Dr. Galuska im Main-Post-Interview: "Wir steuern auf ein Corona-Burnout zu"

In einer von Infratest dimap Mitte Oktober in Deutschland durchgeführten Umfrage zur Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus gaben rund 37 Prozent der Befragten an, sehr große oder zumindest große Angst vor einer Ansteckung zu haben. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Nicht nur eine Ansteckung macht den Menschen Angst, auch viele Deutsche fürchten sich vor finanziellen Einbußen, gar einer Pleite. In einem Interview mit dem Chefredakteur der Main-Post, Michael Reinhard, weist der Gründer und Gesellschafter der Heiligenfeld Kliniken Dr. Joachim Galuska auf die psychischen Folgen der Coronakrise hin. Er sagt, dass wir auf ein „Corona-Burnout zu steuern“. Das komplette Interview und weitere Artikel finden Sie auf der Internetseite von Dr. Galuska.

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Dr. Joachim Galuska, Gründer und Gesellschafter der Heiligenfeld Kliniken. Foto: Petra Balling

Eine Herausforderung für uns alle - mit dramatischen Folgen

Die Situation, die wir aktuell erleben, ist in vielerlei Hinsicht beispiellos. Es herrscht Ausnahmezustand angesichts einer weltweiten Pandemie, die sich auf das Leben von uns allen in bisher ungekannter Form auswirkt – auf ganze Gesellschaften genauso wie auf jeden einzelnen Menschen.

Ein grundlegendes Gefühl während der Corona-Pandemie ist Angst – Angst davor, sich zu infizieren und schwer zu erkranken oder gar zu sterben, genauso wie auch die Angst davor, andere anzustecken und geliebte Menschen zu verlieren. Dieses Bedrohungsgefühl bindet enorme psychische und emotionale Ressourcen, ohne dass wir in der Lage wären, uns diesem Gefühl zu entziehen. Es ist permanent um uns herum, bestimmt sämtliche Berichterstattungen, prägt unseren (neuen) Alltag – und sorgt für eine dauernde Anspannung.

Natürlich wissen wir heute mehr über das Virus als noch vor einem halben Jahr, und auch die Erfahrungen der Medizin helfen dabei, Schwererkrankte besser vesorgen zu können. Gleichzeitig bleibt die Bedrohung bestehen, angesichts erneut steigender Infektionszahlen und eines weiteren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lockdowns. Die Angst vor dem Virus ist allgegenwärtig und diffus. Trotz sämtlicher Kontroll- und Vorsichtsmaßnahmen bleibt ein Restrisiko, sich doch anzustecken, nicht vorsichtig genug gewesen zu sein, etwas "falsch gemacht" zu haben, selbst "schuld" zu sein usw. Dieses Diffuse, stets Bedrohliche trifft uns tief im Inneren, berührt unverarbeitete Probleme und Themen aus unserer Vergangenheit, die mit Ängsten verbunden sind. Wenn es uns nicht gelingt, dieser Angst ins Auge zu sehen und sie auf ein realistisches Maß zu begrenzen, wird sie zum unterschwelligen oder ganz offensichtlichen Stress. Sie engt uns ein, engt unseren Fokus auf immer das gleiche Thema, wie eine Spirale, die durch immer mehr Bedrohungsszenarien oder angsterfüllte Informationen unsere Kapazitäten und unsere Bewältigungsfähigkeiten überfordert.

Wie lange können wir dies noch aushalten? Und in welcher Weise?

Burnout-Symptome zeigen sich oft nach etwa einem halben Jahr andauernden, mit Stress verbundenen inneren Ungleichgewichts und unzureichender oder mangelnder Gegenmaßnahmen. Da die Ängste und inneren Spannungszustände durch die Covid-19-Pandemie und die dagegen ergriffenen Maßnahmen nun schon seit über einem halben Jahr anhalten, geraten wir zunehmend in die Gefahr der Entwicklung von Corona bedingten Burnout-Prozessen. Mit „Corona-Burnout“ bezeichnen wir die persönlichen und seelischen Krisen, die durch Stress, Angst und individuelle Überforderung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entstehen. „Corona-Burnout“ kann unbeachtet und unbehandelt letztlich zu seelischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, Suchterkrankungen, pathologischem Essverhalten und weiteren psychosomatischen Erkrankungen mit schwerwiegenden Folgen bis hin zu Gewaltausbrüchen, Selbstverletzungen oder gar Selbsttötungen führen.

