PK Essstoerungen 2012

facebook-icon

TwitterIcon

iicon-xing

Youtube Icon

google-plus-icon

pinterest

soundcloud 40x40

 Essstörungen und Adipositas

 "Wenn sich die Welt nur noch ums Essen dreht"

Für viele Menschen stellt "Essen und Gewicht" das beherrschende Thema ihres Lebensalltags dar. Ihre Gedanken und Aktivitäten kreisen um das Essen oder Nicht-Essen, um Gewicht und Aussehen, um Diäten und Kalorien.
Das Essen und Trinken dient dann längst nicht mehr einer genussreichen Befriedigung von Durst und Hunger, es erfolgt vielmehr in einem tieferen Bedeutungszusammenhang mit anderen körperlichen, psychischen, seelischen und sozialen Bedürfnissen. Dort, wo elementare menschliche Bedürfnisse nicht gestillt werden, dient das Essen häufig als Ersatz. Was nicht selten einmal als "Trost-Trüffel" oder "Frühlingsdiät" begann, hat sich mit den Jahren zu einer manifesten Essstörung mit körperlichen und psychischen Symptomen ausgeweitet. Davon betroffen sind in Deutschland mittlerweile mehr als 5 Millionen Menschen, zu 90 % Frauen. Immer häufiger finden Essstörungen bereits in der Kinder- und Schulzeit ihre Entstehung. In den letzten 15 Jahren haben sich die Anzahl übergewichtiger und ess-brech-süchtiger Schulabgänger nahezu verdoppelt.

Essstörungen wirken in alle Lebensbereiche der Erkrankten hinein: Beruf, Beziehungen, Alltag. Die Ursachen von Essstörungen sind äußerst komplex und individuell.

Für eine effektive Behandlung erweist sich daher ein ganzheitliches Konzept in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Ärzten und Therapeuten verschiedener Spezialisierungen als hilfreich. Um tiefe Ursachen der Erkrankung in intensiver Bearbeitung zu entdecken, zeigt sich eine stationäre Therapie als wirksam.

Neu in unserer Parkklinik Heiligenfeld ist ein Konzept für übergewichtige Patienten (Body Mass Index über 30). Wir bieten ganzheitliche Ernährungsformen und ein individuelles Bewegungs- und Therapieprogramm.

Die vertrauensvolle, nährende Atmosphäre der therapeutischen Gemeinschaft bietet in der Therapie von Essstörungen und Adipositas außerdem ein gutes Feld, um neue Verhaltensweisen einzuüben. Die Heiligenfeld Kliniken bieten Menschen mit Essstörungen einen heilsamen Ort.


 

Hier können Sie den aktuellen Prospekt für Menschen mit Essstörungen und Adipositas herunterladen:

pdfGanzheitliches psychosomatisches Behandlungskonzept für Menschen mit Essstörungen

pdfGanzheitliches psychosomatisches Behandlungskonzept für Menschen mit Adipositas

  • PATIENTEN - CHECKLISTE Essstörungen

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    anhand dieser Checkliste können Sie die Frage untersuchen, ob bei Ihnen eine Essstörung vorliegt. Diese Checkliste versetzt Sie in die Lage eine Selbsteinschätzung Ihres Problems mit regelmäßigem und den Bedürfnissen Ihres Körpers angepasstem Essen durchzuführen.

    Sie wurde anhand der international herausgegebenen Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem ICD 10 und der amerikanischen Klassifikation psychischer Erkrankungen DSM IV zusammengestellt... [ weiter ]

  • Behandlungsindikationen für Menschen mit Essstörungen und Adipositas

    Wir behandeln den gesamten Bereich psychosomatischer und seelischer Störungen. Essstörungen sind eine spezielle Behandlungsindikation. Aufnahme in unsere Klinik finden insbesondere Menschen mit folgenden Essstörungen:

    • Magersucht
    • latente Esssucht
    • Ess-Brech-Sucht
    • Essstörungen mit massivem Übergewicht

    Bei der Aufnahme sollte ein Body Mass Index (BMI) von mindestens 15 vorhanden sein. (BMI = Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat).
    Essstörungen treten häufig in Kombination mit anderen psychischen Störungen auf, die ebenfalls mitbehandelt werden.

