Therapiekonzept in der Heiligenfeld Klinik Uffenheim

Die Heiligenfeld Kliniken verwirklichen ein Konzept der Verbundenheit eines ganzheitlichen Menschenbildes mit Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Für uns ist jeder Mensch wichtig, jede einzelne Person mit ihren körperlichen und seelischen Leiden.

Unser therapeutisches Handeln bezieht alle Ebenen der Person mit ein: die erkrankte Seele, den Körper, die geistig-spirituelle Ebene, die sozialen Beziehungen und die berufliche Situation.

Indem wir unsere Patienten als ganze Personen wahrnehmen, ihr Erleben und ihre individuelle Lebenssituation sehen, können wir ihre Bedürfnisse erkennen und ernst nehmen. Eingebunden in ein unterstützendes, heilungsförderndes Feld mitmenschlicher und therapeutischer Beziehungen werden hier Selbstbesinnung und inneres Wachstum möglich.
Unsere ganzheitliche und integrative Behandlung ist eingebettet in ein lebendiges und kreatives Klinikkonzept.

Besonderheiten

  • Eine außergewöhnlich hohe Behandlungsintensität von 20 bis 30 Stunden Patienten-Therapeuten-Kontakt pro Woche, eingebettet in eine menschliche und liebevolle Atmosphäre, wobei der Tagesablauf durch unterschiedliche Therapieangebote klar strukturiert ist;
  • Die Betonung erlebnisorientierter Therapiemethoden und das Angebot eines breiten Spektrums von Körpertherapien;
  • Die Berücksichtigung der geistig-spirituellen Entwicklung in der Meditation und ihrer Störungen im Sinne von existenziellen, religiösen oder spirituellen Krisen;
  • Ein hoher Grad an Vernetzung der Therapien miteinander, der Patienten untereinander und der Klinik in der Behandlungskette;
  • Neben der Therapie allgemeiner psychosomatischer und psychischer Erkrankungen besteht ein Angebot spezieller Behandlungsgruppen.

Spezielle Behandlungsgruppen und Kriseninterventionsgruppen

Spezielle Behandlungsgruppen

  • für Menschen mit Traumatisierungen: nach sexuellem Missbrauch, Gewalt im Kindes- und Erwachsenenalter oder anderen belastenden Ereignissen
  • für Borderline-Störungen
  • für Menschen in helfenden Berufen

Kriseninterventionsgruppe

Zur Krisenintervention werden Menschen mit akuten psychischen Erkrankungen aufgenommen. Sie dient zur unmittelbaren Stützung, zur Entlastung aus dem Alltag und zur Orientierung auf den weiteren Heilungsweg. Eine haltgebende schützende therapeutische Beziehung mit Einzelgesprächen unter Wahrung größtmöglicher Selbstverantwortung und Autonomie der Patienten prägen in der Behandlung das therapeutische Grundverständnis.

Die maximale Behandlungsdauer beträgt 14 Tage, die Aufnahme ist kurzfristig. Die Kriseninterventionsgruppe stellt einen Teil integrierter regionaler psychosomatischer Versorgung dar. Wir behandeln ausschließlich Patienten unserer Region (Uffenheim, Neustadt a. d. Aisch, Bad Windsheim, Kitzingen und Würzburg).

Die Behandlung

Grundlegend in der Behandlung ist ein fortlaufendes Angebot zur Anleitung und Ermächtigung, eigenständig das eigene Leben in allen Belangen zu gestalten.
Darüber hinaus berücksichtigt die Behandlung die folgenden vier grundlegenden Perspektiven:

  • Psychotherapie: Das Therapieverständnis beruht auf einem integrativen Ansatz aus wissenschaftlich fundierten Behandlungsmethoden.
  • Körpertherapie: Körperbezogene Therapien besitzen einen hohen Stellenwert und umfassen ein Spektrum von passiven bis zu aktiveren Therapieformen.
  • Meditation: Die geistig-spirituelle Ebene, die Suche nach Sinn und Transzendenz braucht Anregung, aber auch Toleranz. Es gibt daher Raum zu Meditation und Besinnung in Form verschiedener freiwilliger Angebote.
  • Lebensführung: Dieser Themenkomplex betrifft die Verbesserung der Fähigkeiten, Alltag, Arbeit und Beziehungen zu gestalten. Dazu tragen vor allem die therapeutische Gemeinschaft, die Therapiegruppe “Beziehung und Kommunikation” und die Einbeziehung der Angehörigen bei.

Die Therapien werden vorwiegend in Gruppen durchgeführt. Tragende Figur in der Behandlung ist der zuständige Psychotherapeut (Arzt oder Psychologe), der die individuelle Behandlung koordiniert und für eine Gruppe von acht bis zehn Patienten zuständig ist. Im Rahmen dieser Gruppe finden Gruppenpsychotherapie, Morgenvisite und eventuelle Verhaltenstrainings statt.
Die übrigen Therapien, wie die körperbezogenen und kreativen Therapien, Meditation und Projektarbeit sind gruppenübergreifend.

