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Lehrkräfte im Krisenmodus

Lehrkräfte standen in den letzten Wochen und Monaten verstärkt im Fokus der Aufmerksamkeit. Auf die landesweiten Schulschließungen und die Notwendigkeit zu „Homeschooling“ und digitalen Lehrkonzepten, die quasi „über Nacht“ entwickelt werden mussten, folgt nun die Rückkehr zum Präsenzunterricht mit Hygienemaßnahmen … und großer Unsicherheit.

Corona hat vieles verändert. Oder vielleicht schon immer bestehende Herausforderungen maximal zugespitzt?

Bereits vor der Corona-Pandemie fanden sich Lehrer*innen in einem Spannungsfeld aus politischen Vorgaben, Erwartungen von Eltern, Schüler*innen und Kollegium sowie eigenen Ansprüchen wieder. Die allermeisten von Ihnen geben ihr Bestes und haben große Freude daran, Kindern und Jugendlichen Wissen zu vermitteln1 – gleichzeitig jedoch sind die Belastungen vielfältig. Und leider gehört hierzu in zunehmendem Maße auch das Erleben körperlicher und psychischer Gewalt.2  

„Wenn mein Beruf mich zermürbt …“

Jetzt, nach Monaten des Stillstands, wird versucht, unter den gegebenen Umständen wieder größtmögliche Normalität im Schulbetrieb zu gewährleisten. Lehrer*innen müssen dabei stets abwägen und eine Entscheidung treffen – zwischen der Verantwortung für ihre Schüler*innen und für ihre eigene Gesundheit, zwischen kollegialem Miteinander und drohender Überforderung durch Lehrkräftemangel, zwischen hohen Ansprüchen an sich selbst und dem Eingeständnis, an der Grenze des Machbaren angelangt zu sein.

Heiligenfeld hilft

Häufig erkennt man erst im Rückblick, welche Belastungen man über Wochen, Monate oder sogar Jahre ertragen hat. Eine Zeit, wie wir sie gerade erleben, fordert die eigene Krisenfestigkeit maximal heraus, und niemand kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt sagen, wann mit einer Beruhigung der Lage zu rechnen ist. Als Klinikgruppe Heiligenfeld ist es uns ein Anliegen, dieser Herausforderung zu begegnen – und auf die Belastungen von Lehrer*innen passende Antworten zu geben.

Neben der Möglichkeit einer umfassenden stationären Psychotherapie haben wir ein spezielles Kurzzeittherapiekonzept entwickelt, welches die konkreten Auswirkungen der Corona-Krise berücksichtigt. Zentrale Themen sind unter anderem:

  • Meine soziale Isolation in der Krisenzeit
  • Beziehung mit mir selbst, zu anderen, zur Gruppe
  • Meine Krisenkompetenz – meine Stabilisierungsfähigkeit – meine Ressourcen
  • Meine kreativen Fähigkeiten in der Krise
  • Umgang mit Bedrohungsgefühlen und anderen krisenbedingten Gefühlslagen
  • Die Sinnfrage im Spiegel der Krise
  • Ein am eigenen Sinn orientiertes aktives Leben zwischen Über- und Unterforderung

Die genannten Punkte werden für Lehrkräfte auf Wunsch durch berufsspezifische Angebote ergänzt, basierend auf unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Begleitung dieser Berufsgruppe. Wir wollen Lehrer*innen darin unterstützen, Ressourcen zu stärken, die eigene Resilienz zu fördern und den Herausforderungen des Schulalltags – gerade in der jetzigen Unsicherheit – wieder kraftvoller zu begegnen.

1Ergebnis der 2016 durchgeführten repräsentativen Lehrerbefragung „Zufriedenheit im Lehrerberuf“, in Auftrag gegeben durch den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)

 2Ergebnis der forsa Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte aus Sicht der Schulleitungen“ im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), 2020

Zu neuer Kraft finden

Zu neuer Kraft finden – wir möchten Lehrer*innen mit unserer über 30-jährigen Erfahrung und Kompetenz darin unterstützen, die Herausforderungen und Belastungen ihres Berufes zu verarbeiten. Unser Angebot soll dabei helfen, trotz des Dienstes an der Gemeinschaft das eigene Wohlbefinden nicht aus den Augen zu verlieren.

 

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Persönlicher Beratungstermin

Wir sind für Sie da!

Möchten Sie sich über eine Behandlung in unseren Kliniken informieren?

Unsere Gesundheitsreferent*innen sind für Sie erste Ansprechpartner*innen zu Fragen rund um das Thema „Prävention und Lehrergesundheit“ sowie zu den individuellen Therapieangeboten in den Heiligenfeld Kliniken.

Corinna Schumm
Gesundheitsreferentin

Markus Schmöger
Gesundheitsreferent

Weitere Beiträge zur Lehrergesundheit

Seit über 30 Jahren behandeln wir in den Heiligenfeld Kliniken Lehrer*innen beim gesamten Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Die Lehrer*innen stehen oft vor großen Herausforderungen.

Hochsensibilität – Lehrer im Fokus

„Neun von zehn Lehrer*innen gehen gerne bis sehr gerne zur Arbeit!“ Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des „Verbands Bildung und Erziehung e.V.“ (VBE) durchgeführten Forsa-Umfrage, in der bundesweit 1.001 Lehrer*innen im Jahr 2016 in einer repräsentativen Umfrage aus allgemeinbildenden Schulen befragt wurden.

Selbstfürsorge für Lehrer*innen

Sven Steffes-Holländer, Chefarzt der Heiligenfeld Klinik Berlin, ist ein Experte in puncto Selbstfürsorge und beantwortet im Interview die praxisrelevante Aspekte des Lehrerberufs, wie "Warum ist Selbstfürsorge im Beruf, vor allem auch in der Tätigkeit als Lehrer, so bedeutend?"

