PK Krisengruppe 2012

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Psychosomatische Kurzzeittherapie

Für Patienten in akuten Krisen oder extremen Belastungssituationen, in denen die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen, kann eine psychosomatische Kurzzeittherapie zu sofortiger Entlastung und Stabilisierung führen. Mit besonderem Augenmerk auf die aktuelle Situation des Patienten kann die Krise entschärft und der Weg zu besseren Bewältigungsstrategien gefunden werden.
Die Parkklinik Heiligenfeld bietet für privatversicherte Patienten eine psychosomatische Kurzzeittherapie über drei bis vier Wochen an.

Diese Art der stationären Therapie ist sinnvoll bei

  • akuten psychischen Krisen als Reaktion auf schwere Belastungen, entscheidenden Lebensveränderungen und Verlusterlebnissen,
  • Rückfallepisoden bei bestehenden rezidivierenden psychischen Erkrankungen, wie z. B. Depressionen oder Angsterkrankungen,
  • Entwicklungs- und Identitätskrisen bei Änderung der Lebensumstände,
  • akuter Symptomatik im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung nach traumatischen Erlebnissen, insbesondere physischer und psychischer Gewalt,
  • stark belastenden Situationen am Arbeitsplatz, z. B. Mobbing.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Eine ambulante Behandlung zur Stabilisierung ist nicht ausreichend oder kann nicht erfolgen,
  • Herausnahme aus dem häuslichen Umfeld ist nötig,
  • Versagen eigener Bewältigungskompetenzen,
  • ein Auftrag im Sinne eines Ziels für den Kurzzeitaufenthalt lässt sich vereinbaren,
  • ausreichende Kooperationsbereitschaft und Fähigkeit zur psychotherapeutischen Behandlung bestehen.

Kontraindikationen

  • Akute Selbst- oder Fremdgefährdung,
  • akute psychiatrische Krankheitsphase,
  • fehlende Absprachefähigkeit bei Suizidalität,
  • dekompensierte Abhängigkeitserkrankung.

Behandlungskonzept

Das Behandlungskonzept beruht auf einem bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis und auf stabilisierenden und entlastenden Interventionsstrategien. Körperliche und seelische Belastungsfaktoren werden ebenso berücksichtigt wie soziale, familiäre oder berufliche Stressfaktoren. Dabei liegt der Fokus der Behandlung auf den Faktoren, die zur Auslösung der aktuellen Krise geführt haben.

Aufeinander abgestimmte Einzel- und Gruppenarbeit

Die Behandlung beinhaltet drei Gruppentherapien mit jeweils 100 Minuten in der Woche sowie zwei bis drei Einzelgespräche bei spezifisch geschulten Ärzten oder Psychologen. Inhaltlich auf die besondere Thematik der Selbstbewältigung von Krisen abgestimmt, unterstützen sechs Tage in der Woche gesprächstherapeutische und psychoedukative sowie kreativtherapeutische Gruppen die resourcenorientierte Psychotherapie. Beratung in sozialtherapeutischen Fragen durch Sozialtherapeuten und Einzelkontakte mit co-therapeutisch geschultem Pflegepersonal runden das Programm ab. So entstehen tägliche Kontakte zu den Behandlern, den Sozialtherapeuten und dem Pflegepersonal. Spezielle Selbststeuerungs und Selbstführungs- sowie Körperwahrnehmungsgruppen stärken die Basisfähigkeit, mit zukünftigen Krisen besser umgehen zu können.

Dauer der Behandlung

Die Kurzzeittherapie dauert drei bis maximal vier Wochen. Nach Erkennen und Benennen des aktuellen Problems wird die Behandlung darauf fokussiert, dieses zu entschärfen, Bewältigungsstrategien zu erarbeiten, eine Stabilisierung zu erreichen und die Basiskompetenzen des Patienten wieder herzustellen.

Der Schutzraum “Klinik”

Die Krisengruppe bietet familiäre Atmosphäre, Schutz und Geborgenheit. Auch die Wochenenden werden aktiv vorbereitet, damit für die Verarbeitung der Eindrücke während der Woche ausreichend Platz ist. Andererseits können therapeutische Aufträge erteilt werden, etwa zur aktiven Freizeitgestaltung mit bewusstem Wechsel von Anspannung zu Entspannung, was zu einer Erholung und Kräftigung führt.

Beschränkung der Aufenthaltsdauer

Eine von vornherein begrenzte Aufenthaltsdauer bietet entlastende zeitliche Klarheit für alle Beteiligten und stellt ein deutliches Signal dar, den Fokus auf die Krisenbewältigung zu legen.

Umfassende stationäre Psychotherapie

Eine umfassende stationäre Psychotherapie dauert mindestens sechs Wochen, wenn man ausreichende und langzeitstabile Besserung bewirken will (Studie des MDK Rheinland-Pfalz). Im Rahmen der Krisenbearbeitung kann sich herausstellen, dass eine solche umfassende Psychotherapie indiziert erscheint. Diese kann dann bei entsprechender Indikation zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.