    Als Begleiterkrankungen treten typischerweise auf:

    • Depressive Störungen
    • Angsterkrankungen
    • Posttraumatische Belastungsstörungen
    • Borderline-Störungen
    • Medikamentenmissbrauch
    • beginnende Abhängigkeitserkrankung

    BMI Rechner

    Gewicht: in KG
    Größe: in cm


    - Auswertung -

    (c) BMI-Rechner.biz | Body Mass Index

  • Ganzheitliche stationäre Psychotherapie bei psychogenen Essstörungen und Adipositas

    Essstörungen sind Erkrankungen, die sich durch ein gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper äußern.
    Menschen die unter Essstörungen leiden, haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie sich entschließen, sich helfen zu lassen. Ihre Scham ist oft so groß, dass sie sich niemanden anvertrauen möchten. Wer essgestört ist, zieht sich nicht selten aus Beziehungen und Familien in die Heimlichkeit zurück.

    Als vorrangige Therapieziele werden angesehen:

    • Wiederaufbau eines angemessenen Essverhaltens
    • Kontrolle und Begrenzung von zerstörerischen Impulsen und Verhaltensweisen
    • Entwicklung eines positiven Selbstbildes und Veränderung ungünstiger Einstellungen im Bereich Figur, Gewicht, Ernährung
    • Verbesserung des Selbstwertgefühls und Erweiterung der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
    • Verarbeitung traumatischer Erlebnisse

    Heilende Kraft hat unserer Erfahrung nach die Verbindung allgemein wirksamer Therapieangebote mit krankheitsspezifischen Angeboten.

    Die Behandlung von Patienten mit Essstörungen folgt klinikinternen klinischen Leitlinien und Behandlungspfaden. Diese wurden gemäß der evidenzbasierten Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und der eigenen klinischen Erfahrungen entwickelt und spezifiziert. Aus ihnen heraus wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt, der die besondere persönliche Situation berücksichtigt.

  • Elemente der Behandlung von Essstörungen und Adipositas

    Jeder Patient nimmt sowohl an einer allgemeinen Psychotherapiegruppe, der sogenannten Kerngruppe, als auch an der Spezialgruppe für Essstörungen teil. Darüber hinaus werden je nach Beschwerdebild weitere spezifische Therapien durchgeführt.

    Gruppenpsychotherapie in der Kerngruppe

    Die Gruppenpsychotherapie findet dreimal wöchentlich statt und dauert jeweils 100 Minuten. So bildet sie den Kern der Behandlung. Hier besteht die Möglichkeit, sich in einer unterstützenden und tragenden Atmosphäre zu öffnen, Klarheit zu gewinnen und eine Neuorientierung zu erreichen. Meist sind vergangene Erlebnisse durchzuarbeiten und neue Schritte auszuprobieren. Die therapeutische Methode betont die Lebendigkeit der Menschen. Neben dem Gruppengespräch werden daher Übungen, dramatisches Spiel, Zeichnen Phantasiereisen, Tanz, Bewegung usw. eingesetzt.

  • Spezialgruppe für Essstörungen und Adipositas

    Informationen und Übungen zur Verhaltensänderung stehen bei dieser Therapiegruppe im Vordergrund.

    Es werden allgemeine Informationen über die Erkrankung, ihre Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten gegeben. Zentrale Themen zur Problematik von Essstörungen werden vermittelt und die Bedeutung für die eigene Krankheitsverarbeitung und Verhaltensänderung  erlebbar gemacht.

    Neue Wege und Handlungsalternativen können nach entsprechender Wissensvermittlung in Kleingruppen eingeübt werden, damit sie als "Werkzeuge" im Alltag eingesetzt und erprobt werden können. Darüber hinaus dient diese Gruppe dem Erfahrungsaustausch und bei Bedarf der sozialen Vernetzung.

    Wesentliche Elemente der Spezialgruppe für Essstörungen:

    • wöchentlich stattfindende Essgestörtengruppe
    • Gemeinsames Patensystem zur gegenseitigen Unterstützung
    • "Esslerntagebuch"
    • Hilfestellungen zu einem guten Gewichtsmanagement, zur Gewichtsnormalisierung, beispielsweise durch portioniertes Essen
    • Strukturbildende Bewegungstherapien zur Schulung der Körperwahrnehmung und Wiederherstellung des Bezugs zum eigenen Körper
    • Regelmäßige Treffen mit Ernährungsberatern
    • Übungen zum Selbstmanagement und zur Selbstführung für die therapiefreie Zeit, insbesondere für das Wochenende

     

  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

    Veränderung des GAF-Mittelwerts

    Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

    QM essstoerung GAF

     

    Veränderung des ISR-Mittelwert

    Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

    QM essstoerung ISR

     

    Effektstärke

    Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

    QM essstoerung Effekt

     

    Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse

  • Behandlungsleitlinie Essstörung - Patientenversion