Deshalb schlagen wir nun Corona-Burnout-Alarm!

Wir lassen Sie nicht allein - Resilienz stärken!

Als Mittel gegen den Burnout-Prozess hat in den letzten Jahren insbesondere der Begriff der „Resilienz“ zunehmend an Beachtung gewonnen. Resilienz heißt so viel wie Widerstandsfähigkeit gegenüber Lebenskrisen, Krankheiten und generellen Belastungen. Sie ist nicht nur innere Stärke, sondern letztendlich die Fähigkeit, sich selbst zu führen und sein eigenes Leben gemäß den eigenen Fähigkeiten und Werten zu gestalten. Letztlich bietet die Corona-Krise auch eine Chance, sich unmittelbar und konstruktiv auf unsere Gesundheit, unsere Werte und Ideale, letztlich auf den Sinn in unserem Leben zu fokussieren.

Resilienz ist im Grunde eine psychosoziale Kompetenz, die auf der Fähigkeit basiert, sein eigenes Leben gestalten zu können. In Bezug auf Corona kann dies bedeuten, den Blick von der Angst, der Bedrohung, der Hilflosigkeit und Ohnmacht hinzulenken zur eigenen Hoffnung, zu Mut, zum Selbstvertrauen, zur eigenen Kraft, zu den eigenen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die eigene Gesundheit: „Ich bin nicht nur ausgeliefert, sondern ich kann etwas tun!“

Wir in den Heiligenfeld Kliniken betrachten die Geschehnisse und Entwicklungen der letzten Monate mit zunehmender Besorgnis, hinsichtlich der Belastungen, mit denen sich so viele Menschen durch die Corona-Pandemie konfrontiert sehen. Uns ist es ein zentrales Anliegen, Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen, um dem drohenden „Corona-Burnout“ etwas entgegenzusetzen! Deshalb haben wir unser Therapieprogramm erweitert. Die verschiedene Angebote berücksichtigen einerseits Ihre ganz persönliche Lebenssituation und greifen gleichzeitig genau die Belastungen auf, mit denen sich viele Menschen aktuell konfrontiert sehen:

  • Meine soziale Isolation in der Krisenzeit
  • Beziehung mit mir selbst, zu anderen, zur Gruppe
  • Meine Krisenkompetenz – meine Stabilisierungsfähigkeit – meine Ressourcen
  • Meine kreativen Fähigkeiten in der Krise
  • Umgang mit Bedrohungsgefühlen und anderen krisenbedingten Gefühlslagen
  • Die Sinnfrage im Spiegel der Krise
  • Ein am eigenen Sinn orientiertes aktives Leben zwischen Über- und Unterforderung

Ziele der Behandlung

  • Stabilisierung und Regeneration
  • Angstbewältigung
  • Erarbeitung funktionaler Lösungs- und Bewältigungsstrategien
  • Ressourcenstärkung
  • Förderung der Resilienz

Kurzzeittherapie für Privatversicherte und Selbstzahler

In der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen sowie in der Heiligenfeld Klinik Berlin bieten wir Ihnen eine zwei- bis vierwöchige Kurzzeittherapie, die sich schwerpunktmäßig mit den Herausforderungen und Belastungen durch die Corona-Pandemie beschäftigt.

Rahmenbedingungen der Behandlung
• Dauer: zwei bis vier Wochen
• Intensive Einzel- und Gruppentherapie
• Therapieangebot: Montag bis Sonntag

Ziel ist das konstruktive Durchleben der Krisensituation. Mit dem Fokus auf den Teilbereichen „Soziales“, „Kompetenzen“ und „Sinnfindung“ sollen diejenigen Aspekte angesprochen werden, die wir aktuell als besonders relevant erachten – sowohl im Hinblick auf die Schwierigkeiten als auch hinsichtlich der Chancen, die sich möglicherweise durch die Krise ergeben. Sollten Sie ein Haustier (Hund oder Katze) besitzen, so können Sie dieses problemlos zur stationär-psychosomatischen Behandlung mitbringen. Tiergerecht eingerichtete Zimmer stehen Ihnen in beiden Kliniken zur Verfügung.

