Gedicht: Wer weiß schon

Wer weiß schon,

wann das Zwischen beginnt,

das sich abnabelt vom Woher

und eintritt ins Leben.

Wer weiß schon,

was geschieht im Übergang,

im Inmitten des Nichtmehr und Nochnicht.

Geburt ist ein Prozess.

Geborenwerrden ist ein Prozess.

Sich selbst gebären ist ein Prozess.

Dieses Vorwärts  ist erfahrbar

im tiefen Strömen der Lebendigkeit.

Ich bin Flussbett und Strom zugleich,

ich bin eingebettet und ströme

als Ausdruck der Evolution mit.

Übergänge, Membrane, Leere

von Nichtmehr und Nochnicht,

im Zwischen von allem

liegt ein wesentliches Geheimnis.

Im Zwischen ist wie vor dem Quell

des Schöpferischen.

Im Zwischen ist alles verbunden.

Ich spiele darin.

Ich bin die Unsichtbarkeit darin

und doch ganz Erscheinung.

Und hier, in genau diesem Zwischen,

fühle ich mich vertraut,

finde ich jene Beseeltheit,

die sich an die Dinge legt,

sobald ich sie berühre,

und erfahre ich durch dieses beseelte Verbundensein

die unendliche und ewige Offenheit

für Danken und Lieben.

 

Uta Galuska

Weitere Blogbeiträge

ende

Gedicht: Wie

Das dreiundzwanzigste Gedicht des wachsenden Gedichtbands von Dr. Joachim und Uta Galuska aus der bewegenden Corona-Zeit.

Weiterlesen »
Sie finden diesen Beitrag interessant? Dann teilen Sie ihn gerne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert