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Testtheoretische Analyse eines Fragebogens zur Erfassung von Hochsensibilität und Entwicklung einer Kurzform

Bachelorarbeit von Devina Galuska

Hochsensibilität beschreibt ein Persönlichkeitsmerkmal, welches sich vor allem durch eine feine Wahrnehmung, schnelle Reizüberflutung und hohe emotionale Empfindsamkeit auszeichnet. Der meist verwendete Fragebogen zur Messung der Hochsensibilität, die HSPS (Aron & Aron, 1997) ist jedoch für den klinischen Einsatz wenig geeignet, da er nicht zwischen gesunden und pathologischen Aspekten der Sensibilität unterscheidet. Ziel der Arbeit war daher die Entwicklung eines neuen klinischen Fragebogens, der Hochsensibilität mit wenigen Items breit erfasst und zwischen Sensibilität und Verarbeitungsproblematiken unterscheidet. Dazu wurden für eine klinische und eine nicht-klinische Stichprobe (je N = 1103) 30 Fragen über verschiedene Dimensionen von Sensibilität und Problematik mittels Faktorenanalysen überprüft.

Auf der Grundlage testtheoretischer Überlegungen wurden 12 Items ausgewählt (6 Items zur Sensibilität und 6 korrespondierende Items zu Verarbeitungsproblematiken), welche vier Faktoren von Hochsensibilität abdecken: allgemeine Sensibilität, Gefühlsbetontheit, allgemeine Verarbeitungsprobleme und emotionale Instabilität. Patienten der psychosomatischen Klinik sind dabei im Vergleich zur nichtklinischen Population nicht sensibler in Bezug auf die Gesamtsensibilität, weisen vermehrt Verarbeitungsproblematiken auf und sind gefühlsbetonter, jedoch auch emotional instabiler. Der neu entwickelte Fragebogen ist zur klinischen Diagnostik von Sensibilität und den damit verbundenen Verarbeitungsproblematiken geeignet. Er kann zudem dabei behilflich sein, hochsensible Personen in einer Therapie gezielt beim Umgang mit ihrer Sensibilität zu unterstützen. Inwieweit Sensibilität und Problematik veränderbar sind, muss jedoch in weiteren Studien überprüft werden.

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