Erfahrungsbericht “Die Kraft der inneren Heilerin” Akademie Heiligenfeld

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Ariane Kayser und Marina Prieb

„Die Kraft der inneren Heilerin – verborgene Schätze heben“.

So war der Titel des Seminars der Akademie Heiligenfeld, das ich vom 7. bis 9. November 2014 besuchte. Einige Tage davor tauchten bei mir Fragen auf wie: Habe ich eine innere Heilerin, von der ich noch nichts wusste? Und welche Schätze verberge ich wohl? Was wird in den drei Tagen passieren? Im Seminarprogramm stand auch etwas von Trance- und Energiearbeit. Gehört habe ich definitiv schon mal davon, aber etwas mulmig war mir dabei schon.

Los ging es am Freitag um 18 Uhr mit einem Abendessen aller Teilnehmerinnen und der Kursleiterin Ariane Kayser in der Parkklinik Heiligenfeld. Dabei konnten wir uns schon gegenseitig etwas kennenlernen und die ersten Unsicherheiten ablegen. Um 19 Uhr begann das Seminar. In einer Vorstellungsrunde erzählten alle, was sie bewogen hat, an diesem Seminar teilzunehmen und welches Thema sie mitbringen. Danach tanzten wir zur Musik. Für mich als absolute Nicht-Tänzerin war es gleich zu Beginn die große Prüfung. „Ich muss über meinen Schatten springen, jetzt ist die perfekte Gelegenheit dazu“, dachte ich mir. Und tatsächlich ist es mir zum Schluss gelungen, mich zu überwinden und zu tanzen. Das konnte ich also schon mal als Erfolg für mich verbuchen. Als letzter Punkt für diesen Tag stand noch eine Phantasiereise zu unseren „inneren Heilerin“ auf dem Programm. “Endlich werde ich sie kennenlernen”, dachte ich mir und so war es dann auch. Ich konnte tatsächlich abschalten und mich komplett auf die Reise begeben. Nach der Phantasiereise konnten wir alle unsere Erfahrungen aufmalen. Auch das war neu für mich. Ich nahm ein paar bunte, zufällig ausgewählte Stifte und malte auf das Papier das was ich für mich, bei der Reise erfahren habe. Heraus kam eine Art Regenbogen. Wir besprachen in Zweiergruppen noch kurz unsere Bilder und die Eindrücke der Phantasiereise und gingen ganz entspannt und voller neuer Erfahrungen nach Hause.

Nach einer unruhigen Nacht ging es am Samstag weiter. Pünktlich um 09:00 Uhr starteten wir mit einem Resonanzkreis, bei dem ich mich gedanklich wieder sammeln konnte, um dort in der Gruppe ankommen zu können. Danach las uns Ariane dieses wunderschöne Gedicht von Marianne Willamson vor:

Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlos machtvoll sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschrekt.
Wir fragen uns, wer bin ich denn
um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein?
Eigentlich, wer bist du um dies nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes!
Dein dich selbst Kleinmachen dient der Welt nicht!
Da ist nichts Erleuchtendes am Schrumpfen,
so dass andere sich nicht unsicher fühlen in deiner Gegenwart.
Wir sind geboren um die Herrlichkeit Gottes in uns zu manifestieren.
Das ist nicht nur in einigen von uns; es ist in jedem.
Dadurch dass wir unser Licht scheinen lassen,
geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis das Gleiche zu tun.
Dadurch dass wir uns befreien von unser eigenen Angst,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
 

In einer gemeinsamen Runde sprachen wir über unsere gestrige Reise zur „inneren Heilerin“. Wie sah sie aus? Was hat sie uns gesagt? Was für ein Geschenk hat sie uns auf den Weg gegeben? Das waren die zentralen Fragen, die wir noch mal für uns und auch mit allen anderen reflektieren konnten. Ich möchte euch natürlich auch von meiner persönlichen „inneren Heilerin“ berichten. Sie war etwas älter und wunderschön. Als Geschenk habe ich von ihr ein Fotoalbum erhalten, mit ganz vielen Fotos aus meinem bisherigen Leben und mit ganz vielen leeren Seiten, die es noch zu füllen gibt.

