PK Depressionen 2012

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Depressive Störungen - Depression

"Wenn das Leben schwer wird"

Menschen mit depressiven Störungen (Depressionen) erleben während ihrer Krankheitsphase ein reduziertes Interesse an Menschen und ihrer persönlichen Umwelt, einen insgesamt geringeren Lebensantrieb sowie gesteigerte Ermüdungserscheinungen.

Sie fühlen sich häufig gänzlich hilflos, in einem "tiefen Loch steckend" und unfähig, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Das Selbstwertgefühl ist oft stark herabgesetzt, ein Gefühl der Leere breitet sich aus - nicht wenige Betroffene hatten schon einmal den Gedanken, ihr Leben zu beenden.

Bei einer Depression handelt es sich keineswegs um ein vorübergehendes Stimmungstief, sondern um eine tiefe Veränderung vom Fühlen, Denken und Wollen über eine längere Zeit, oft von körperlichen Beschwerden begleitet. Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung und hinsichtlich ihrer Schwere und Folgen die am meisten unterschätzte Volkskrankheit.

Allein in Deutschland erkranken ca. 20 % aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression.

  • Ca. 50 % dieser Menschen werden nicht als depressiv erkannt, von den richtig diagnostizierten Patienten werden wiederum nur ca. die Hälfte wirksam behandelt.
  • Dabei wäre bei frühzeitiger Erkennung und effektiver Behandlung die Heilungsprognose ausgesprochen gut: 70 bis 80 % aller depressiven Störungen wären erfolgreich behandelbar.

Die Heiligenfeld Kliniken bieten für die Behandlung von depressiven Störungen ein integratives Behandlungskonzept und einen besonderen Ort - eine Atmosphäre der Achtsamkeit und des Respekts und einen liebevollen Umgang miteinander. Die stationäre Behandlung in unserer Klinik steigert nachweislich die Lebensqualität unserer Patienten und führt zu einer besseren Bewältigung des Alltags. Mit anderen Worten: Sie führt zu "mehr Freude am Leben."

Sie suchen eine Klinik, die auf Depressionen spezialisiert ist? Dann freuen wir uns, wenn Sie mit der Parkklinik Heiligenfeld Kontakt aufnehmen.


 

Hier können Sie sich den aktuellen Prospekt für Menschen mit depressiven Erkrankungen herunterladen:

pdfGanzheitliches Behandlungskonzept für Menschen mit depressiven Erkrankungen


Ein Video zum Thema „Depression und Behandlung in den Heiligenfeld Kliniken“


  • PATIENTEN - CHECKLISTE Depression

    Liebe Ratsuchende, lieber Ratsuchender,

    diese Checkliste hilft Ihnen dabei, einen ersten Hinweis zu erhalten, ob Sie möglicherweise unter einer Depression leiden. Mit dieser Unterstützung können Sie Ihre Stimmungs- und Befindlichkeitsschwankungen, die sich entweder seit einem bestimmten Zeitpunkt oder schleichend entwickelt haben, einordnen.

    Sie sollten sich auf jeden Fall in Behandlung begeben, wenn Sie seit mindestens zwei Wochen unter bedrückter Grundstimmung, Antriebsminderung, negativen Gedanken, Freudlosigkeit oder körperlichen Zusatzsymptomen wie z. B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit leiden... [ weiter ]

  • Hauptsymptome und Behandlungsindikationen depressiver Störungen

    Hauptsymptome der Depression sind depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude, verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit. Die Grundstimmung ist traurig, gedrückt bis verzweifelt oder gefühllos. Das Selbstwertgefühl ist herabgesetzt. Gleichzeitig ist der Leistungsanspruch oft hoch. Bei manchen Menschen steht zeitweilig auch Angst, Gequältsein, "inneres Getriebensein" und Unruhe im Vordergrund. Eine depressive Erkrankung kann sich auch hinter einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden verbergen, wie z. B. Kopf- und Muskelschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Problemen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszustände, Burn-out, erhöhte Reizbarkeit, gesteigerter oder verminderter Appetit.

    In der Regel führen mehrere Faktoren zu einer depressiven Erkrankung, z. B.

    • persönliche Veranlagung und erhöhte Anfälligkeit für eine depressive Erkrankung, z. B. durch genetische Belastung und Häufung von depressiven Erkrankungen in der Familie
    • belastende Lebensveränderungen im Erwachsenenalter, wie eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes, können alte Verlusterfahrungen aus der Kindheit reaktivieren (z. B. früher Verlust der Mutter)
    • Gehirnstoffwechselsstörungen (z. B. Defekt des Serotoninstoffwechsels oder Serotonintransports)

    Für die Aufnahme in unsere Klinik muss ein stationär behandlungsbedürftiges depressives Krankheitsbild vorliegen. Aufnahme-Diagnosen nach ICD 10 sind:

