Lehrerinnen und Lehrer

Lehrerinnen und Lehrer sind vielfältigen Anforderungen ausgesetzt. Sie tragen Verantwortung für andere Menschen, stehen im Spannungsfeld vielfältiger Interessen und haben verschiedenartige Aufgaben zu bewältigen. Die Anerkennung für dieses Engagement bleibt häufig aus. Zwischen persönlichen Ansprüchen, Zielen und der schulischen Realität machen sich beim Einzelnen Diskrepanzen bemerkbar. Dabei besteht eine besondere Gefahr, sich zu erschöpfen, zu überfordern, "auszubrennen" und psychische oder psychosomatische Symptome zu entwickeln. Einerseits gehen einer aktuellen Umfrage zufolge mehr als neunzig Prozent der Lehrkräfte in Deutschland eher gerne bis sehr gerne zur Arbeit. 

Gleichzeitig benennen sie zahlreiche Belastungen und fühlen sich vor allem von politischer Seite missverstanden und alleingelassen (vgl. forsa-Umfrage "Zufriedenheit im Lehrerberuf" 2016). Menschen, die sich enthusiastisch und mit großem Idealismus der Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen widmen wollen, ziehen sich überlastet, enttäuscht oder krank aus ihrem "Traumberuf" zurück. Frühpensionierungen sind bei etwa zwanzig Prozent aller verbeamteten Lehrer die Folge.

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Behandlungsindikationen

Wir behandeln das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen:

  • Angstzustände und Depressionen jeder Art
  • akute und chronische Belastungsreaktionen
  • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden wie Konzentrations- und Schlafstörungen
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • berufliche und persönliche Identitätskrisen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Essstörungen und Adipositas
  • Beginnende stoffgebundene und nichtstoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Sexual- und Beziehungsstörungen
  • Zustände nach psychotischen Episoden

Die Depression stellt bei Lehrerinnen und Lehrern die am häufigsten zu behandelnde Erkrankung dar. Sie wird in unserer Klinik zu über 50 Prozent als Hauptdiagnose gestellt, gefolgt von Angststörungen und Belastungsreaktionen.

Abhängigkeitserkrankungen bei Lehrerinnen und Lehrern

Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft akzeptiert und gehört in vielen Fällen "einfach dazu". Dabei können die Gründe fürs Trinken ganz verschieden sein: Zur Anregung, als Begleitung zu einem guten Essen oder als Mittel zur Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag. Häufig übersehen wird dabei jedoch das Suchtpotenzial. Wenn Alkohol regelmäßig konsumiert wird, kann sich rasch ein Gewöhnungseffekt einstellen und das Risiko, abhängig zu werden, steigt. Vielfach wird diese Gefahr übersehen, kleingeredet oder rationalisiert, etwa durch den Vergleich mit anderen. Tatsache ist aber: Die Alkoholabhängigkeit zählt in Deutschland zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

In den Heiligenfeld Kliniken behandeln wir Abhängigkeiten nach einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Wir legen den Fokus nicht allein darauf, den Konsum des Suchtmittels zu unterlassen. Vielmehr berücksichtigen wir alle Aspekte des Betroffenen und seiner Erkrankung – die aktuellen Lebensumstände, bestehende Belastungen, die biografische Entwicklung und die weitere Perspektive. Wir bieten unseren Patienten einen "Schutzraum", in dem sie offen und ehrlich über sich und ihre Probleme sprechen können. Gefühle der Scham und Unsicherheit, geringer Selbstwert und Selbstzweifel sind häufig zu beobachten. Dem versuchen wir durch eine wohlwollende und die vorhandenen Stärken betonende therapeutische Begleitung zu begegnen. Wir verstehen den Einzelnen zuerst als Menschen und nicht als Patienten.

Gruppenpsychotherapie

Die Gruppenpsychotherapie ist ein wesentliches Element der Behandlung. In der sogenannten Kerngruppe können die biographischen Wurzeln der eigenen Verhaltens- und Erlebensweisen aufgedeckt und reflektiert werden. Daraus resultierende psychische Störungsbereiche lassen sich behandeln und verändern.

