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Burnout-Ursachen

Fotolia 34374013 LlichtmeisterAngesichts der zunehmenden psychosozialen Belastung des einzelnen Menschen durch die zunehmende Fülle an inneren und äußeren Reizen und Anforderungen, erscheint seine Fähigkeit zur Selbststeuerung und Selbstführung zunehmend überlastet und überfordert.

Parallel dazu nimmt in der heutigen Zeit die Fähigkeit ab, Beziehungen einzugehen Die Menschen haben weniger tragfähige Beziehungen und sind weniger eingebunden in soziale Systeme, so dass es insbesondere bei psychosozialen Problemlagen oder Krisen leicht zu einer Dekompensation kommen kann.

Ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ursachen könnte darin liegen, dass durch die Reduzierung der sozialen Teilhabe an Familie, Dorfzusammenhang und anderen engeren sozialen Beziehungen sich zugleich die regulierende und kontrollierende Funktion der Gemeinschaft auf den Einzelnen ebenfalls reduziert hat. Wenn nun die sozialen Steuerungsformen der psychosozialen Situation des Einzelnen wegfallen, muss die Selbstregulation stärker in den Vordergrund treten.

Fachleute haben Ursachen im gesellschaftlichen und individuellen Bereich identifiziert.

  • Individuelle Ursachen

    Die psychosoziale Überforderung des Einzelnen durch individuelle und gesellschaftliche Stressoren wie z. B. Leistungsanforderungen, Informationsüberflutung, seelische Verletzungen, und Konsumverführungen führen dazu, dass wir uns immer weniger an unseren inneren Werten orientieren. Viele Menschen streben immer mehr nach äußeren Werten wie Geld, Macht, Status, ohne sich dabei die Frage zu stellen: "Was will ich eigentlich im Leben?" Sie geraten in eine Phase, in der sie sich selbst überfordern, in der sie aus der eigenen Mitte geraten. In dieser Phase der Überspannung und der Überaktivität geht der Kontakt zu den inneren Signalen, zu sich selbst, verloren.
    Besonders bei Menschen, die sehr verantwortlich und sehr perfektionistisch sind, die sich etwas beweisen wollen und sehr engagiert sind, steigert sich diese Entwicklung bis an einen Punkt, an dem die der Organismus das nicht mehr ertragen kann und es zum Zusammenbruch kommt.

     

    Früher galten hauptsächlich Menschen in sozialen und pflegerischen Berufen als besonders gefährdet. Auch wurde Burnout lange Zeit als Managerkrankheit diskutiert. Mittlerweile ist eine sehr gefährdete Berufsgruppe unserer Gesellschaft die der Lehrerinnen und Lehrer. Aber auch bei Ärzten ist Burnout verbreitet. Die prominenten Burnout-Betroffenen, von denen wir in den Medien erfahren, kommen häufig aus den Bereichen der Politik und des Leistungssports.
    Grundsätzlich muss man sagen, dass Burnout-Entwicklungen unabhängig von Berufsgruppen,  Alter und Geschlecht immer häufiger werden.

     

  • Gesellschaftliche Ursachen

    Wir leben in einer Kultur hoher Leistungsorientierung, der Orientierung an äußeren Zielen, der Funktionalisierung unserer Lebensvollzüge und der Abwertung menschlicher Schwächen. Oft wird eine Burnout-Entwicklung begünstigt oder ausgelöst durch objektive und subjektiv erlebte Arbeitsüberforderungen.

    An vielen Arbeitsplätzen haben sich Aufgabenstellungen und Atmosphäre in der letzten Zeit grundlegend verändert. Mit den modernen Kommunikationstechniken können Unmengen von Informationen schnell weitergeleitet werden: die Menschen sind damit oft völlig überfordert. Permanente Erreichbarkeit und die Forderung nach Mobilität , Flexibilität und ständiger Weiterbildung bei wachsendem Zeit- und Leistungsdruck machen Menschen krank.

     

    Gesellschaftliche Veränderungen in Familienstrukturen und Rollenverteilungen führen ebenso wie die sozialpolitischen Probleme bei der Kinderbetreuung und Altenpflege zu zusätzlichen Belastungen.

    Nicht zuletzt trägt das Gefühl der Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber derartig umfassenden Entwicklungen zur Entwicklung von Burnout und psychischen Erkrankungen bei.