Bin ich hochsensibel? – Test für Hochsensibilität

Menschen mit Hochsensibilität weisen eine Reihe von Merkmalen auf, die sich – wie die Bezeichnung „Hochsensibilität“ bereits verdeutlicht – mit einer erhöhten Empfindsamkeit oder Sensibilität überschreiben lassen. Dies gilt für viele Bereiche: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Emotionen, Denken. Hochsensible Menschen haben „feinere Antennen“, sind empfänglicher für Eindrücke von außen und von innen. Wichtig dabei ist, dass Hochsensibilität per se keine Erkrankung ist, sondern Wesenszüge beinhaltet, die für betroffene Menschen Fluch und Segen zugleich sein können.

Zu den am häufigsten zu findenden Merkmalen zählen:

  • intensiveres Erleben und Wahrnehmen
  • gesteigertes Einfühlungsvermögen in andere (Empathie), ebenso wie auch eine verstärkte Beeinflussbarkeit durch die Gefühle anderer
  • lebendigere Vorstellungskraft
  • ausgesprochene Intuition
  • denken in größeren Zusammenhängen, verstärkte Neigung zum Hinterfragen, Suche nach Sinnhaftigkeit
  • erhöhte Gewissenhaftigkeit im Handeln
  • Neigung zu Perfektionismus bei erhöhter Sensibilität für Fehler und Ungerechtigkeit
  • Veränderungen fallen unter Umständen schwieriger
  • Selbstwertprobleme aufgrund von Erfahrungen der Zurückweisung und Ablehnung – Gefühl des “Andersseins”
  • erhöhtes Risiko für psychische und psychosomatische Erkrankungen, etwa Angststörungen, Depression und Burnout, Traumafolgestörungen oder somatoforme Schmerzstörungen
 

 Gehören auch Sie zu den Menschen mit hochsensiblen Wesenszügen? Finden Sie es jetzt heraus.


Selbsttest "Bin ich hochsensibel?"

Hier haben Sie die Möglichkeit, den „Fragebogen zur Sensibilität und Verarbeitung – SV12“ online auszufüllen. Es handelt sich um 12 Fragen, deren Beantwortung nur 2 Minuten dauert. Das Ergebnis wird Ihnen direkt im Anschluss angezeigt.

Fragebogen zur Sensibilität und Verarbeitung – SV12

Der SV12 wurde von Prof. Dr. Thilo Hinterberger (Universitätsklinikum Regensburg) und Kolleginnen und Kollegen entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Fragebögen, die zur Erfassung des Konzepts der Hochsensibilität eingesetzt werden, wird im SV12 keine Einteilung in hochsensible und nicht-hochsensible Personen vorgenommen. Vielmehr wird ein kontinuierlicher Grad an Sensibilität und an Verarbeitungsproblematiken ermittelt, der mit dem einer Bevölkerungsstichprobe verglichen wird.

  • Der Aspekt der Sensibilität bezieht sich auf die Wahrnehmung von Menschen, Stimmungen und Gefühlen sowie insgesamt auf die Wahrnehmung der Umgebung. Außerdem gehören hierzu Neugierde und Ideenreichtum. Sensibilität kann als eine salutogene Ressource betrachtet werden. Salutogenese meint – im Gegensatz zur Pathogenese – die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Gesundheit.
  • Verarbeitungsprobleme drücken eine Belastung oder einen stressassoziierten Umgang in der Wahrnehmung von Mitmenschen, Stimmungen und Gefühlen sowie generellen Umgebungsreizen aus. Ebenso finden sich gewisse Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen. In der Konstruktion und Analyse des „Fragebogens zur Sensibilität und Verarbeitung“ konnte gezeigt werden, dass zwischen vielen psychosomatischen Erkrankungen und Verarbeitungsproblemen ein Zusammenhang besteht.

