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Tierbegleitete stationäre psychosomatische Behandlung (mit dem eigenen Tier) in der Parkklinik Heiligenfeld

Für viele Menschen sind Tiere ein vollwertiges Familienmitglied, häufig sind die Tiere sogar die einzige Bezugsperson und manchmal überschreitet die Beziehung zwischen Mensch und Tier den gesunden Rahmen. Die Tiere werden als Ersatz für Zuwendung, Kontakt, Liebe oder andere Bedürfnisse gesehen und benutzt.  Geht es dem Tierbesitzer nicht gut, so kann dies auch Stress und eine höhere Belastung für das Tier bedeuten. Daher ist der Gedanke an eine Hilfestellung bei psychosomatischer Störung für Mensch und Tier durchaus sinnvoll. Möglicherweise stellt sich auch die Frage, wer das Haustier bei einem akuten psychischen Problem während eines Aufenthalts in einer Klinik versorgt. Wieso kann man nicht den Hund oder die Katze zu einer stationären Psychotherapie mitnehmen? Bisher gab es kein therapeutisches Konzept, welches die Patiententiere in die stationäre Therapie direkt involviert.

alina 300x225Die Parkklinik Heiligenfeld Bad Kissingen bietet jetzt ihren Patienten eine tiergestützte Therapie mit dem eigenem Haustier an. So ist es möglich den eigenen Hund oder die eigene Katze, während der stationären psychosomatischen oder psychotherapeutischen Behandlung in die Klinik mitzubringen. Für Tierbesitzer und Hund wird in der Parkklinik Heiligenfeld eine gemeinsame Unterbringung in einem Zimmer für die Zeit des Aufenthalts ermöglicht. Nebst der Aufnahme mit dem eigenen Hund (oder auch Hunden) ist es möglich, an dem speziellen Konzept der "tierbegleiteten Therapie" teilzunehmen. Dort soll durch Reflexion eine Verbesserung der Mensch-Tier Beziehung mit dem Ziel der Gesundung und Unterstützung des Menschen, aber auch des Tieres erwirkt werden. Letztlich möchten wir mit Verständnis für die Tierpsychologie und gegebenenfalls speziellem Training auch zu einer Verbesserung des Tierlebens unter Berücksichtigung seiner ursprünglichen Würde beitragen.

Mit Hilfe dieses innovativen Behandlungskonzeptes "stationäre tierbegleitete Therapie" tragen wir zur Steigerung der Selbststeuerung, Lebensführung und Linderung der psychosomatischen Krankheiten der Tierbesitzer bei. Nach Ende der stationären Therapie, beispielsweise mit Hund, begleiten die Tiere die Menschen zurück in den Alltag. Daher wird speziell in der Entlassvorbereitung für den Therapieabschluss im Abschlussgespräch auch die Veränderung in der Beziehung Mensch-Tier reflektiert. 'Von einer Psychotherapie mit Hund profitieren somit das Haustier und der Tierbesitzer.

  • Behandlungsindikationen bei tierbegleiteter Therapie

    Unser Therapieangebot umfasst den gesamten Bereich psychosomatischer und seelischer Störungen und ist für eine tierbegleitete therapeutische Behandlung geeignet:

    • Depressionen, Angst- und Panikstörungen
    • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
    • akute und chronische Belastungsreaktionen
    • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden wie Konzentrations- und Schlafstörungen
    • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen- Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
    • Sexual- und Beziehungsstörungen
    • Essstörungen, Übergewicht
    • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
    • Berufliche und persönliche Identitätskrisen
    • beginnende stoffgebundene und nichtstoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Therapiekonzept - Tierbegleitete Therapie (mit dem eigenen Tier)

    Das Behandlungskonzept der Psychotherapie mit Aufnahme des Tieres beinhaltet drei Bausteine. Zunächst erfolgt die Behandlung der Patienten nach dem bekannten und bewährten Klinikkonzept. Darüber hinaus kann das mitgebrachte Tier (vornehmlich Hunde) nach Absprache mit dem zuständigen Bezugstherapeuten, in einzelne Therapien mit einbezogen werden. Somit finden ca. 2 bis 3 Einzelgespräche statt, bei denen auch die Tiere dabei sind. Während dieser Einzelgespräche analysiert eine Tierkommunikationstrainerin/Psychologin die Beziehung zwischen Mensch und Tier und reflektiert diese gemeinsam mit dem Tierhalter. Desweiteren findet eine mehr-modulige Psychoedukative Gruppe "Beziehung und Kommunikation zwischen Mensch und Tier" statt mit jeweils 100 Minuten.

    Die Module beinhalten unterschiedliche Themen wie z. B.

    • MODUL: Die Bindung zum Hund
    • MODUL: Beschwichtigungssignale/ Körpersprache des Hundes
    • MODUL: Führen und Folgen - Was braucht das Tier vom Menschen?
    • MODUL: Praktisches Coaching - Wie spiele ich richtig mit meinem Hund?
    • MODUL: Verlust, Trennung und Trauer
    • MODUL: Das Tier als Spiegel der Seele

    Die Beziehung von Haustier und Mensch soll in diesem neuen Behandlungskonzept "tierbegleitete Therapie" bewusst wahr genommen werden und zur Besserung des Wohlbefindens von Mensch und Tier beitragen. Die Leistungen externe Hundetrainer oder andere Kooperationspartner, sind individuell buchbar und werden gesondert berechnet.