Helfende und soziale Berufe

Menschen, die in therapeutischen und sozialen Berufen tätig sind, unterliegen oft starken emotionalen Belastungen. Wer für andere Menschen sorgt und verantwortlich ist, andere anleitet oder führt, gerät leicht in Gefahr, sich selbst zu vernachlässigen und zu erschöpfen. Dann ist es nötig aufzutanken, sich selbst einmal unterstützen oder therapeutisch begleiten zu lassen.

Dazu brauchen Betroffene einen Ort, an dem sie neben fachlicher Qualifikation und Kompetenz auch den Respekt vor der Besonderheit Ihrer beruflichen und sozialen Situation finden.

Wir bieten unseren Patienten mit unserem ganzheitlichen Konzept und unserer nährenden und unterstützenden Atmosphäre einen Raum der Selbstbesinnung, Regeneration und Neuorientierung. Unser Konzept ist getragen von Achtsamkeit und dem liebevollen Umgang mit unseren Patienten. In unserem therapeutischen Angebot würdigen wir die besondere berufliche Situation und stellen für unsere Patienten ein gezieltes Behandlungsprogramm zusammen.

Durch die stationäre Behandlung in unserer Klinik schöpfen Sie wieder Kraft, verbessern ihre Selbstfürsorge und steigern Ihre Lebensqualität.

Behandlungsindikationen

Wir behandeln das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen:

  • Angstzustände und Depressionen jeder Art
  • akute und chronische Belastungsreaktionen
  • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden wie Konzentrations- und Schlafstörungen
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • berufliche und persönliche Identitätskrisen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Essstörungen und Adipositas
  • Beginnende stoffgebundene und nichtstoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Sexual- und Beziehungsstörungen
  • Zustände nach psychotischen Episoden

Die Depression stellt bei Menschen aus sozialen und helfenden Berufen die am häufigsten zu behandelnde Erkrankung dar. Die Suizidrate ist fast doppelt so hoch wie bei anderen Berufen.

Abhängigkeitserkrankungen bei Menschen in helfenden und sozialen Berufen

Die hohen emotionalen Belastungen, denen Menschen in helfenden und sozialen Berufen ausgesetzt sind, erfordern einen angemessenen Ausgleich. Gerade die Arbeit mit Personen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, kann dazu führen, dass die eigenen Bedürfnisse vernachlässigt und hintenangestellt werden. Gleichzeitig jedoch schützt nur ein regelmäßiger Stressausgleich davor, sich zu verausgaben und zu erschöpfen. Der Konsum von Alkohol oder Medikamenten dient hier häufig als rasch verfügbares und unmittelbar wirksames Mittel zur Entspannung. Das Risiko für die Entstehung einer Abhängigkeit darf jedoch nicht unterschätzt werden.

In den Heiligenfeld Kliniken behandeln wir Abhängigkeitserkrankungen nach einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Wir legen den Fokus nicht allein darauf, den Konsum des Suchtmittels zu unterlassen. Vielmehr berücksichtigen wir alle Aspekte des Betroffenen und seiner Erkrankung – die aktuellen Lebensumstände, bestehende Belastungen, die biografische Entwicklung und die weitere Perspektive. Wir bieten unseren Patienten einen "Schutzraum", in dem sie offen und ehrlich über sich und ihre Probleme sprechen können. Gefühle der Scham und Unsicherheit, geringer Selbstwert und Selbstzweifel sind häufig zu beobachten. Dem versuchen wir durch eine wohlwollende und die vorhandenen Stärken betonende therapeutische Begleitung zu begegnen, die den Einzelnen zuerst als Menschen und nicht als Patienten versteht.

Gruppenpsychotherapie

Therapieerfahrene Ärzte oder Psychologen leiten die Kerngruppe, die aus jeweils acht bis neun Personen besteht. In der vertrauensvollen Atmosphäre dieser Therapiegruppe, die sich dreimal wöchentlich vormittags für hundert Minuten trifft, haben unsere Patienten die Möglichkeit,  wesentliche persönliche Themen zu bearbeiten. Die biografischen Wurzeln und systemischen Bedingungen der eigenen Verhaltens- und Erlebensweisen können aufgedeckt und verändert werden.

Typische Inhalte dieser Arbeit - speziell auch für Menschen in helfenden und sozialen Berufen - sind:

  • Prägung der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte
  • Aufarbeitung traumatischer Ereignisse in der Lebensgeschichte
  • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten, Depression und irrationalen Einstellungen
  • individuelle Bedingungen und Behandlung bei Suchtproblematiken
  • schwierige Familienkonstellationen
  • Sinnfragen und weitere Lebensplanung
  • Aufarbeitung kritischer Ereignisse im beruflichen Kontext
  • selbstschädigende (dysfunktionale) Beziehungsgestaltungen
  • Burnout-Problematik

Neben der Kerngruppentherapie bieten wir eine Vielzahl kreativ- und körpertherapeutischer Gruppen, welche die gesprächsorientierte Psychotherapie wirksam ergänzen und unterstützen. Hierdurch kann ein leichterer Zugang zum Gefühls- und Körpererleben geschaffen werden. Der therapeutische Prozess wirkt intensiver und nachhaltiger.

Downloads

Nachfolgend finden Sie den Prospekt zur Behandlung von Menschen in helfenden und sozialen Berufen zum Download.

Prospekt "Behandlung von Menschen in helfenden und sozialen Berufen"

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