflikte in der Familie, Partnerschaft oder am Arbeitsplatz

    Gegenanzeigen

    • Patienten, deren Fremd- oder Selbstgefährdung die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung erforderlich macht
    • Patienten mit Suchterkrankungen, die noch nicht entgiftet sind oder bei deren Pathologie eine spezielle Suchteinrichtung notwendig ist
    • Patienten, bei denen primär eine organische, z. B. internistische, orthopädische oder neurologische stationäre Behandlung erforderlich ist
    • Patienten, bei denen eine Psychose (z. B. akut schizophrene oder manisch-depressive Psychose) oder eine geistige Behinderung im Vordergrund steht
    • Patienten mit stark eingeschränkter Geh-/Bewegungsfähigkeit (z. B. durch Körperbehinderung, massives Übergewicht, extreme körperliche Schwäche)

     

  • Therapieangebote

    Als Therapien werden auf den Einzelfall bezogen folgende therapeutische Ansätze eingesetzt:

    • unterschiedliche Zugangsweisen zum Erleben durch körperbezogene Therapien, gestalterische Medien, Musik, Entspannung oder Imagination, Aggressionsarbeit, Therapeutisches Reiten, Rhythmustherapie,
    • strukturbildende oder stabilisierende Methoden
    • ressourcenaktivierende Methoden in Bewegungs-, Musik- und kreativer Therapie,
    • themenbezogene Gruppen über Tod und Sterblichkeit, Sexualität,
    • Förderung von lebenspraktischen Kompetenzen durch Lebensführung, Beziehung und Kommunikation,
    • funktionell wirksame Therapien wie Physikalische Therapie, Sport und Gymnastik, Entspannungsverfahren,
    • nährende und unterstützende Therapien, wie die Wassertherapien, meditative und imaginative Methoden.
  • Behandlungsleitlinie Borderline - Patientenversion

  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

    Veränderung des GAF-Mittelwerts

    Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

    QM Borderline GAF

     

    Veränderung des ISR-Mittelwert

    Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

    QM Borderline ISR

     

    Effektstärke

    Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

    QM Borderline Effekt

     

    Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse

 


Hier können Sie sich den aktuellen Prospekt für Borderline-Erkrankte herunterladen:

pdfBorderline-Erkrankung