Stationäre Multimodale Schmerztherapie

Stationäre multimodale Schmerztherapie für Privatversicherte und Selbstzahler

Chronische Schmerzen haben ihre ursprüngliche Schutz- und Warnfunktion verloren. Äußerliche oder radiologisch sichtbare Veränderungen spielen oft keine ursächliche Rolle mehr. Stattdessen wird häufig verkannt, dass psychosoziale Faktoren wie Hilflosigkeit, Depressivität, Angst, Rückzug und Krankheitsgewinn die Entwicklung von chronischen Schmerzen verursachen.

Der Prozess der Schmerzchronifizierung erfolgt grundsätzlich auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene. Diese individuellen mehrdimensional entstandenen Schmerzen können auf diesen Ebenen erkannt und dann mit eigenen Möglichkeiten auch gelindert werden. Dieses zu erreichen, fördern wir mit unserem multimodalen Therapiekonzept.

Unserem Behandlungskonzept liegen folgende Grundprinzipien zugrunde:

  • Integration von körperbezogenen und psychosomatischen Therapieelementen
  • Erkennung und Förderung von individuellen Möglichkeiten und Abbau von Barrieren
  • Verbesserung von Achtsamkeit, Lebensführung und Selbststeuerung
  • einfühlsame Führung, insbesondere durch Krankheitseinsicht fördernde und erklärende Maßnahmen
  • sozialpflegerische Beratung im Hinblick auf existentielle (Arbeitsplatz, Familie und Umfeld betreffende) Konsequenzen

Schwerpunkte der stationären multimodalen Schmerztherapie

  • Chronische Migräne
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • craniomandibuläre Dysfunktion
  • chronische Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen
  • muskelspannungsbedingte Schmerzen
  • Muskelhartspann
  • Nervenschmerzen (Amputation)
  • Fibromyalgie

Voraussetzungen für eine stationäre mulitmodale Schmerztherapie

Voraussetzung ist, dass die beiden erstgenannten und mindestens eine der drei nachfolgenden Merkmale vorliegen:

  • Bereits mindestens 6 Monate bestehende Schmerzen
  • eine schmerzverursachende, organische Erkrankung oder Störung ist diagnostiziert und entspricht einem bereits bekannten Krankheitsbild
  • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen ambulanten Schmerztherapie oder eines schmerzbedingten operativen Eingriffs
  • bestehende Abhängigkeit von Schmerzmedikamenten

Therapieziele

In der Luitpoldklinik Heiligenfeld bezieht die stationäre Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen körperliche, psychische und soziale Dimensionen der Erkrankung mit ein:

  • Erarbeitung eines plausiblen (biopsychosozialen) Krankheitsmodells, d.h. der ursächlichen körperlichen, psychischen und sozialen Zusammenhänge
  • Einsicht in eigene Defizite
  • Verminderung körperlicher und psychosomatischer Krankheitssymptome
  • Konditionierung und Kräftigung des Bewegungsapparates
  • Verbesserung der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit
  • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Veränderung der Schmerzverarbeitung
  • Aufmerksamkeitslenkung und Schmerzbewältigung
  • Bewusstmachung und Umstrukturierung schmerzauslösender und schmerzverstärkender Verhaltensmuster
  • Entwicklung von Selbststeuerungsfähigkeit und Selbstmanagement von Emotionen
  • Anleitung und Motivation zur evtl. Lebensstiländerung mit Abbau von Risikoverhalten
  • Anleitung zur Aufnahme gesundheitsfördernder Bewegung
  • Hilfestellung zur Wiederaufnahme von Alltagsaktivitäten (sowie Sport und Freizeit)

Leitender Arzt der Abteilung Stationäre Multimodale Schmerztherapie

Dr. Martin Gessler

Dr. Martin Gessler (Neurologe, spezielle Schmerztherapie) ist ärztlicher Leiter der Abteilung für Stationäre Multimodale Schmerztherapie im interdisziplinären Zentrum der Luitpoldklinik Heiligenfeld. Dr. Gessler ist einer der Schmerzpioniere Deutschlands. Er bekam internationale Preise und Ehrungen und war an der Grundlagen-Forschung zur periduralen Opioid-Schmerztherapie beteiligt.

1981 hat er die erste interdisziplinäre Schmerzambulanz in der Neurologischen Klinik r. d. Isar in München aufgebaut und geleitet, war danach leitender Oberarzt im Schmerzzentrum Mainz. Als Fortbildungsbeauftragter der deutschen Schmerzgesellschaft (DGSS) hat er Kongresse organisiert, Bücher verfasst und mit herausgegeben und zahlreiche Artikel zum Thema Schmerz-Entstehung und -Therapie veröffentlicht.

 

Er hat sich in München in eigener Schmerz-Schwerpunktpraxis niedergelassen und in interdisziplinärer Vernetzung das Regionale Schmerzzentrum (DGS) geleitet. In Kooperation mit Prof. Basler, Marburg, hat er verhaltenstherapeutische Trainingsprogramme zur Schmerzbewältigung erstellt und auch als Übungskassetten veröffentlicht sowie spezielle integrierte Versorgungsprogramme für Patienten mit Rückenschmerzen mitentwickelt. Er war Mitgründer und Büroleiter des Christophorus Hospiz Vereins in München. Er hat Studien zur Anwendung von Botulinumtoxin bei Myofaszialen Schmerzen durchgeführt und sich bei der Behandlung von therapieresistenten muskelspannungsbedingten Schmerzen und zur Migräne-Prophylaxe profiliert. Er führt regelmäßig Workshops und Seminare zur Ausbildung von ärztlichen Kollegen in diesen Techniken durch und hält Referate zum Thema Schmerz-Entstehung und -Therapie. Sein Schwerpunkt in der Luitpoldklinik Heiligenfeld ist die Koordination der beteiligten Fachgebiete bei der Diagnostik von chronischen Schmerzen und der individuell spezifischen Therapien unseres außergewöhnlich vielfältigen und flexiblen Angebots.

Seit 2011 wird Dr. Gessler kontinuierlich auf der Focus-Ärzteliste und bei Deutschlands Top-Medizinern als Schmerz-Spezialist aufgeführt.

Sein aktueller Schwerpunkt ist die einfühlsame und fürsorgliche Hilfestellung beim Erlernen und Erfahren, dass Schmerzen kontrollierbar sind und beim Wiedererlangen der eigenen Schmerz-Kontrollfähigkeit.

 

 

Interview mit Dr. Martin Gessler

Leitender Arzt der stationären multimodalen Schmerztherapie

Folgende Heiligenfeld Klinik bietet eine Stationäre Multimodale Schmerztherapie an

  • Luitpoldklinik Heiligenfeld

    Fachklinik für orthopädisch-unfallchirurgische, internistische, onkologische und urologische Rehabilitation sowie für stationäre multimodale Schmerztherapie

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