Hinweis: Bitte beachten Sie bei der Durchführung und der anschließenden Ergebnisdarstellung, dass dieser Fragebogen kein ausführliches Gespräch mit geschultem Fachpersonal (Ärzten, Psychotherapeuten, Heilpraktiker u. a.) ersetzen kann. Sie können das Ergebnis jedoch als Orientierung und ggf. als Ausgangspunkt für eine tiefergehende Beschäftigung mit dieser Thematik nutzen.

 

Behandlungskonzept Hochsensibilität

Erfahren Sie alles über das Behandlungskonzept für Menschen mit Hochsensibilität in unserem Prospekt.

Erfahrungsbericht einer Patientin

Eine Patientin mit Hochsensibilität spricht über ihre Zeit in den Heiligenfeld Kliniken.

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6 Antworten

  1. Hallo Frau Schmitt,
    vielen Dank für diesen Artikel, der dazu beiträgt, hochsensiblen Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen, wohin sie sich wenden können, wenn die Gesundheit auf Grund von Überlastung leidet.

    Das Erkennen der eigenen Hochsensibilität ist nach meiner Erfahrung schon ein erster wichtiger Schritt, besser mit sich und seinen Bedürfnissen umgehen zu können und damit zu vermeiden, krank zu werden. Schön, dass Sie dazu einen Test anbieten.

    Eine kleine Ergänzung noch zu Ihrem Artikel: es hilft oft, sich andere hochsensible Menschen zu suchen. Im Austausch zeigt sich, dass man nicht alleine “anders” ist, das beruhigt. Und solche Gespräche bieten die Möglichkeit, sich über mögliche Lösungen für schwierige Situationen auszutauschen, was das eigenen Leben einfacher machen kann.

    Herzliche Grüße
    Sabine Brunke-Reubold

    1. Liebe Frau Brunke-Reubold,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es freut mich persönlich sehr, dass Ihnen unser Artikel gefällt. Dass sie in den Kliniken andere hochsensible Menschen kennenlernen, erleben auch unsere Patient*innen als hilfreich. Danke für den wertvollen Hinweis.

      Herzliche Grüße
      Kathrin Schmitt

      1. Liebe Frau Schmitt,
        der Artikel sowie auch die Test sind sehr informativ und hilfreich. Durch ein Burnout/Depression wurde bei mir eine Hochsensibilität “festgestellt”. Mittlerweile kann ich wunderbar damit leben.

        1. Liebe Dunja,
          vielen herzlichen Dank für Ihr positives Feedback! Es freut uns sehr, dass Sie den Text und den Test als hilfreich empfinden. Genau das ist unser Anspruch.
          Anderen Interessenten tut es sicher sehr gut zu hören, dass Sie gelernt haben, mit Ihrer Hochsensibilität umzugehen. Denn im Grunde ist dieser Wesenszug ein Geschenk, wenn man es als solches betrachten kann und es nicht mehr zum ausbrennen führt.

          Herzliche Grüße aus Bad Kissingen
          Kathrin Schmitt

  2. Im Großen und Ganzen finde ich den Artikel zutreffend und hilfreich, allerdings musste ich den vorgeschlagenen Test nach 3 Fragen abbrechen, da eine derartig undifferenzierte, unausführliche Fragestellung einfach nicht wahrhaftig beantwortet werden kann.

    1. Vielen Dank für Ihr Feedback. Es freut uns zu hören das Ihnen der Artikel gefallen hat. Schade das Sie den anschließenden Test nicht wahrhaftig beantworten konnten. Die Testfragen wurden von Experten auf diesem Gebiet erstellt und geben eine durchaus realistische Antwort zur aktuellen Situation einer Person. Ob ein solcher Test als hilfreich angesehen wird, hängt vom Auge des Betrachters ab.

      Für Ihren weiteren Lebensweg wünschen wir Ihnen nur das Beste

      Herzliche Grüße
      Ihr Team der Heiligenfeld Kliniken

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