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BAGS Kliniken 2017 RGB

 

Therapie- und Evaluationsforschung in den Heiligenfeld Kliniken

Abgeschlossene Projekte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsbereich Angewandte Bewusstseinswissenschaften im Zeitraum 2011-2014

In Heiligenfeld kommt ein komplexes Evaluationsprogramm zum Einsatz, welches erlaubt, eine Vielzahl wichtiger Fragestellungen wissenschaftlich zu untersuchen, um die Wirksamkeit des therapeutischen Settings auch weiterhin zu optimieren. Diese werden überwiegend in Zusammenarbeit mit dem von Heiligenfeld gestifteten Forschungsbereich der Angewandten Bewusstseinswissenschaften am Universitätsklinikum Regensburg betreut. Hier finden Sie eine Übersicht der neuesten Studienergebnisse, die in Zusammenhang mit den Heiligenfeld Kliniken erarbeitet wurden. Derzeit sind etwa 10 weitere Studien in Bearbeitung.

  • Testtheoretische Analyse eines Fragebogens zur Erfassung von Hochsensibilität und Entwicklung einer Kurzform

    Bachelorarbeit von Devina Galuska


    Hochsensibilität beschreibt ein Persönlichkeitsmerkmal, welches sich vor allem durch eine feine Wahrnehmung, schnelle Reizüberflutung und hohe emotionale Empfindsamkeit auszeichnet. Der meist verwendete Fragebogen zur Messung der Hochsensibilität, die HSPS (Aron & Aron, 1997) ist jedoch für den klinischen Einsatz wenig geeignet, da er nicht zwischen gesunden und pathologischen Aspekten der Sensibilität unterscheidet. Ziel der Arbeit war daher die Entwicklung eines neuen klinischen Fragebogens, der Hochsensibilität mit wenigen Items breit erfasst und zwischen Sensibilität und Verarbeitungsproblematiken unterscheidet. Dazu wurden für eine klinische und eine nicht-klinische Stichprobe (je N = 1103) 30 Fragen über verschiedene Dimensionen von Sensibilität und Problematik mittels Faktorenanalysen überprüft. Auf der Grundlage testtheoretischer Überlegungen wurden 12 Items ausgewählt (6 Items zur Sensibilität und 6 korrespondierende Items zu Verarbeitungsproblematiken), welche vier Faktoren von Hochsensibilität abdecken: allgemeine Sensibilität, Gefühlsbetontheit, allgemeine Verarbeitungsprobleme und emotionale Instabilität. Patienten der psychosomatischen Klinik sind dabei im Vergleich zur nichtklinischen Population nicht sensibler in Bezug auf die Gesamtsensibilität, weisen vermehrt Verarbeitungsproblematiken auf und sind gefühlsbetonter, jedoch auch emotional instabiler. Der neu entwickelte Fragebogen ist zur klinischen Diagnostik von Sensibilität und den damit verbundenen Verarbeitungsproblematiken geeignet. Er kann zudem dabei behilflich sein, hochsensible Personen in einer Therapie gezielt beim Umgang mit ihrer Sensibilität zu unterstützen. Inwieweit Sensibilität und Problematik veränderbar sind muss jedoch in weiteren Studien überprüft werden.

  • Psychosomatische Merkmale von Ärzten, Psychologen/Psychotherapeuten und Pflegekräften in stationärer psychosomatischer Behandlung und deren Verlauf

