Die Macht des Augenblicks

Bad Kissingen – „Die Macht des Augenblicks und das Dreieck der Lebenskunst“ lautete das Thema eines Vortrags des Nürnberger Psychotherapeut und MBSR-Ausbilder Gerd Metz. MBSR steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“, auf deutsch: „Stressverminderung durch die Anwendung von Achtsamkeit“. Mehr als 60 Personen folgten am 16. Mai der Einladung der Akademie Heiligenfeld.

Anhand der zwei Bewusstseinslampen erklärte Metz den Unterschied von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, was nach seinen Worten oftmals verwechselt wird. „Wir sind Homosapiens und somit schmeckende, wissende Wesen“, sagte er. Die Menschen können ihre Aufmerksamkeit auf etwas wie Dinge, Aufgaben und Situationen richten. Gleichzeitig ist es den Menschen möglich, auf Meta-Ebene sich und Situationen bewusst zu werden, in dem sie achtsam ihre Gedanken, Gefühle und den Körper wahrnehmen. Jeder Moment geht aus dem vorherigen Moment und den in diesen im Augenblick getroffene „Entscheidungen“ hervor. Nur im Jetzt ist Handeln möglich und somit ist das Jetzt die einzige Wirklichkeit. ‚Dennoch surfen wir durch unseren Tag auf einem ununterbrochenen Strom von bewussten und unbewussten Moment-zu-Moment-Entscheidungen“, sagte Metz und brachte persönliche Erlebnisse ein.

Mit der Praxis der Achtsamkeit kann man Präsenz erlangen. Anhand drei Ebenen veranschaulichte er die Praxis und die Praktiken der Achtsamkeit. „Es ist nicht wichtig, dass der Geist ruhig ist, sondern das immer wiederkehrende Auftauchen aus den Ablenkungen durch Gedanken, Gefühlen und Impulsen und das Neufokussieren ist von Bedeutung", sagte Metz. Im Anschluss beschrieb er die zeitliche Stabilisierung der Aufmerksamkeit und Stabilisierung der Präsenz. Die Teilnehmer konnten durch eine von Metz angeleitete Übung „Moment für Moment“ erfahren, wie sie ihre eigene Gegenwärtigkeit steigern können. Mit dem Hinweis auf die Wechselwirkung von Verfassung und Verhalten leitete er über auf das Dreieck der Lebenskunst, welches aus Bewusstheit, Entschlossenheit und Gelassenheit besteht. „Mir war nicht bewusst, welche Macht der Augenblick hat“, sage eine Teilnehmerin des Vortrages. Nach dem Vortrag gab es die Möglichkeit zum Gespräch bei einem Imbiss.

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