Bei allen Fragen rund um das Aufnahmeverfahren beraten Sie unsere Teams im Aufnahmemanagement unter der Telefonnummer 0971 84-4444.

Krisengruppe für gesetzlich Versicherte aus Bayern

Gerade jetzt in dieser Krisenzeit haben wir unsere regionale Krisengruppe ausgeweitet und können allen Patienten aus Bayern eine Behandlung in der Krisengruppe anbieten. In der Fachklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen sowie in der Heiligenfeld Klinik Uffenheim haben Sie die Möglichkeit der Behandlung in unserer Krisengruppe. Konzipiert für eine kurzfristige Aufnahme zur Stabilisierung und Regeneration bei einer maximalen Behandlungsdauer von 14 Tagen, legen wir auch hier den Fokus auf die spezielle Situation angesichts der Corona-Pandemie. Strukturierende und entlastende Therapieelemente finden genauso Anwendung wie eine behutsame Unterstützung in der Angstbewältigung, der emotionalen Stärkung und dem Aufbau wirksamer Stressbewältigungsmechanismen.

Die Heiligenfeld Klinik Waldmünchen ist spezialisiert auf die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Gerade durch die massiven Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in den letzten Monaten ist von einer Zunahme häuslicher Belastungssituationen auszugehen. Hier bieten wir wirksame Hilfe und Unterstützung. Das Behandlungsprogramm richtet sich sowohl allgemein auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie als auch insbesondere auf die sozialen und innerfamiliären Belastungen.

Umfassende stationäre Psychotherapie

Eine Krisensituation wie die gegenwärtige globale Corona-Pandemie ist bisher beispiellos. Neben der Verschlechterung bereits bestehender psychischer Erkrankungen können auch Menschen, die bisher keine Beschwerden hatten, an eine Grenze kommen. Zwar wird bestmöglich versucht, durch eine Anpassung der professionellen Unterstützungsangebote – Telefonsprechstunden oder Begleitung via Videotelefonie – Hilfesuchenden eine Plattform zu bieten, doch in manchen Fällen reichen diese Maßnahmen nicht aus.

Für Menschen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind, braucht es trotz der gegenwärtigen Einschränkungen adäquate und wirksame Therapieangebote. In der aktuellen Krisensituation versagen psychische Anpassungs- und Kompensationsmechanismen, bisherige Bewältigungsstrategien werden ganz oder teilweise unwirksam.

In den Heiligenfeld Kliniken bieten wir Ihnen neben den bereits beschriebenen Möglichkeiten zur kurzzeitigen psychosomatischen Therapie selbstverständlich auch weiterhin eine längerfristige Behandlung. Eine bedarfsangepasste aufdeckende und strukturfördernde tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wird hierbei mit verhaltenstherapeutischen, systemischen und körperorientierten Verfahren kombiniert.

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Achtsamkeit und Meditation

Die Rolle der Spiritualität war für uns schon immer zentral – lange bevor diese Denkweise im generellen Psychotherapieverständnis Einzug hielt.

Gerade jetzt – in den Zeiten der Corona-Krise – werden viele Gewohnheiten, Überzeugungen und vielleicht sogar Lebenseinstellungen einer harten Prüfung unterzogen. In manchen Fällen stehen Existenzen auf dem Spiel, familiäre Beziehungen werden massiv strapaziert und die allgemeine Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung erzeugt anhaltenden Stress. In einer solchen Situation können Angebote der Achtsamkeit und Entspannung helfen, sich zu fokussieren, zur Ruhe zu kommen und vielleicht sogar eine hilfreiche Distanz zu aktuell nicht veränderbaren Umständen zu gewinnen.

Achtsamkeit und Meditation kann Ihnen bei der Angstbewältigung helfen und gleichzeitig dazu beitragen, das eigene Problemlösungspotenzial zu fördern. Werden Sie sich Ihrer Ressourcen wieder bewusster und stärken Sie Ihre Selbstwirksamkeit. Manchmal kann eine Krise auch dazu beitragen, einen Wandel einzuleiten, Veränderungen anzustoßen und das eigene Leben stärker an den persönlichen Bedürfnissen auszurichten. Auch hierbei können Elemente der Achtsamkeitspraxis und Meditation einen wertvollen Beitrag leisten.

