Paartherapie 2013

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Paarbehandlung in der Parkklinik Heiligenfeld

Psychische Störungen stellen nicht nur für den erkrankten Menschen eine erhebliche Belastung dar, sondern auch für die Beziehungen, in denen sich dieser Mensch zum Zeitpunkt seiner Erkrankung befindet. Die Schwierigkeiten zeigen sich dabei vor allem in den Bereichen Kommunikation, Gefühlsleben und Sexualität. Ist einer der Partner in therapeutischer Behandlung, erweisen sich schwierige partnerschaftliche Bedingungen als Faktor, der einen Rückfall oder eine erneute Verschlechterung der Beschwerden wahrscheinlicher macht.
Forscher gehen sogar davon aus, dass der Partner durch Zuwendung, Entlastung, Überbehütung oder andere Verhaltensweisen die Beschwerden verstärken kann. Sie plädieren dafür, dass z. B. Therapien bei Depressionen wann immer möglich, unter Einbezug des Partners erfolgen.
Auch bei Abhängigkeitserkrankungen zeigt sich die Problematik besonders in Paarbeziehungen. Häufig gelingt eine Stabilisierung und Distanzierung nur gemeinsam. Bei einer gemeinsamen Behandlung können Co-Abhängigkeit und Abhängigkeit gleichzeitig ernst genommen und behandelt werden, und es kann so ein realistischer Transfer in den Alltag nachhaltig gelingen.
Allgemein gilt, dass eine gemeinsame Behandlung gewährleisten kann, dass beide Partner aus zerstörerischen Mustern aussteigen und z. B. die biographische Ursachen ihrer Depressionen bearbeiten. Unbewusste destruktive Zusammenspiele eines Paares und deren zugrunde liegenden Konflikte können in einer gemeinsamen Arbeit leichter aufgedeckt werden. Dadurch ist die Behandlung stärker und nachhaltiger wirksam.
Auch chronische körperliche Erkrankungen eines Partners üben einen großen Effekt auf die Partnerschaft aus und führen mitunter zu erheblichen psychischen Belastungen des körperlich gesunden Partners.


Hier können Sie den aktuellen Prospekt zur Paarbehandlung in der Parkklinik Heiligenfeld herunterladen:

pdfPaarbehandlung in der Parkklinik Heiligenfeld

  • Behandlungsindikationen

    Eine stationäre Paartherapie ist hilfreich, wenn Partner an
    einer der folgenden Erkrankungen leiden:

     

    • Depressive Störungen aller Art
    • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und beginnendes
    • Erschöpfungssyndrome, Burnout-Zustände
    • Akute und chronische Belastungsreaktionen
    • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Bilanzkrisen
    • Berufliche und persönliche Identitätsstörungen
    • Angststörungen, Panikattacken, Phobien
    • Beginnende Abhängigkeitserkrankung
    • Essstörungen; auch Anorexie oder Übergewicht
    • Psychosomatische Erkrankungen
    • Chronische Schmerzzustände
    • Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen
  • Abhängigkeitserkrankungen bei Paaren

     Bei Abhängigkeitserkrankungen versuchen die Betroffenen oft - in der trügerischen Überzeugung, dieses Problem alleine bewältigen zu können - diese Entwicklung vor der Umgebung zu verstecken. Sie verbrauchen viel physische und psychische Kraft, um ihre Erkrankung zu vertuschen und ein "normales" gesellschaftliches Leben vorzutäuschen. Früher oder später wird das unmittelbare soziale Umfeld – z. B. der Lebenspartner  - mit einbezogen: Diese helfen unbewusst dabei, ein Konstrukt aus Lügen, Ausreden und Verharmlosungen aufzubauen.

    Die Partner handeln oft in der festen Überzeugung, dem Betroffenen damit zu unterstützen. Auf diese Weise "helfen" co-abhängige  Angehörige " unter großem Kraftaufwand oft über viele Jahre. Tatsächlich tragen sie aber durch ihr Verhalten dazu bei, dass der Abhängige seine Sucht aufrechterhalten kann. Denn er muss keine Verantwortung dafür übernehmen. Anstatt tatsächlich zu helfen, verlängert so der Co-Abhängige den Krankheitsverlauf des Suchtkranken. Je mehr der Konsum außer Kontrolle gerät, desto mehr hat der Co-Abhängige das Gefühl, zu versagen und gerät selbst an die Grenze seiner körperlichen und seelischen Kräfte. Viele stressbedingte Symptome bis hin zu ausgeprägten körperlichen und psychosomatischen Erkrankungen sind die Folge. Die mitleidenden Helfer werden selbst zu Leidenden.

    In der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen können Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen oder Co-Abhängigkeit aufgenommen werden. Seit 2010 besteht hierfür ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Wichtigstes Ziel der Behandlung in der Parkklinik ist die Neu- oder Wiedergewinnung tiefster eigener innerer Werte wie Selbstbestimmung, Selbstheilung und Gesundheitsförderung.

     

  • Therapiekonzept der Paartherapie

     

    Die Behandlung beinhaltet drei Gruppentherapien mit jeweils 100 Minuten in der Woche. Dort werden zugrunde liegende Konflikte individuell bearbeitet. Die Inhalte sind auf die besondere Thematik von Paaren abgestimmt. Die Paare haben regelmäßig therapeutische Paargespräche.
    Entsprechend des Therapieprozesses werden dort Strukturen erarbeitet, um sinnvoll Hintergrundkonflikte und aktuelle Konflikte bearbeiten zu können und an deren Stelle gesunde Strukturen zu etablieren. Die Paare lernen Kommunikationsmodelle und Konfliktlösungsstrategien in speziellen Gruppen.
    In weiteren Gruppen werden gemeinsame Verstrickungen aus Herkunftssystemen aufgedeckt. Ebenso können gemeinsam Techniken der Entspannung, Konzentration und Sammlung erlernt werden. Die Paare können individuell an kreativen und körpertherapeutischen
    Gruppen teilnehmen. Ziel der Behandlung ist, gemeinsame Wege aus ihren Grunderkrankungen zu finden. Bei spezifisch geschulten Ärzten oder Psychologen finden regelmäßig Einzelgespräche statt. An Angehörigentagen können weitere Familienmitglieder oder Freunde in die Therapie
    einbezogen werden. Unter therapeutischer Begleitung und Anleitung werden gemeinsame sinnvolle Freizeitaktivitäten erarbeitet.