    Dissertation von Cornelia Lück


    Durch die psychische Belastung wird bei den in Gesundheitsberufen und im psychologischen Bereich Tätigen die Leistungsfähigkeit reduziert und die Entstehung von psychischen und körperlichen Erkrankungen gefördert. Das Ziel dieser Arbeit war, herauszufiltern, welche psychosomatischen Merkmale bei den zu untersuchenden Arztgruppen, Psychologen/Psychotherapeuten, Pflegekräften und der berufsunabhängigen und alle Patienten umfassende Testgruppe zum Zeitpunkt der Klinikaufnahme vorlagen und inwiefern durch den stationären Aufenthalt eine Veränderung des Arbeitsverhaltens und des Vorhandenseins von Symptomen psychischer Erkrankungen bemessen werden kann.
    In die Studie wurden 13092 Patienten einbezogen, die in der Parkklinik Heiligenfeld im Zeitraum von 2007 bis 2012 stationär aufgenommen wurden. Diese wurden auf folgende fünf Gruppen aufgeteilt: Klinikärzte, Ärzte außerhalb der Klinik, Psychologen/Psychotherapeuten Pflegekräfte und eine Testgruppe, die alle Patienten der Klinik berufsumfassend umfasst. Es wurden einerseits die soziodemographischer Merkmale wie das Geschlecht, das Alter, der Familienstand und die Kinderanzahl andererseits die Fragebögen des arbeitsbezogenen Verhaltens und Erlebens (AVEM) und des ICD-10-Symptome-Rating (ISR) hinsichtlich des Vorhandenseins von gesundheitsschädlichen Arbeitsverhalten und von Symptomen psychischer Erkrankungen zu den Zeitpunkten der Klinikaufnahme und ein Jahr nach der Klinikentlassung untersucht. Zur weiteren Differenzierung wurden die untersuchten Patienten mit Hilfe des Veränderungsfragebogens(VEV-K) befragt, inwiefern diese eine Veränderung des Erlebens und des Verhaltens zum Zeitpunkt der Klinikentlassung und ein Jahr nach der Klinikentlassung empfunden haben.

  • Evaluation of a salutogenetic concept for inpatient psychosomatic treatment

    Thilo Hinterberger, Jochen Auer, Stephanie Schmidt, Thomas Loew


    In dieser Studie wurde gezeigt, dass der humanistisch-ganzheitliche Behandlungsansatz der Heiligenfeld Kliniken den Grundzügen der Salutogenese entspricht. Dazu wurden die Daten von über 11000 Patienten jeweils zum Zeitpunkt der Aufnahme, der Entlassung und einem Jahr nach der Entlassung analysiert. Es konnte gezeigt werden, dass die hohen Effektstärken im Behandlungserfolg auch ein Jahr nach der Behandlung großteils erhalten blieben.

     

    Summary

    The increase of psychosomatic disorders due to cultural changes requires enhanced therapeutic models. This study investigated a salutogenetic treatment concept for inpatient psychosomatic treatment, based on data from more than 11000 patients of a psychosomatic clinic in Germany. The clinic aims at supporting patients’ health improvement by fostering values such as humanity, community, and mindfulness. Most of patients found these values realized in the clinical environment.

    Self-assessment questionnaires addressing physical and mental health as well as symptom ratings were available for analysis of pre-post treatment effects and long-term stability using one year follow-up data, as well as for a comparison with other clinics.

    With respect to different diagnoses, symptoms improved in self-ratings with average effect sizes between 0.60 and 0.98. About 80% of positive changes could be sustained as determined in a 1-year follow-up survey. Patients with a lower concordance with the values of the clinic showed less health improvement. Compared to 14 other German psychosomatic clinics the investigated treatment concept resulted in slightly higher decrease in symptoms (e.g. depression scale) and a higher self-rated mental and physical improvement in health.

    The data suggest that a successfully implemented salutogenetic clinical treatment concept not only has positive influence on treatment effects but also provides long-term stability.

     

    Publikation

    Hinterberger, T., Auer, J., Schmidt, S., Loew, T. (2013) „Evaluation of a salutogenetic concept for stationary psychosomatic treatment”, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, DOI 10.1155/2013/735731

     

  • Haben es Menschen in helfenden Berufen schwerer? Zur berufsbezogenen und psychischen Belastung sowie Therapie von Menschen helfender Berufen in stationärer psychotherapeutischer Behandlung der Heiligenfeld Kliniken Bad Kissingen

    Diplomarbeit von Benno Sinkwitz


    Mit dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass sich die psychische Belastung von Patienten in helfenden und nicht-helfenden Berufen nicht wesentlich unterscheidet und auch die Therapieerfolge ähnlich hoch sind.