Normalität in Krisenzeiten

Jetzt ist es also soweit: Das neue Schuljahr hat begonnen – mit allen Besonderheiten und Unsicherheiten, die sich aus dem Bemühen ergeben, in diesem Ausnahmejahr so viel Normalität wie möglich zu erreichen. Abstandsgebote, „Einbahnstraßen-Regelungen“ im Schulgebäude, Maskenpflicht im Unterricht und so weiter sollen dafür sorgen, dass nach den Sommerferien eines unbedingt verhindert wird.

Behandlungsindikationen

Wir behandeln das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen:

  • Angstzustände und Depressionen jeder Art
  • akute und chronische Belastungsreaktionen
  • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden wie Konzentrations- und Schlafstörungen
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • berufliche und persönliche Identitätskrisen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Essstörungen und Adipositas
  • Sexual- und Beziehungsstörungen
  • Zustände nach psychotischen Episoden

Die Depression stellt bei Lehrer*innen und Lehrern die am häufigsten zu behandelnde Erkrankung dar. Sie wird in unserer Klinik zu über 50 Prozent als Hauptdiagnose gestellt, gefolgt von Angststörungen und Belastungsreaktionen.

Gruppenpsychotherapie

Die Gruppenpsychotherapie ist ein wesentliches Element der Behandlung. In der sogenannten Kerngruppe, die sich aus Personen unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen zusammensetzt, können die biographischen Wurzeln der eigenen Verhaltens- und Erlebensweisen aufgedeckt und reflektiert werden. Daraus resultierende psychische Störungsbereiche lassen sich behandeln und verändern.

Typische Inhalte dieser Arbeit – speziell auch für Lehrerinnen und Lehrer – sind:

  • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten
  • Bewältigung von Depressionen und Burnout-Problematiken
  • Aufarbeitung kritischer/traumatischer Ereignisse und Verlusterlebnisse
  • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte, auch durch eigene Schulerlebnisse
  • Auseinandersetzung mit schwierigen Familienkonstellationen
  • Reflexion selbstschädigender (dysfunktionaler) Beziehungsgestaltung
  • Sinnfragen, weitere Berufs- und Lebensplanung

Neben der Kerngruppentherapie bieten wir eine Vielzahl kreativ- und körpertherapeutischer Gruppen, welche die gesprächsorientierte Psychotherapie wirksam ergänzen und unterstützen. Hierdurch kann ein leichterer Zugang zum Gefühls- und Körpererleben geschaffen werden. Der therapeutische Prozess wirkt intensiver und nachhaltiger.

Spezialgruppe Lehrergesundheit

Die Spezialgruppe Lehrergesundheit verbindet kreativtherapeutische Methoden mit psychoedukativen Elementen. Neue Wege und Handlungsalternativen werden nach entsprechender Wissensvermittlung in Kleingruppen eingeübt, mit dem Ziel, diese als "Werkzeuge" im Schulalltag einzusetzen. Darüber hinaus dient die Gruppe dem Erfahrungsaustausch und der sozialen Vernetzung von Lehrkräften mit ähnlicher Problematik.

Lehrersprechstunde und Sozialberatung

Es wird wöchentlich eine Sprechstunde angeboten, in der sich Lehrer*innen für ihre ganz persönliche Belastungssituation im Schulalltag Rat holen können. Themen der Spezialgruppe Lehrergesundheit lassen sich vertiefen und individuelle Lösungsansätze werden gesucht. Auch können hier Fragen angesprochen werden, die über das Themenspektrum der Gruppe hinausgehen. Außerdem dient die Lehrersprechstunde der Weitergabe von Informationen und Anregungen für die Zeit nach der Klinik: Angebote zur Lehrerfortbildung, Aufbau kollegialer Supervisionsgruppen, Literaturhinweise usw.

Ergänzend bieten wir eine Sozialberatung an. Wir informieren Sie über Möglichkeiten einer gestuften Wiedereingliederung, beamtenrechtliche Rahmenbedingungen der Gesundheitsbeurteilung, Information über amtsärztliche Überprüfung und Möglichkeiten zur beruflichen Neuorientierung.

Downloads

Nachfolgend finden Sie den Flyer zur Behandlung von Lehrer*innen in den Heiligenfeld Kliniken, ebenso auch den aktuellen Newsletter.

Flyer "Behandlung von Lehrerinnen und Lehrern"

Newsletter für Lehrkräfte

Beispiele Therapiepläne der Parkklinik Heiligenfeld

Um Ihnen einen tieferen Einblick in unser therapeutisches Angebot zu geben, finden Sie nachfolgend 3 Mustertherapiepläne. Beachten Sie dabei bitte, dass die konkrete Zusammenstellung des Therapieplans jeweils vom individuellen Krankheitsbild und den vereinbarten Behandlungszielen abhängig ist. Sollten Sie sich zu einem Aufenthalt in unserer Parkklinik Heiligenfeld entscheiden, kann es somit selbstverständlich zu Abweichungen zwischen Ihrem persönlichen und den hier gezeigten Therapieplänen kommen.

Folgende Heiligenfeld Klinik bieten ein spezielles Behandlungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer

  • Parkklinik Heiligenfeld • Bad Kissingen

    Privatklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen
  • Rosengarten Klinik Heiligenfeld • Bad Kissingen

    Fachklinik für psychosomatische Rehabilitation
  • Heiligenfeld Klinik Berlin

    Privatklinik und Tagesklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen

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