Anschließend tanzten wir wieder, u. a. zu dem Song von Gloria Gayner „I am what I am“. Nein, meine Abneigung gegenüber dem Tanzen hatte ich zu dem Zeitpunkt definitiv noch nicht abgelegt, aber ich fühlte mich nicht mehr ganz so unwohl wie am Tag zuvor. Nach einer langen Mittagspause, die ich im Kreis meiner Familie verbrachte und schon ein bisschen von meinen bisherigen Erfahrungen berichten konnte, ging es weiter mit einer „Dyade“, d. h. jeweils zwei Teilnehmerinnen saßen sich gegenüber und fragten nacheinander immer wieder dieselbe Frage: Was ist dir wirklich wichtig zu leben? Ganz spontan und ohne zu überlegen, gaben wir unserem Gegenüber die Antworten. Anschließend folgte die Frage: Was hindert dich daran, das zu leben, was dir wirklich wichtig ist? Für mich persönlich war diese Übung eine der schönsten und lehrreichsten Erfahrungen. Erst jetzt wurde mir bewusst, was mich im Leben antreibt und wo die Brocken liegen, die mich abbremsen.

Noch etwas in Gedanken und Grübeleien ging es weiter mit einem Trancetanz, ein Tanz verbunden mit einer Phantasiereise zu unserem persönlichen Krafttier. Zugegebenermaßen habe ich den Begriff Krafttier vorher noch nie gehört und konnte mir darunter auch nicht wirklich etwas vorstellen. „Das Krafttier soll euch Kraft geben an euren Themen zu arbeiten“, sagte uns Ariane. Also gut, ich ließ mich darauf ein. Tatsächlich bin ich während dieser Trancereise meinem Krafttier begegnet. Und nicht wie erwartet einem süßen, kleinen, weißen Häschen, sondern einer großen, fiesen Schlange, vor der ich anfangs schreckliche Angst hatte. Irgendwann im Laufe der Phantasiereise habe ich mich zwar mit dem Vieh ausgesöhnt und sie sogar umarmt aber was mir diese Begegnung sagen sollte, war für mich ein Rätsel. In einer gemeinsamen Runde nach der Phantasiereise sprachen wir über unsere Begegnungen mit dem Krafttier und jeder konnte kommentieren, was er zu dem jeweiligen Tier, das gerade an der Reihe war, verbindet. Als ich dran war und über meine Begegnung mit der Schlange berichtete, sagte eine der Teilnehmerinnen zu mir, dass sie mit einer Schlange Sinnlichkeit und Unendlichkeit verbindet. Gut, ich muss wohl noch herausfinden, was es genau mit mir und dem Krafttier auf sich hat.

Um an diesem ziemlich ereignisreichen Tag etwas zur Ruhe zu kommen, haben wir die letzten eineinhalb Stunden dafür genutzt auf einem Monochord zu spielen. Es war mal wieder eine absolut neue Erfahrung. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich gar nichts von der Existenz eines Monochords. Es sieht aus, wie ein Holzbett unter dem viele lange Saiten verlaufen. Man spielt es ähnlich wie eine Harfe, aber im Sitzen oder liegend unter dem Monochord. Oben auf der Liegefläche kann sich dann jemand hinlegen und die Klänge genießen. Zuerst habe ich nur zugesehen, dann wollte ich es natürlich auch selber ausprobieren. Das Daraufliegen und der Musik lauschen fand ich schon ziemlich faszinierend, aber dann traute ich mich auch selber ans Zupfen. Ich glaube ich habe mein Musikinstrument gefunden.

Am Sonntag trafen wir uns wieder alle in der Parkklinik, um gemeinsam noch mal den letzten Tag zu verbringen. Ariane eröffnete den Tag wieder mit einem wunderschönen Gedicht. Dann sollten wir uns alle wieder etwas bewegen. Das tat am frühen Morgen und bei Sonnenschein so richtig gut. Wir machten ein paar Übungen, um uns zu lockern. Den Rest des Seminars verbrachten wir mit einer Aufstellung des Ahnenkreises und mit Tanz. Wie auch schon während des Seminars gab Ariane auch zum Schluss noch mal Raum für einzelne übertranspersonale körpertherapeutische und systemische Arbeit vorhandene Blockaden zu lösen und verborgene Schätze zu heben. Pünktlich um 12:30 Uhr war das Seminar-Wochenende auch schon vorbei. Ich persönlich nehme aus diesem Wochenende viele Erfahrungen und ganz schöne und persönliche Momente mit.

Die Akademie Heiligenfeld bietet Seminare und Fortbildungen in den Themenfeldern Selbsterfahrung, Wirtschaft, Schule, Medizin, etc. Weitere Informationen zu den Seminaren der Akademie Heiligenfeld finden Sie hier.

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