     

    Zusammenfassung

    Mit Hilfe der Arbeit konnte eine methodisch und wissenschaftlich einwandfreie Aufarbeitung der Heiligenfelder Daten durchgeführt werden. Dies betrifft vor allem den Umgang mit fehlenden Daten sowie die Berechnung und Auswertung der genutzten Fragebögen. Auf dieser Basis konnte schließlich wissenschaftlich und gegenwärtig aktuell der sehr hohe Effekt in allen Indikatoren einer Behandlung der Heiligenfeld Kliniken nachgewiesen werden. Hier muss jedoch auch darauf hingewiesen werden, dass es ein erhebliches Problem mit fehlenden Werten gibt. Ca. 90% der Datensätzen enthielten mindestens einen fehlenden Wert und ca. 30% der Datensätze sind aufgrund ihrer fehlenden Daten unbrauchbar. Hier wäre es sinnvoll, zukünftig Ursachen zu analysieren, um die Qualität der Daten zu erhöhen. Mit dem Ergebnis, dass Menschen in helfenden Berufen unerwartet geringe Unterschiede zu Menschen in nicht-helfenden Berufen aufzeigten, ist die Diplomarbeit ein wertvoller Beitrag für Wissenschaft und Forschung. Weiterhin konnte im Sinne einer Methodenkritik der Einsatz des AVEM-Fragebogens am Ende der Therapie von Heiligenfeld hinterfragt werden. Damit könnten zukünftig durch den "Nicht-Einsatz" Ressourcen gespart werden. Außerdem wurde festgestellt, dass das Behandlungskonzept für helfende und nicht-helfende Berufe gleich effizient wirkt.

     

  • Suche nach Prädiktoren für Störungsbilder aus Laborwerten psychosomatischer Patienten

    Dzenan Kilalic (Promotion Medizin Universität Regensburg)


    In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob man bei Patienten der Heiligenfeld Kliniken Anzeichen von entzündlichen Veränderungen im Blut nachweisen kann. Dies war der Fall und häufte sich vor allem in den Patienten, die den burnout-spezifischen Typ B des AVEM aufweisen.

     

    Zusammenfassung

    Die heutige Gesellschaft wird mehr und mehr durch Stress beeinflusst. Druck am Arbeitsplatz, ein Übermaß an Arbeit und der Mangel an Erholungsmöglichkeiten führen zu emotionaler Erschöpfung, zur Entwicklung von Zynismus und zur verminderten professionellen Effizienz. Dieser Symptomkomplex wird auch als Burnout bezeichnet. Davon betroffene Menschen bedürfen spezieller Therapien und bleiben der Arbeit fern. Somit ist Burnout nicht nur ein gesellschaftliches Problem, es entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Zahlreiche Studien konnten belegen, dass kurzfristiger Stress zu vorübergehenden Veränderungen bestimmter Blutwerte führt. Es stellt sich die Frage, ob Patienten, die längerfristigen Stress ausgesetzt waren und die nachweislich einer Risikogruppe für die Entwicklung von Burnout angehören, ebenfalls veränderte Blutwerte aufweisen. Von zusätzlichem Interesse war, ob bei Vorhandensein einer entzündlichen Veränderung im Blut sich diese einem bestimmten Mustertyp im AVEM zuordnen lassen könnte.

     

    In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob man bei Patienten der Heiligenfeld Kliniken Anzeichen von entzündlichen Veränderungen im Blut nachweisen kann. Dabei handelt es sich um eine retrospektive Untersuchung bereits vorhandener Blutwerte aus der Datenbank der Heiligenfeld-Kliniken. Bei der Blutabnahme wurden neben dem Blutbild, auch Glukose, Leberenzyme und der Grundstatus der Lipide (Cholesterin, LDL, HDL, Triglyceride) bestimmt. Die Werte dieser Parameter sowie der Mustertyp aus AVEM standen für jeden Patienten zur Verfügung. Folgende Parameter, die einen Hinweis auf eine entzündliche Veränderung im Körper geben können, wurden speziell ausgewählt:

     

    • Leukozyten und Thrombozyten
    • Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit
    • MCV und MCH
    • GGT, GPT, GOT
    • Glucose (nüchtern)
    • Gesamt-, LDL-, HDL-Cholesterin und Triglyceride

     

    Ergebnisse: Alle ausgewählten 15 Parameter konnten bei einem gewissen Prozentsatz der Patienten im Sinne einer Entzündung verändert nachgewiesen werden. Veränderungen der Blutwerte fanden sich in allen vier Mustertypen gleichermaßen. Erst bei näherer Betrachtung der Minimal- bzw. Maximalwerte war eine klare Trennung der Gruppenunterschiede möglich. Höchstwerte kommen fast ausschließlich in den Mustertypen A und B vor (p < 0,001).

