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BAGS Kliniken 2017 RGB

 

Leitlinien

Leitlinien zur Behandlung

 

Die Behandlungsabläufe in den Heiligenfeld Kliniken folgen klinikinternen Leitlinien und Patientenpfaden.

Dabei handelt es sich um die Regelungen der Abläufe bei der Diagnostik und Therapie für die unterschiedlichen Störungen. Wir besitzen für alle wesentlichen Störungsgruppen eigene Versionen dieser Leitlinien. Sogenannte "Patientenversionen" sind in allgemeinverständlicher Sprache formuliert und werden jedem Patienten während des Klinikaufenthaltes bezogen auf seine Diagnose zur Verfügung gestellt.  

Fachlich formuliert regeln unsere institutionellen Leitlinien und Patientenpfade (Clinical Pathways) die Abläufe in unserer Klinik nach unseren Gegebenheiten und Auffassungen und in Abstimmung mit vorhandenen übergeordneten sozialrechtlichen Richtlinien und nationalen Leitlinien der Fachgesellschaften, die beispielsweise in der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachverbände) gesammelt werden.

Unsere Ziele dabei sind:

  • eine Erhöhung und Vereinheitlichung der Behandlungsqualität,
  • eine Erleichterung der Arbeitsroutine,
  • eine Verbesserung der Dokumentation,
  • ein verbessertes Risiko-Management,
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungseffekte für die Mitarbeiter,
  • eine erhöhte Transparenz der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen insbesondere für Patienten und Kostenträger,
  • die Schaffung einer Grundlage für Kostenanalysen.

Aufbau:
Für die meisten der von uns behandelten Indikationen, wie z. B. Borderline-Störungen, depressive Störungen, Angststörungen, Essstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, und für die meisten Verlaufsbesonderheiten, wie. z. B. Suizidalität, selbst-verletzendes Verhalten, drohender Behandlungsabbruch usw. wurden solche Leitlinien formuliert und insbesondern in Form von Behandlungspfaden implementiert. Da bei psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen viele Ablaufelemente, z. B. Aufnahmeprozess, Behandlungsabschluss usw. nach dem gleichen Standard ablaufen und die Verweildauern auch höher sind als in anderen Fachgebieten, ist eine große Detailtreue und Tiefe der Darstellung nicht sinnvoll. Mit unseren klinikinternen Leitlinien und Pfaden werden daher eine Reihe von Prozeduren, wie z. B. Gruppenpsychotherapie nur benannt, während ihre genauere Beschreibung als Teilprozess in einem anderen Dokument festgehalten ist.

Psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen erfordern angesichts der bedeutsamen individuellen Besonderheiten der Patienten ein variables Setting. Die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Behandlungselemente werden daher im Sinne von Modulen zu Behandlungsmustern zusammengesetzt, die individuell angepasste diagnostisch-therapeutische Konfigurationen zur Folge haben. Sofern sich dies begründen lässt, enthalten die klinikinternen Leitlinien und Pfade Kriterien zur Entscheidungsfindung für den Einsatz der einzelnen Module.

Die klinikinternen Leitlinien und Pfade für Diagnosegruppen enthalten allgemeine Angaben, das prästationäre Vorgehen, die Diagnostik, die Behandlung, die poststationären Abläufe, zusätzliche Informationen, einen Modellstundenplan und die Beschreibung des Anhanges (der aus Hintergrundinformationen besteht). Die Ablaufdarstellungen für Komplikationen oder Besonderheiten im Verlauf sind schematisch dargestellt. Die sich aus der Pfad-Darstellung ergebenden Check-Listen für den Klinikalltag sind ins Krankenhaus-Informations-System integriert.

Durchführung:
Bereits im Aufnahmemanagement wird der Patient einem Pfad im Krankenhaus-Informations-System für die Behandlungsführung zugeordnet, sofern dies möglich ist. Die Zuordnung zu einem oder mehreren Pfaden wird durch den zuständigen Arzt bzw. Psychologen im diagnostischen Prozess der stationären Behandlung bestätigt bzw. der Pfad wird dann gewechselt. Die klinikinternen Leitlinien und Behandlungspfade stellen Behandlungskorridore und Behandlungsempfehlungen für alle therapeutischen Mitarbeiter dar. Sie sind angewiesen, sich an die entsprechenden Vorgehensweisen zu halten und nur in begründeten Fällen davon abzuweichen.

Implementierung:
Die klinikinternen Leitlinien und Behandlungspfade wurden und werden in den Klinikalltag auf folgende Weise implementiert:

  • Bekanntmachung der klinikinternen Leitlinien und Patientenpfade im Rahmen des Qualitätsmanagements nach ihrer Erstellung.
  • Leitlinienverantwortliche mit der Aufgabe, diese Leitlinien jährlich zu überprüfen, sie weiterzuentwickeln und nach den nationalen und internationalen Leitlinien anzupassen, bei Bedarf QM-Gruppen einzurichten und die Leitlinien im Rahmen der Fortbildungsveranstaltungen zu besprechen.
  • Die Leitlinien sind in ihrer jeweils aktuellen Fassung im Intranet, einschließlich aller Anhänge, veröffentlicht.
  • Vorstellung und Diskussion der Leitlinien im Rahmen der klinikinternen Fortbildung (ca. jährlich für jede Leitlinie mit Fallbeispielen).
  • Erstellung von Patientenversionen der Leitlinien und Aushändigung der jeweils relevanten Leitlinie an die Patienten und Erläuterung der jeweiligen Leitlinien im Rahmen der Indikationsgruppen.
  • EDV-Abläufe der Behandlungsorganisation (Formulare, Checklisten, Anordnungen) gemäß der Leitlinien.

 

Klinikinterne Behandlungsleitlinien

 

Folgende diagnosespezifische Leitlinien liegen als Fachversion und als Pateintenversion vor: Angststörungen, Borderline-Störungen, Depressionen, Essstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Psychononkologie, Psychose-Rehabilitation, Religöse und spirituelle Störungen, Somatofome Schmerzstörungen, Suchterkrankungen, Zwangsstörungen.

 

Folgende komplikationsspezifische Leitlinien liegen vor:

Regressive Dekompensation, Spaltung im Team, Selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität, Manische Dekompensation, Therapie-Abbruch.

 

Angesichts seiner Besonderheit wird als Beispiel die Leitlinie Religiöse und spirituelle Störungen veröffentlicht. Darüber hinaus finden Sie die Patientenversionen bei der Beschreibung des Therapeutischen Angebots für die einzelnen Versionen.

 

Zur Weiterentwicklung unserer Leitlinien und Abläufe und im Sinne eines wissenschaftlichen Austausches sind wir sehr interessiert an Rückmeldungen und Anregungen. Gerne stellen wir Ihnen auch weitere Leitlinien zur Verfügung.
Wenden Sie sich dafür bitte an den Chefarzt Dr. Heinz-Josef Beine (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)