Für die Patienten ergeben sich demnach drei Beziehungsebenen:

  • die zentrale Beziehung zum zuständigen Therapeuten
  • die Beziehung auf der Ebene der Bezugsgruppe
  • die Beziehung auf Klinikebene

Dies bewirkt trotz der hohen Komplexität der Behandlung ihre Überschaubarkeit.

Individuelle Behandlung

Der zuständige Bezugstherapeut erstellt zusammen mit dem Patienten den individuellen Behandlungsplan und betreut seine Patienten über die gesamte Behandlungsdauer. Im Rahmen intensiver Teamarbeit wird die ganze Behandlung koordiniert. Bei der medikamentösen Therapie bevorzugen wir einen konsequenten, aber sparsamen Einsatz.

Wöchentliche Einzelgespräche dienen der Reflexion des Therapieprogramms und der Steuerung. Dies können verhaltenstherapeutische Maßnahmen sein, Training in lebenspraktischen Dingen oder eine Unterstützung im Freizeitverhalten oder bei der Regelung sozialer Angelegenheiten.

Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie findet dreimal wöchentlich statt, dauert jeweils 100 Minuten und wird durch Organisationsrunden unterstützt. So bildet sie den Kern der Behandlung. Hier besteht die Möglichkeit, sich in einer unterstützenden und tragenden Atmosphäre zu öffnen, Klarheit zu gewinnen und eine Neuorientierung zu erreichen.

Meist sind vergangene Erlebnisse durchzuarbeiten und neue Schritte auszuprobieren. Die therapeutische Methode betont die Lebendigkeit der Menschen. Neben dem Gruppengespräch werden daher Übungen, dramatisches Spiel, Zeichnen, Phantasiereisen, Tanz und Bewegung usw. eingesetzt.

Themenzentrierte Gruppen

Für bestimmte Problembereiche werden spezielle (psychoedukative) Gruppen angeboten, in denen mit speziellen Techniken und Übungsformen gearbeitet wird:

  • Programm für Essstörungen
  • Stabilisierungsgruppe bei Trauma-Erfahrungen
  • Stabilisierungsgruppe bei Trauma-Erfahrungen
  • Gruppe “Lebensfreude und Depression”
  • Angst-Mut-Gruppe
  • störungsspezifische Borderline-Gruppe
  • Sucht und Unabhängigkeit

Therapeutische Gemeinschaft

Die therapeutische Gemeinschaft dient zur Herstellung einer heilenden und unterstützenden Atmosphäre im Hause, in die die übrige Behandlung eingebettet ist. Gleichzeitig wird die individuelle Funktionsfähigkeit (Aktivität) und das Potenzial zur sozialen Funktionsfähigkeit (Teilhabe an Arbeit, Alltag und Beziehung) gefördert. Dies geschieht durch folgende Behandlungselemente:

  • auf Klinik und Therapiealltag bezogene Morgenrunden
  • Gesamtplenum zum Abschied und zur Begrüßung neuer Patienten (wöchentlich)
  • Patientenversammlung
  • therapeutische Großgruppe zur Einübung grundlegender therapeutischer und kommunikativer Fähigkeiten (Beziehung und Kommunikation, Lebensführung, Forum)
  • bestimmte Aufgaben und Verantwortungsbereiche, wie Versammlungsleiter, Ämter, Patensystem zur Orientierungshilfe
  • Freizeitangebote am Wochenende

Wer wird aufgenommen?

Wir behandeln den gesamten Bereich psychosomatischer und seelischer Störungen. Aufnahme finden Menschen mit folgender Problematik:

  • Ängste und Angststörungen
  • Depressionen
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder
    unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Traumareaktionen nach traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit
  • Sexual- und Beziehungsstörungen

  • Belastungs- und Erschöpfungszustände, auch mit körperlichen Beschwerden, wie Konzentrations- und Schlafstörungen usw.
  • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz- Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • Essstörungen, auch Übergewicht
  • schwere Selbstwertprobleme, Identitätsstörungen, Neigung zu Selbstverletzung oder Verlust des Kontakts zur Realität
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Leitlinienorientierung

Die Behandlungsstruktur folgt zunächst den klinischen Leitlinien und Behandlungspfaden, die sich aus der allgemeinen Diagnosestellung (nach ICD-10) ergeben und die für alle wesentlichen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen klinikintern entwickelt wurden.

 

 

Diese Leitlinien, für alle wesentlichen Diagnosen, wurden gemäß den evidenzbasierten Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften entwickelt und für eine stationäre Behandlung spezifiziert.

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