     

    Diskussion: Jeder der ausgewählten 15 Parameter für sich zeigt Veränderungen, die im Rahmen eines entzündlichen Prozesses so zu erwarten wären. Doch nicht nur Entzündungen führen zu den gefundenen Veränderungen, es kann auch eine Vielzahl anderer Ursachen dafür infrage kommen. Die wichtigsten Ursachen sind organische Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Alkoholmissbrauch und maligne Erkrankungen. Werte von Patienten mit im Vorfeld bekannten organischen Erkrankungen wurden zur Untersuchung nicht herangezogen. Genauso wurden Werte, die auf eine Ursache organischer Genese hindeuten (Extremwerte), aus der Beurteilung herausgenommen.

     

    Es zeigt sich das Muster einer moderat ausgeprägten, chronischen Entzündung. Von dieser sind nicht alle Patienten betroffen, sondern nur ein bestimmter relativ kleiner Prozentsatz (6-15 %). Allerdings ist dieser Prozentsatz in allen Gruppen gleich, er unterscheidet sich bezüglich der Gruppenzugehörigkeit lediglich in der Stärke der Ausprägung. So sind gleichermaßen nach dem AVEM als gesund beurteilte wie auch als Burnout gefährdete Menschen betroffen. Werden zusätzlich die Extremwerte der einzelnen Parameter betrachtet, zeigt sich eine klare Häufung pathologisch veränderter Maximal- bzw. Minimalwerte beim Mustertyp B. Eine konstante, wenn auch milde Entzündung birgt viele Risiken, da sie schädigenden Einfluss auf den Organismus ausübt. Die Folgen können weitreichend sein und Organschäden, aber auch Mutationen und somit eine Karzinomgenese begünstigen. Weitergehende Forschungen auf diesem Gebiet sollten im Interesse aller Betroffenen durchgeführt werden, um bestehende Therapiemöglichkeiten zu verbessern und sie um neue zu erweitern.

     

    Literatur

    Die Arbeit kann im Publikationsserver der Universität Regensburg unter http://epub.uni-regensburg.de/30707/eingesehen werden.

     

  • Die Rolle von Spiritualität für Therapieerfolg

    Diplomarbeit von Katharina Häger


    Diese Studie zeigte, dass sich eine spirituelle Grundhaltung der Patienten positiv auf den Therapieerfolg auswirkte.

     

    Zusammenfassung

    Hier wurde der Einfluss von Spiritualität auf die beobachtete und wahrgenommene Veränderung während und nach einer stationären Psychotherapie untersucht. Bei 6898 PatientInnen, die vorwiegend wegen affektiver Störungen eine stationäre Psychotherapie mit explizit spirituellen Therapiekomponenten in Anspruch genommen haben, wurden Veränderungen in der Symptomatik (ICD-10 Symptom Rating), im Erleben und Verhalten (Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens, VEV-K) und in der Spiritualität (Skala Transpersonales Vertrauen, TPV) untersucht. Die Datenerhebung erfolgte vor und nach der Behandlung sowie katamnestisch nach einem Jahr. In einer Mehrebenenanalyse zeigte sich, dass Spiritualität positiv mit dem Therapieerfolg korreliert. Ebenso steht eine längere Behandlungsdauer ebenfalls mit einem höheren Behandlungserfolg in Verbindung.

     

  • Sensorium Studie 3: Evaluation des Sensoriums in der Heiligenfeld Parkklinik
    The Sensorium: As a therapeutic setting in comparison to treatment approaches of the Heiligenfeld Kliniken

    Master Thesis von Jaqueline Possiel


    Das Sensorium ist eine neuartige Neurofeedbackumgebung, die dem Patienten eine erweiterte Selbstwahrnehmung seiner physiologischen Körpervorgänge ermöglicht. Die unterstützende Wirkung auf die Therapie konnte in dieser Studie nachgewiesen werden.

