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Therapieerfolg in der Gemeinschaft

Die Bedeutung des „Miteinander"

Unser gelebtes Konzept der therapeutischen Gemeinschaft ist ein wichtiger Rahmen für Ihre Genesung. Hier kommen Menschen aller Altersstufen zusammen, tauschen sich aus und bereichern das therapeutische Feld durch ihre unterschiedliche Lebenserfahrung. Ebenso ist die Gemeinschaft ein wesentliches Element unserer milieu- und soziotherapeutischer Arbeit. Die Beteiligung an der Organisation und Gestaltung der Klinikabläufe fördert zudem Ihre Fähigkeit, lebenspraktische Aufgaben zu bewältigen und trägt zu eigenverantwortlichem Handeln bei.

Unsicherheiten nehmen

Ein Gefühl der Isolation, oft verbunden mit einem tatsächlichen Rückzug aus zwischenmenschlichen Beziehungen ist Kennzeichen vieler psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Scham spielt meistens eine große Rolle; vielfach besteht darüber hinaus auch Unsicherheit auf Seiten der Angehörigen, Freundinnen, Freunden oder Kolleginnen und Kollegen. Betroffene befürchten Stigmatisierungen, was häufig die Entscheidung, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, negativ beeinflusst.

Zuhause auf Zeit

In unseren Kliniken erhalten Sie als Patientin oder Patient ein „Zuhause auf Zeit”, innerhalb der Gemeinschaft der Mitpatienten. Gefühle der Einsamkeit und Isolation, die oftmals mit psychischen Erkrankungen einhergehen, erfahren eine heilsame Veränderung. Der Mensch unter Menschen erhält Unterstützung, Verständnis, wird ermutigt und bestärkt.

Therapeutische Gemeinschaft

Die therapeutische Gemeinschaft stellt ein zentrales Element unserer Behandlung dar. Durch das menschliche Miteinander können Sie sich unterstützt und aufgehoben fühlen. Sie entwickeln mehr Wir-Gefühl. Die verschiedenen gruppentherapeutischen Angebote helfen, Erkrankungen besser zu verstehen, sich mit ähnlich Betroffenen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Hierdurch wird Hoffnung geweckt, die Beziehungsfähigkeit verbessert und die Selbstwirksamkeit gestärkt.

Wie – und warum – wirkt Gruppentherapie?

Gruppenpsychotherapie ist ein komplexer Prozess, beeinflusst von den unterschiedlichsten Faktoren. Die Ausbildung und die Persönlichkeit des Therapeuten bzw. der Therapeutin spielen eine Rolle, ebenso wie die teilnehmenden Patientinnen und Patienten, von denen jeder und jede seine bzw. ihre ganz individuelle Geschichte mitbringt. Diese Menschen begegnen sich mit dem gemeinsamen Ziel, Veränderungen anzustoßen – im Denken, Fühlen und Verhalten. Trotz der enormen Vielfalt, die in einem solchen Rahmen gegeben ist, können bestimmte Faktoren identifiziert werden, die den Erfolg psychotherapeutischer Gruppen erklären. Dazu gehören – unter anderem basierend auf dem Standardwerk „Theorie und Praxis der Gruppenpsychotherapie“ von Irvin Yalom – insbesondere:

Typisch für eine Depression, eine Angststörung und eine Vielzahl weiterer psychischer Erkrankungen ist die Vorstellung, dass niemand anderer versteht, wie man sich fühlt. Durch den Austausch innerhalb der Therapiegruppe werden korrigierende Erfahrungen möglich: Auch andere haben mit ähnlichen Problemen, negativen Gedanken und Selbstzweifeln zu kämpfen – ich bin nicht allein damit!

Patientinnen und Patienten, die bereits seit einiger Zeit Mitglied einer Therapiegruppe sind und die positiven Auswirkungen der gemeinsamen therapeutischen Arbeit erlebt haben, können neu Hinzugekommenen Mut machen.

Das Miteinander in der Gruppe und eine Kultur der wertschätzenden und gewaltfreien Kommunikation fördern soziale Lernprozesse. Für uns als beziehungsorientierte Wesen bieten Therapiegruppen die optimale Gelegenheit, unsere Wirkung auf andere zu erforschen und Rückmeldungen einzuholen. So können wir Verhalten erlernen, das mehr im Einklang mit unseren Bedürfnissen steht und befriedigende Beziehungen ermöglicht.

Sich einer Gruppe von Menschen zugehörig zu fühlen, stärkt den Selbstwert und das Vertrauen in sich und andere. Für unser Wohlbefinden ist es essenziell, authentische Beziehungen zu (er)leben. Und es motiviert uns für unseren eigenen therapeutischen Prozess, wenn Gruppenmitglieder trotz Angst oder Scham an belastenden Themen arbeiten und diese Schritt für Schritt überwinden.

Wir sind für Sie da!

Unser Patientenservice Aufnahme beantwortet Ihre Fragen. Rufen Sie uns an unter folgender Telefonnummer:

Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr – 14:30 Uhr

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