Angehörigenarbeit

Psychische Erkrankungen können als "Beziehungsstörungen" verstanden werden. Die Betroffenen leiden mitunter massiv unter den Symptomen, die sich in alle Lebensbereiche ausweiten können. Vor allem die Fähigkeit, funktionierende Beziehungen zu gestalten, zeigt sich oft stark beeinträchtigt. Es kommt zu sozialem Rückzug, zu zunehmender Isolation und Einsamkeit.

Für Familienmitglieder, Partner und Freunde geht die psychische Erkrankung eines nahestehenden Menschen mit Verunsicherung einher. Es taucht die Frage auf, wie mit dem Betroffenen umzugehen ist, was Angehörige tun und vor allem, was sie falsch machen können. Da zu sein, ohne zu bevormunden, Trost und spenden, ohne sich selbst zu verausgaben bedeutet eine Gratwanderung. Die liebevolle Zuwendung eines Menschen kann für einen psychisch Erkrankten nicht aushaltbar sein, Misstrauen wecken oder Angst machen.

Manchmal steht die psychische Belastung eines Einzelnen in einem Zusammenhang mit familiären oder kollegialen Konflikten. In der Therapie wird dann deutlich, dass eine spürbare und langanhaltende Linderung der Beschwerden nur durch ein gemeinsames Gespräch erreicht werden kann.

Im Rahmen der Angehörigenarbeit bieten wir verschiedene Möglichkeiten, Familienmitglieder, Partner, Freunde oder Kollegen und Vorgesetzte in die Therapie mit einzubeziehen:

  • Gemeinsame Gespräche mit dem Bezugstherapeuten
  • Regelmäßig stattfindende "Angehörigentage", die einen Einblick in die therapeutische Arbeit ermöglichen und Raum für Austausch lassen
  • Das Seminar "Gesund Arbeiten" mit dem Fokus auf der beruflichen Situation und dem Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten

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