Bewusste Ernährung im Homeoffice

Was ist gesund und was nicht?

Eine ausgewogene und bewusste Ernährung ist die Basis, damit der Mensch im Alltag funktionieren kann. Diese Tatsache ist allgemein bekannt. Allerdings verlieren viele durch den ständigen Meinungswechsel zu Ernährungstipps den Überblick. Super-Food-Trends kommen und gehen und jetzt auch noch Bücher und Beiträge zum Essen im Homeoffice. Doch was ist nun gesund und was nicht? 

Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns überlegt, wie die in der Therapie vermittelte gesunde Ernährung Heiligenfelds in den Alltag übernommen werden kann. Sabine Mahlmeister, Ernährungsberaterin der Kliniken, rät grundsätzlich dazu, Homeoffice und Arbeiten im Büro, was das essen und trinken angeht, nicht zu unterscheiden.

10 Ernährungs-Regeln

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) hat auf Basis aktueller wissenschaftlicher Kenntnisse sich für eine neue Ernährungsempfehlung ausgesprochen und zehn Regeln formuliert:

  1. Gemüse und Obst – „nimm fünf am Tag“
  2. Vollkorn wählen
  3. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen
  4. Gesundheitsfördernde Fette nutzen
  5. Zucker und Salz einsparen
  6. Am besten Wasser trinken
  7. Schonend zubereiten
  8. Achtsam essen und genießen
  9. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
  10. Lebensmittelvielfalt genießen

Was steckt dahinter? Was sagt die Expertin?

Die im Jahre 2017 etablierten Ernährungsempfehlungen der DGE, sollen einen gesunden und achtsamen Lebensstil versinnbildlichen. Sabine Mahlmeister kann dem nur zustimmen.

Vor allem für Berufstätige (egal ob Homeoffice oder Arbeiten im Büro) ist eine achtsame und abwechslungsreiche Ernährung erstrebenswert. Denn erst durch ein ausgewogenes Verhältnis an Lebensmitteln kann das Gehirn als Leistungsapparat optimal funktionieren. Auf seinen Körper zu hören, der Bewegung und auch Pausen benötigt, sind daher klare Strukturvorgaben.

Wer also sein Essen für die Arbeit zu Hause für die Pause vorbereitet, sollte diese auch für seine Tätigkeit im Homeoffice umsetzten. Wenn ich im Büro meinen Arbeitsplatz zum Essen verlasse, was grundsätzlich sinnvoll ist, sollte ich es auch im Homeoffice tun. Spreche ich ein Gebet vor dem Essen, ist diese Achtsamkeitsformel auch weiter anzuwenden. Regelmäßige Bewegung stellt ebenfalls einen wichtigen Baustein dar. Einfach mal eine Runde um den Block drehen oder Treppen steigen, wenn dies möglich ist. Aber auch sich selbst beobachten und befragen: Wie fühle ich mich gerade z.B. nachdem ich einen Salat oder ein Brot gegessen habe? Merke ich, dass ich durstig bin, ist es eigentlich schon zu spät. Halte ich meine festen Pausenzeiten ein? Gehe ich regelmäßig an die frische Luft? Wie schmeckt eigentlich das, was ich gerade zu mir nehme?

Viele Arbeitende ernähren und verhalten sich aufgrund von Zeitmangel zu oft zu einseitig. Gerne wird dann das eher ungesunde Essen bevorzugt, oder die beliebten Klassiker Fast Food vom Imbiss, oder das belegte Brötchen vom Bäcker zelebriert.  Doch es gibt weitaus gesündere Alternativen, die zudem den Geldbeutel schonen. Viele gute Rezepte findet man in dem Heiligenfelder Kochbuch.

Ein gutes Beispiel hierbei sind auch Haferflocken. „Sie sind vielseitig einsetzbar und verfügen sie über einen hohen Proteinanteil und komplexe Kohlenhydrate, die lange sättigen und den Körper mit ausreichend Energie versorgen. Zudem liefern Haferflocken einen hohen Anteil an Vitamin B1. Das sogenannte Stimmungsvitamin ist für das Nervensystem unentbehrlich und sollte besonders während Arbeitsphasen dem Körper zugeführt werden“, erklärt Sabine Mahlmeister.

Somit bieten Haferflocken im Müsli oder als Porridge optimale Voraussetzungen für einen langen Arbeitstag und sollten das typische Brot mit Marmelade zum Frühstück ersetzen.

„Eine gesunde Alternative zu den obligatorischen Chips am Abend sind Nüsse. Obwohl Nüsse sehr kalorienreich sind, bieten sie eine herausragende Nährstoffbilanz. Neben viel Protein enthalten Nüsse einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, welche den Cholesterinspiegel senken und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Außerdem zählen Nüsse zu den Lebensmitteln, welche den höchsten Anteil an Tryptophan besitzen. Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure mit vielen Funktionen. Diese Aminosäure regt den Muskelaufbau und den Fettabbau an, erhöht die Leistungsfähigkeit, beruhigt und sorgt für einen gesunden Schlaf,“ so Mahlmeister weiter.

Das Ernährungsverhalten kann zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen. Wenn man sich also während der Arbeit eine Struktur anlegt und auf eine angemessene Nährstoffverteilung und Vitaminzufuhr achtet, steht einem gesunden und schmackhaften Essen im Homeoffice bzw. auf der Arbeit nichts mehr im Wege!

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