Studierende

Prüfungsstress, Doppelbelastung von Studium und Arbeit, der Kampf um attraktive Praktikums- und Arbeitsplätze: Studierende sind vielfältigen kognitiven, emotionalen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Dazu kommen aufzubringende Studiengebühren, wichtige Entscheidungen über Studien- oder Ortswechsel sowie Auslandssemester, die erstmalige Bewältigung einer selbständigen Haushalts- und Lebensführung und das Zurechtfinden in einer ungewohnten Umgebung. Beziehungen werden getrennt und neue entstehen.

In der Summe führen diese Lebensbedingungen nicht selten zu einem immensen Leistungsdruck und in eine Situation von Stress und Überforderung. Eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse ("TK-Gesundheitsreport 2015") hat ergeben, dass mehr als 20 Prozent der Studierenden an psychischen Problemen leiden. Diese münden bei längerer Dauer häufig in psychische und psychosomatische Erkrankungen, wie z. B. Depressionen, Ängste, Zwänge, Essstörungen oder Erschöpfungssyndrome.

Behandlungsindikationen

Wir behandeln das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen:

  • Angstzustände und Depressionen jeder Art
  • akute und chronische Belastungsreaktionen
  • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände, auch mit körperlichen Beschwerden wie Konzentrations- und Schlafstörungen
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Störungen, z. B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • berufliche und persönliche Identitätskrisen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Essstörungen und Adipositas
  • beginnende stoffgebundene und nicht-stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Sexual- und Beziehungsstörungen
  • Zustände nach psychotischen Episoden

 

Daneben unterstützen wir Studierende bei folgenden konkreten Problemen und Schwierigkeiten:

  • Prüfungsängste und Bewerbungsängste
  • Lernkrisen
  • Selbstwertprobleme und persönliche Identitätskrisen, soweit sie im Zusammenhang der oben genannten Diagnosen auftreten

Die Depression stellt bei Studierenden die am häufigsten zu behandelnde Erkrankung dar.

Abhängigkeitserkrankungen bei Studierenden

Wie gehen Studierende mit den vielfältigen Belastungen und Herausforderungen um, die ihnen begegnen? Neben der Tatsache, dass mehr als 20 Prozent über psychische Probleme aufgrund von Überforderung und Stress berichten, ist auch der Konsum leistungssteigernder Substanzen weit verbreitet. Eine Untersuchung der Mainzer Uni-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie berichtet davon, dass jeder fünfte Jungakademiker zu dieser Gruppe gezählt werden kann. Studierende nutzen Koffein, Ritalin oder sogar auch Kokain, um die eigene Konzentration und das Leistungsvermögen zu steigern, mal sporadisch, mal regelmäßig. Daneben wird vor allem Alkohol zur Entspannung und zum Stressabbau konsumiert. Auf vielen Studentenpartys gehört er unbedingt dazu. Die Schattenseite: Über ein Drittel aller Studierenden trinken in riskantem Ausmaß, bei sieben Prozent muss von einem "sehr gesundheitsgefährdenden" Konsum gesprochen werden. Die Überzeugung, das eigene Trinkverhalten im Griff zu haben, kann zu einer Illusion werden, ebenso wie der Glaube daran, eine Abhängigkeit alleine zu bewältigen.

In den Heiligenfeld Kliniken behandeln wir Abhängigkeitserkrankungen nach einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Wir legen den Fokus nicht allein darauf, den Konsum des Suchtmittels zu unterlassen. Vielmehr berücksichtigen wir alle Aspekte des Betroffenen und seiner Erkrankung – die aktuellen Lebensumstände, bestehende Belastungen, die biografische Entwicklung und die weitere Perspektive. Wir bieten unseren Patienten einen Rahmen, in dem sie offen und ehrlich über sich und ihre Probleme sprechen können. Gefühle der Scham und Unsicherheit, geringer Selbstwert und Selbstzweifel sind häufig zu beobachten. Dem versuchen wir durch eine wohlwollende und ressourcenfördernde therapeutische Begleitung zu begegnen, die den Einzelnen zuerst als Menschen und nicht als Patienten versteht.

Gruppenpsychotherapie

Die Gruppenpsychotherapie ist ein wesentliches Element der Behandlung. In der sogenannten Kerngruppe können die biographischen Wurzeln der eigenen Verhaltens- und Erlebensweisen aufgedeckt und reflektiert werden. Daraus resultierende psychische Störungsbereiche lassen sich behandeln und verändern.

Typische Inhalte dieser Arbeit sind:

  • Aufdeckung und Bewältigung von Ängsten, wie Prüfungsangst, Existenzangst, Zukunftsangst
  • Bewältigung von Depressionen und Burnout-Problematiken
  • Bearbeitung einer Lernkrise
  • Aufarbeitung kritischer / traumatischer Ereignisse und Verlusterlebnisse
  • Prägungen der Persönlichkeit durch die Lebensgeschichte
  • Auseinandersetzung mit schwierigen Familienkonstellationen
  • Reflexion individueller Probleme und deren Lösungen bei beginnenden Suchtproblematiken
  • Reflexion selbstschädigender (dysfunktionale) Beziehungsgestaltung
  • Sinnfragen und weitere Lebens- und Studienplanung

 

Darüber hinaus können in der Kerngruppentherapie auch Themen behandelt werden, die häufig in der Lebensphase des Studiums auftreten:

  • Ablösung aus dem Elternhaus
  • Lernstrategien und Umgang mit Prüfungsangst
  • Stress- und Zeitmanagement
  • Selbstwert und Identität

Neben der Kerngruppentherapie bieten wir eine Vielzahl kreativ- und körpertherapeutischer Gruppen, welche die gesprächsorientierte Psychotherapie wirksam ergänzen und unterstützen. Hierdurch kann ein leichterer Zugang zum Gefühls- und Körpererleben geschaffen werden. Der therapeutische Prozess wirkt intensiver und nachhaltiger.

Downloads

Nachfolgend finden Sie den Prospekt zur Behandlung von Studentinnen und Studenten in den Heiligenfeld Kliniken.

Prospekt "Behandlungskonzept für Studierende"

Folgende Heiligenfeld Kliniken bieten ein spezielles Angebot für Studierenden

  • Parkklinik Heiligenfeld

    Privatkrankenhaus für psychische und psychosomatische Erkrankungen für Privatversicherte und Selbstzahler
  • Fachklinik Heiligenfeld

    Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und für Psychiatrische Rehabilitation
  • Rosengarten Klinik Heiligenfeld

    Fachklinik für Psychosomatische Rehabilitation

Klinikfinder

Welche Heiligenfeld Klinik ist die richtige für mich?

Unser Klinikfinder unterstützt Sie dabei, die für Sie geeignete Klinik in unserer Klinikgruppe zu finden!

Sie möchten eine persönliche Beratung?
Dann rufen Sie uns an unter der Telefonnummer 0971 84-0.
Wir freuen uns auf Sie.