    • depressive Episode F32
    • rezidivierende depressive Störung F33
    • anhaltende affektive Störung F34
    • Anpassungsstörung (depressive Reaktion) F43.2
    • bipolare, affektive Störungen F31.3

     

  • Störungsspezifische Gruppe "Depression-Lebensfreude"

    Zur störungsspezifischen Behandlung nehmen unsere Patienten einmal wöchentlich an einer speziellen Gruppe für depressive Störungen teil. In dieser Indikationsgruppe lernen sie viel über ihre depressive Erkrankung, deren Entstehung, Diagnose und Behandlungs­möglichkeiten. Wir erläutern ausführlich unser Behandlungskonzept, Frühwarn-Symptome oder auch mögliche Komplikationen. Zur Vertiefung werden Übungen zum Selbstmanagement, zur Selbststeuerung und zum Symptom-Management durchgeführt.

    Folgende Themen werden in der Behandlungsgruppe für Depressionen vorgestellt:

    • Krankheitsbild, Diagnose und Erklärungsmodelle
    • Leitlinienorientierte Behandlung von Depressionen in der Parkklinik Heiligenfeld
    • Medikamente und Pharmakotherapie
    • Behandlungsmodelle der Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie
    • Systemisches Verständnis von Depression, Angehörigenarbeit
    • Komplikationsmanagement, Krisenintervention, Umgang mit Suizidalität

    Die psychoedukative Theorievermittlung erfolgt in diesen Gruppen immer auch in Verbindung mit praktischen therapeutischen Übungen.

  • Arbeitsbezogene Therapieangebote und Sozialberatung

    Arbeitsbezogene Therapieangebote

    Für Probleme mit der beruflichen Identität und der Berufsrolle gibt es eine spezielle Indikationsgruppe "Arbeitsleben" zu den Themen sozialer Vernetzung, Selbsthilfegruppen, Zeitmanagement, Bewerbungstraining usw.

    Weitere arbeitstherapeutische Angebote dienen zum Training von Arbeitsgrundfähigkeiten und zur Verbesserung der Arbeitsbelastbarkeit. In der Ergotherapie werden mit individuellem Therapieprogramm handwerklich Fertigkeiten geübt, auch Gartenarbeit und die Holzwerkstatt bieten weitere Möglichkeiten.

    Interne Belastungserprobung

    Zur Erprobung der Belastbarkeit im Arbeitsleben wurde für spezifische Indikationen das Konzept individueller Belastungstage entwickelt. Neben der fortgesetzten Teilnahme an Therapieveranstaltungen führt der Patient hierbei ein individuell erarbeitetes Programm seinem Arbeitsfeld nahe kommender Tätigkeiten innerhalb der Klinik durch.

    Sozialberatung und Reha-Beratung

    Bei Bedarf wird durch den Sozialdienst der Klinik eine individuelle Sozial- und Reha-Beratung durchgeführt. Dies betrifft u. a. Beratung über finanzielle und soziale Fragen, berufliche Maßnahmen in Kooperation mit dem Arbeitsamt, Berufsförderungswerk etc. sowie Vermittlung und Hilfe bei der Antragsstellung von sozialen Maßnahmen, wie z. B. betreutes Wohnen, Übergangseinrichtung, sozialpsychiatrische Dienste etc.

  • Behandlungsergebnisse

    Ergebnisqualität für den Zeitraum 2010 - 2012

    Veränderung des GAF-Mittelwerts

    Die Global Assessment of Functioning - Scale (GAF) ist eine Ratingskala zur Erfassung des psychosozialen Funktionsniveaus, dabei wird ein integrales Gesamturteil über die psychische, soziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten in den letzten sieben Tagen vor der Erfassung getroffen. Zahlenwert zwischen 0% und 100% repräsentieren ein hypothetisches Kontinuum zwischen stärkster Beeinträchtigung (0%) und optimaler Leistungsfähigkeit (100%).

    QM Depressionen GAF

     

    Veränderung des ISR-Mittelwert

    Das ICD-10-Symptom-Rating (ISR) evaluiert möglichst umfassend den Status und den Schweregrad psychischer Störungen im Rahmen einer Selbstbeurteilung durch den Patienten. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert.

    QM Depressionen ISR

     

    Effektstärke

    Die Effektstärke ist eine Art „gemeinsamer Währung“ in der psychologischen Statistik, mit der auch sehr unterschiedliche Mess- und Auswertungsverfahren verglichen werden können. Die Effektstärke errechnet sich aus dem Bestand der Mittelwerte zweier oder mehrere Erhebungen und ergibt unter Berücksichtigung der Streuung Werte, die (nach Cohen, 1988) folgende Aussagen zulassen: Effektstärke=>0.2 kleiner Effekt; Effektstärke=>0.5 mittlerer Effek; Effektstärke=>0.8 größerer Effekt.

    QM Depressionen Effekt

     

    Weitere Behandlungsergebnisse des Jahres 2012 finden Sie unter: Qualitätsergebnisse

  • Behandlungsleitlinie Depression - Patientenversion