Krisenintervention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Trennung der Eltern, Krankheit, der Tod eines Verwandten, Mobbing in der Schule: Es gibt viele verschiedene Belastungssituationen, die Familien, Kinder und Jugendliche vor Herausforderungen stellen können. “Aus diesem Grund haben wir im Rahmen der integrieren regionalen psychosomatischen Versorgung für Familien mit Kindern ab 3 Jahren und Jugendliche ab 14 Jahren eine Krisengruppe zur Krisenintervention in unserer Heiligenfeld Klinik Waldmünchen eingerichtet”, sagt Tanja Meier, Klinikmanagerin der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen. “Manchmal reichen die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten in extremen Belastungen nicht aus, sodass eine psychosomatische Kurzzeittherapie zu sofortiger Entlastung und Stabilisierung führen kann. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die aktuelle Situation unser kleinen und großen Patienten, so dass die Krise entschärft und der Weg zu besseren Bewältigungsstrategien gefunden werden kann”, so Meier weiter. 

In die Krisengruppe der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen können Patient*innen aus ganz Bayern aufgenommen werden. Die Behandlungsdauer beläuft sich auf 15 Tage. Die Aufnahme kann nur mit einer Krankenhauseinweisung erfolgen. Die stabilisierende Kurzzeittherapie stellt einen Teil der integrierten regionalen psychosomatischen Versorgung dar. 

Die Krisenintervention im Rahmen einer kurzen stationären Therapie ist sinnvoll bei:

  • akuten psychischen Krisen als Reaktion auf schwere Belastungen, einschneidende Lebensveränderungen und Verlusterlebnisse
  • Rückfall-Episoden bei bestehenden rezidivierenden psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen oder Angsterkrankungen
  • Entwicklungs- und Identitätskrisen bei Änderung der Lebensumstände
  • akuter Symptomatik im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung nach traumatischen Erlebnissen, insbesondere physische und psychische Gewalt
  • stark belastenden Situationen während Schule oder Studium, z. B. Mobbing, Panikattacken etc. 

Wann kann man nicht in die Krisengruppe aufgenommen werden?

Bestimmte Krankheitsbilder und Verhaltensweisen stehen einer Behandlung in unserer Klinik entgegen. Zur Krisenintervention nicht aufgenommen werden Personen, die eine stationäre psychiatrische oder jugendpsychiatrische Behandlung benötigen. Dies ist der Fall bei akuten schizophrenen, schizoaffektiven und affektiven Psychosen, dekompensierten Suchterkrankungen, manifester Kriminalität, hirnorganischen Störungen, Intelligenzminderung oder akuter Suizidalität. Ein BMI unter 16 ist ebenfalls ein Ausschlusskriterium. Die stabilisierende Kurzzeittherapie stellt einen Teil der integrierten regionalen psychosomatischen Versorgung dar.

Behandlungskonzept

Unser Konzept beruht auf einem biopsychosozialen Krankheitsverständnis und auf stabilisierenden und entlastenden Inventionsstrategien. Körperliche und seelische Belastungsfaktoren werden ebenso berücksichtigt wie soziale, familiäre, berufliche oder Entwicklungsstressoren. Dabei ist die Behandlung auf den Auslöser der Krise fokussiert. Hierzu finden in der Krisenintervention gesprächstherapeutische und psychoedukative Gruppen zur Erarbeitung von Bewältigungs- und Veränderungsstrategien, zur Vermittlung von Basiswissen über Grundsätze im Umgang mit Krisen und für sozialtherapeutische Fragestellungen statt. Die Behandlung wird unterstützt durch Einzelgespräche bei einem*r spezifisch geschulten und erfahrenen Arzt*Ärztin oder Psychologen*in, tägliche kreativtherapeutische und pflegerische Kontakte sowie spezielle Selbststeuerungs- und Körperwahrnehmungsgruppen. Eine haltgebende, stützende therapeutische Beziehung ist wesentlicher Teil unseres therapeutischen Grundverständnisses. Gleichzeitig wird die Selbstverantwortung und Autonomie der Patient*innen gewahrt.

Therapeutische Gemeinschaft – Jung und Alt

Das in unseren Kliniken gelebte Konzept der therapeutischen Gemeinschaft ist ein wichtiger Rahmen für die Genesung unserer Patient*innen. Hier kommen Menschen aller Altersstufen zusammen, tauschen sich aus und bereichern das therapeutische Feld durch ihre unterschiedliche Lebenserfahrung. Ebenso ist die Gemeinschaft ein wesentliches Element unserer milieu- und soziotherapeutischer Arbeit. Die Beteiligung der Patient*innen an der Organisation und Gestaltung der Klinikabläufe fördert zudem die Fähigkeit, lebenspraktische Aufgaben zu bewältigen und trägt zu eigenverantwortlichem Handeln bei.

Ihr persönlicher Kontakt in die Heiligenfeld Klinik Waldmünchen

Sturm Christina

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Freitag: 08:00 Uhr – 14:00 Uhr

CHRISTINA STURM
Teamleitung Patientenservice

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Prüfungsangst hat viele Gesichter. Erfahren Sie, wir Angsterkrankungen in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen behandeln.

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