Typische Inhalte dieser Arbeit – speziell auch für Lehrerinnen und Lehrer – sind:

  • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten
  • Bewältigung von Depressionen und Burnout-Problematiken
  • Aufarbeitung kritischer/traumatischer Ereignisse und Verlusterlebnisse
  • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte, auch durch eigene Schulerlebnisse
  • Auseinandersetzung mit schwierigen Familienkonstellationen
  • Reflexion individueller Probleme und deren Lösungen bei beginnenden Suchtproblematiken
  • Reflexion selbstschädigender (dysfunktionale) Beziehungsgestaltung
  • Sinnfragen, weitere Berufs- und Lebensplanung

Neben der Kerngruppentherapie bieten wir eine Vielzahl kreativ- und körpertherapeutischer Gruppen, welche die gesprächsorientierte Psychotherapie wirksam ergänzen und unterstützen. Hierdurch kann ein leichterer Zugang zum Gefühls- und Körpererleben geschaffen werden. Der therapeutische Prozess wirkt intensiver und nachhaltiger.

Spezialgruppe Lehrergesundheit

Die Spezialgruppe Lehrergesundheit verbindet kreativtherapeutische Methoden mit psychoedukativen Elementen. Neue Wege und Handlungsalternativen werden nach entsprechender Wissensvermittlung in Kleingruppen eingeübt, mit dem Ziel, diese als "Werkzeuge" im Schulalltag einzusetzen. Darüber hinaus dient die Gruppe dem Erfahrungsaustausch und der sozialen Vernetzung von Lehrkräften mit ähnlicher Problematik.

Lehrersprechstunde und Sozialberatung

Es wird wöchentlich eine Sprechstunde angeboten, in der sich Lehrerinnen und Lehrer für ihre ganz persönliche Belastungssituation im Schulalltag Rat holen können. Themen der Spezialgruppe Lehrergesundheit lassen sich vertiefen und individuelle Lösungsansätze werden gesucht. Auch können hier Fragen angesprochen werden, die über das Themenspektrum der Gruppe hinausgehen. Außerdem dient die Lehrersprechstunde der Weitergabe von Informationen und Anregungen für die Zeit nach der Klinik: Angebote zur Lehrerfortbildung, Aufbau kollegialer Supervisionsgruppen, Literaturhinweise usw.

Ergänzend bieten wir eine Sozialberatung an. Wir informieren Sie über Möglichkeiten einer gestuften Wiedereingliederung, beamtenrechtliche Rahmenbedingungen der Gesundheitsbeurteilung, Information über amtsärztliche Überprüfung und Möglichkeiten zur beruflichen Neuorientierung.

Vorträge, Seminare und Workshops

Die Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen engagieren sich für die Förderung der Lehrergesundheit in Prävention, Therapie und Nachsorge.

Wenn Sie sich „Heiligenfeld an die Schule“ holen möchten, sind wir gerne für Sie da!
Wir bieten Ihnen Workshops und Seminare rund um das Thema „Burnout-Prävention“ als Veranstaltung bei Ihnen vor Ort an.

Folgende Vorträge können Sie buchen:
I. Stressprävention, Burnout-Prophylaxe, und Resilienz für Lehrerinnen und Lehrer
II. Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern

Folgende Workshops können wir Ihnen aktuell anbieten:
I. Stressmanagement
II. Resilienztraining
III. Achtsamkeit im Kollegium

Wir nehmen auch gerne Ihre Themenvorschläge in unser Programm auf!

Für weitere Fragen, Wünsche und Anregungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Sabine Nasner - Gesundheitsreferentin
Tel: 0971 84- 4304
E-Mail: sabine.nasner@heiligenfeld.de

Downloads

Nachfolgend finden Sie den Prospekt zur Behandlung von Lehrerinnen und Lehrern in den Heiligenfeld Kliniken, ebenso auch den aktuellen Newsletter.

Prospekt "Behandlung von Lehrerinnen und Lehrern"

Newsletter für Lehrkräfte

Folgende Heiligenfeld Klinik bieten ein spezielles Behandlungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer

  • Parkklinik Heiligenfeld

    Privatkrankenhaus für psychische und psychosomatische Erkrankungen für Privatversicherte und Selbstzahler
  • Heiligenfeld Klinik Berlin

    Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Privatversicherte und Selbstzahler
  • Psychosomatische Privatklinik Bad Grönenbach

    Psychosomatische Privatklinik für Privatpatienten und Selbstzahler im Allgäu

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