Gruppenpsychotherapie

Zu Beginn Ihrer Therapie werden Jugendliche und Erwachsene einer sogenannten "Kerngruppe" zugeordnet. In dieser Kerngruppe findet während der gesamten Behandlungsdauer eine Gruppentherapie statt. Hier kommen wie in der Einzeltherapie verschiedene therapeutische Methoden zum Einsatz. Die Kerngruppe soll Sie in Ihrer Lebendigkeit bestärken. Diese feste Bezugsgruppe erleichtert die Öffnung in einer unterstützenden und tragenden Atmosphäre. Hier werden korrigierende Erfahrungen möglich um alte, nicht hilfreiche Verhaltens- und Bindungsmuster loszulassen. Diese Erfahrungen sind grundlegend für den gesamten psychotherapeutischen Prozess. Viele Menschen sehen in ihrer Kerngruppe so etwas wie eine "Familie", in welcher sie lang unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken und Unterstützung erleben und annehmen. Ebenso geht es darum, dass Sie die oft verlorene Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Im sozialen Miteinander probieren Sie neue Bewältigungsstrategien aus und üben schließlich gut bei sich mit anderen zu sein.
Vorteile der Gruppentherapie sind, dass Sie von vielen unterschiedlichen Menschen in einem geschützten Rahmen Rückmeldungen darüber bekommen können, wie andere Sie erleben. Viele Menschen freuen sich immer wieder sehr über die wohlwollenden und positiven Rückmeldungen. Gleichzeitig gehen Sie in den Erfahrungsaustausch mit den Mitpatienten.

Viele Patienten erleben es auch als Herausforderung, sich mit den eigenen Themen und Problemen in der Gruppe zu zeigen. Ebenso ist es häufig anfangs schwierig, für sich die Zeit in der Gruppe zu beanspruchen. Dies wird auch von Therapeuten und Mitpatienten verstanden und einfühlsam begleitet. Um eine hohe Qualität aufrechtzuerhalten, wird die Gruppentherapie beständig supervidiert.

Für Erwachsene gibt es ergänzend Angebote der Körperpsychotherapie, verschiedene Indikationsgruppen (u.a. Angst, Depression, Posttraumatische Belastungsstörung, Borderline), spezielle Gruppen zu Selbstführung, gewaltfreie Kommunikation, Essstruktur, Meditation und Spiritualität. Durch die Arbeit über verschiedene Zugänge wird der therapeutische Prozess intensiver und nachhaltiger.