     

    Summary

    The Sensorium as a novel approach combines elements of neurofeedback and meditative treatments. It pursues to improve the participants awareness and focus of the self through representing the brain and heart activity in a multisensory environment via auditory and visual signals. The Sensorium is supposedly applicable to the treatment concept of Heiligenfeld, because both have similar approaches for the healing process. These approaches focus the rebuilding of the body, mind and, spiritual connection through increasing self-focus, -acceptance and –awareness. The present study investigates whether the Sensorium is comparable to existing interventions, such as mindfulness training and breathing therapy. It was found that patients advanced in their therapy process through these interventions. Furthermore it could be validated that the interventions do not differ regarding the patients improvement of their body-feeling, emotional state, spirituality and trust in solving life challenges. The Sensorium supplements the existing interventions in Heiligenfeld.

     

  • The Sensorium – a mindful experience of the own body  - Implementation and evaluation of a therapeutic intervention for patients suffering from depression

    Master Thesis von Lena Dingfelder


    Hier wurde gezeigt, dass Patienten durch die Sensorium-Therapie ein verbessertes Körperbewusstsein, sowie eine Verbesserung im emotionalen und mentalen Zustand zeigten.

     

    Summary

    The Sensorium is a multimodal neurofeedback approach that enables the experience of one's own body signals, such as ECG and EEG, as sounds and lights in the environment. Previous studies have proven the positive effect of the Sensorium on participants’ body sensation, emotional state and mental state. Participants also reported increase in contentment, relaxation, happiness and inner harmony. In the present study, the effect of the Sensorium on patients suffering from depression was investigated. 32 inpatients of the Heiligenfeld Klinik, Bad Kissingen, with diagnosed depression completed three Sensorium sessions. A feedback questionnaire and follow-up interview assessed the effect of the Sensorium on patients’ body sensation, emotional state and mental state. It was found, that participants showed an enhanced body sensation, emotional state and mental state after the sessions. Enhanced body sensation correlated with a better emotional state. Participants who were able to recognize the connection between themselves and the perceived feedback stimuli achieved better results respectively body sensation. Compared with the effect on healthy participants in the previous Sensorium study, the effect on depressive patients was smaller. Findings are being discussed and future application of the Sensorium is considered.

     

  • Was ist Heiligenfeld und welche Faktoren machen Heiligenfeld zu einem Ort der Heilung? Eine qualitative Analyse der Heiligenfeld-Kliniken am Beispiel der Fachklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen

    Dana Höppenstein (Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln)


    Aus einer Befragung von 6 Patienten der Heiligenfeld Kliniken konnten Faktoren ermittelt werden, die zur heilenden Wirkung des Aufenthalts in Heiligenfeld beitragen.

     

    Zusammenfassung

    Diese qualitative Forschungsarbeit erarbeitet am Beispiel der Fachklinik Heiligenfeld die Charakteristiken Heiligenfelds und untersucht, welche Faktoren Heiligenfeld zu einem Ort der Heilung machen. Die ganzheitliche, psychosomatische Fachklinik Heiligenfeld ist das Mutterhaus aller Heiligenfeld-Kliniken, deren Konzept auf humanistische und spirituelle Werte aufbaut. In dieser Forschungsarbeit stehen die Erfahrungen von sechs ehemaligen Patienten mit depressiven Symptomen, vier Frauen und zwei Männer, während und nach dem Klinikaufenthalt im Mittelpunkt. Diese werden mit Hilfe des problemzentrierten Interviews nach Witzel (2000) erfasst und die Ergebnisse mit dem theoretischen Rahmen abgeglichen. Das Konzept der Heiligenfeld-Kliniken und die wissenschaftliche Literatur decken sich weites gehend mit den Erfahrungen der Patienten. Die Architekur, die Ernährung, die Atmosphäre, die Werte, die Patientengemeinschaft sowie das therapeutische und spirituelle Angebot der Fachklinik Heiligenfeld unterstützen den Heilungprozess der ehemaligen Patienten und ermächtigten sie, ihr Wohlbefinden während des Klinikaufenthaltes zu verbessern und danach aufrechtzuerhalten. Zukünftige Forschungen können sich vertieft und spezifisch mit einzelnen Bereichen dieses komplexen Themas befassen.