WM Familientherapie

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Menschenbild der Bonding-Psychotherapie

Menbschenbild bondingtherapieIm Menschenbild der Bonding- Psychotherapie stehen die biologisch verankerten Grundbedürfnisse der emotionalen Offenheit in Kombination mit körperliche Nähe zu anderen Menschen im Vordergrund. In der heutigen, beschleunigten Zeit mit vielfältigen beruflichen und auch privaten Überforderungen verspüren viele Menschen ein Defizit an einfacher körperlicher und seelischer Zuwendung, welche bereits in ihrer Kindheit angefangen hat. Sie haben früh gelernt, dass wenn sie ihre Bedürfnisse und Gefühle ausdrücken, z. B. bestraft, ignoriert, ausgelacht oder ausgenutzt werden. Im Lauf ihres Lebens gewinnen sie die Überzeugung, dass der Preis für Liebe oder Zuwendung sehr hoch ist und lernen, sich entsprechend anzupassen.

Diese Überzeugungen setzten sich im Menschen fest und beeinträchtigen das Leben auf eine negative Art und Weise. Wenn jemand als Kind nie erfahren durfte, dass er mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen liebenswert ist, wird er im späteren Leben mit dieser oftmals unbewussten Überzeugung immer wieder auf andere Menschen zugehen. Schmerz und Ärger über nicht erfüllte Bedürfnisse verstärken diese Überzeugungen und bewirken eine Entfremdung. Man zieht sich dann zurück, verhält sich zurückhaltend oder feindselig und wirkt auf die menschliche Umwelt in einer Weise, dass man erneut enttäuscht wird und sich für noch weniger liebenswert hält.

Ein regelrechter Teufelskreis entsteht. Die Mechanismen, welche man als Kind eingesetzt hat um sich vor Frustration, Abwertung, Schmerz oder auch Bestrafung zu schützen, werden im späteren Leben scheinbar unüberwindbare Hürden. Im Bonding heißt es, dass "die Schutzburg des Kindes zum Gefängnis des Erwachsenen" wird.

Im Bonding wird es ermöglicht, einen Zugang zu diesen frühen und tiefen Gefühlen zu finden. Die verschiedenen Gefühle, die über die Erinnerung an diese unerfüllten Bedürfnisse zu Tage treten, können verbal ausgedrückt werden.

Gleichzeitig kann an den alten, negativen Einstellungen gearbeitet und neue, proaktive, das Leben positiv beeinflussende Einstellungen erarbeitet werden. Diese neuen Einstellungen können dann in der Therapeutischen Gemeinschaft immer wieder geübt werden. Der einzelne kann dadurch die korrigierende Erfahrung machen, dass er jetzt mit seinen Bedürfnissen und Gefühlen gesehen, ernstgenommen und ausgehalten wird.