Herausforderungen der Corona-Krise

Dr. Joachim Galuska blickt besorgt auf die psychischen und psychosomatischen Folgen der Corona-Pandemie und spricht von einem "Corona-Burnout".

Dr. Hans-Peter Selmaier, Chefarzt der Fachklinik Heiligenfeld spricht in diesem Video über die Herausforderungen der Corona-Krise. Das gerade jetzt die Menschen stark an Einsamkeit leiden und besondere Hilfe benötigen.

 

 

Die Corona-Krise hat den Alltag vieler Familien auf den Kopf gestellt. Home Office, Heimunterricht und Ausgangsbeschränkungen zehren an den Nerven, verursachen Stress und Konflikte. Welche Hilfe Eltern, Kinder und junge Erwachsene, die sich jetzt psychisch besonders belastet fühlen, in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen finden können, erklärt Dr. med. Heinz-Josef Beine.

Vor welche Herausforderungen stellt uns die Corona-Krise und wie können wir sie bewältigen? Erfahren Sie mehr darüber im Podcast mit der klinikleitenden Psychologin Dr. Petra Kingsbury der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen.

In der aktuellen Situation geraten manche Menschen in eine spirituelle Krise und fragen sich: Wenn es einen Gott oder eine höhere Einheit gibt, warum lässt er zu, dass dieses Virus unter uns wütet? Warum lässt er dieses Leid zu? Unsere Kreativtherapeutin Hakima Gote hat sich in der neuen Episode unseres Heiligenfeld-Podcasts dieser schwierigen Frage gestellt.

Prof. Dr. Barbara v. Meibom im Gespräch mit Dr. med. Joachim Galuska - In Coronazeiten wird nicht nur mit Angst operiert, sondern auch das Wissen darüber vernachlässigt, was unsere Gesundheit fördert. 
www.communio-fuehrungskunst.de
www.joachim-galuska.de

Wir sind für Sie da

Klinikstatus / Kostenerklärung / Antragstellung
Unsere Krankenhäuser unterscheiden sich unter anderem über die jeweils zuständigen Kostenträger. Einen ersten Überblick, welche Klinik gemäß Ihrem Versicherungsstatus passend wäre, finden Sie nachfolgend:

Kostenträger Private Krankenversicherung (im Volltarif), Beihilfe (in Verbindung mit einer Privaten Krankenversicherung) und Selbstzahler:
Parkklinik Heiligenfeld Bad Kissingen
Heiligenfeld Klinik Berlin
Heiligenfeld Klinik Waldmünchen

Kostenträger Gesetzliche Krankenkasse:
Fachklinik Heiligenfeld Bad Kissingen
Heiligenfeld Klinik Uffenheim
Heiligenfeld Klinik Waldmünchen


Bei allen Fragen rund um das Aufnahmeverfahren beraten Sie unsere Teams im Aufnahmemanagement (Kontakt s. u.). Wir sind für Sie da und unterstützen Sie individuell auf
Grundlage Ihres Versicherungsverhältnisses bei der Wahl der geeigneten Klinik.

Montag - Donnerstag 7:30 - 18:00 Uhr
Freitag 7:30 - 15:00 Uhr

Kontakt | Zentrales Aufnahmemanagement
Bad Kissingen, Berlin und Uffenheim

Privatversicherte:
Tel. 0971 84-4444
info@heiligenfeld.de

Gesetzlich Versicherte:
Tel. 0971 84-0
info@heiligenfeld.de

Kontakt | Zentrales Aufnahmemanagement
Heiligenfeld Klinik Waldmünchen

Montag - Donnerstag 8:00 - 16:30 Uhr
Freitag 8:00 - 14:00 Uhr
Tel. 09972 308-0
waldmuenchen@heiligenfeld.de

Übersicht der Heiligenfeld Kliniken

  • Parkklinik Heiligenfeld • Bad Kissingen

    Privatklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen
  • Fachklinik Heiligenfeld • Bad Kissingen

    Fachkrankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Heiligenfeld Klinik Berlin

    Privatklinik und Tagesklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen
  • Heiligenfeld Klinik Uffenheim

    Fachkrankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Heiligenfeld Klinik Waldmünchen

    Fachkrankenhaus für Familien, Eltern, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Psychosomatischen Behandlung

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