Kurzzeittherapie

Manchmal wächst einem alles über den Kopf und man weiß gar nicht mehr, wo man anfangen soll. Alles kommt auf einmal. Man hat das Gefühl, nicht mehr weiterzuwissen. Eine Krise kann jeden treffen, aber es gibt auch wirksame Hilfe!

Neben der Möglichkeit einer ambulanten Psychotherapie kann eine kurzzeitige Behandlung in einem spezialisierten Klinikrahmen helfen, wieder Kraft zu tanken und neue Hoffnung zu schöpfen.

Dieses Angebot richtet sich an Personen, die aus beruflichen, privaten oder sonstigen Gründen keinen längeren Klinikaufenthalt in Anspruch nehmen können. Eine stationär-psychosomatische Kurzzeittherapie hilft, psychische und psychosomatische Beschwerden fokussiert zu bearbeiten und zu lindern. Selbst durch die kurzfristige Distanz zum belastenden Berufs- oder Lebensumfeld kann eine deutliche Verbesserung des Befindens erreicht werden. Nach Erkennen und Benennen des aktuellen Problems wird die Behandlung darauf fokussiert, dieses zu entschärfen. Neben der Erarbeitung konkreter Bewältigungsstrategien geht es auch darum, die Basiskompetenzen der Selbststeuerung und Selbstfürsorge wiederherzustellen und zu festigen.

Die stationäre Kurzzeittherapie (zwei bis vier Wochen) hat – anders als eine ambulante Psychotherapie – den Vorteil, Abstand zu gewinnen. Die räumliche Entfernung hilft dabei, “von außen” auf die Problemlage zu schauen und diese zu reflektieren. Lösungsschritte können leichter gefunden, alternative Sichtweisen besser erkannt werden.

Die Kurzzeittherapie unterstützt dabei, Ansatzpunkte für Veränderung zu identifizieren. Und bei Bedarf besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit einer längerfristigen stationären Behandlung.

Die Spezifika der Kurzzeittherapie sind:

  • eine intensive und individuelle Einzeltherapie
  • speziell ausgewählte Gruppenangebote mit dem Fokus auf Ressourcenaktivierung, Stabilisierung und Regeneration
  • eine hohe Therapiedichte von mindestens 20 bis 30 Stunden/Woche
  • eine ganzheitliche Betrachtung von Körper, Seele und Geist

Eine stationäre Kurzzeittherapie kann im Falle eines behandlungsbedürftigen psychischen oder psychosomatischen Krankheitsbildes erfolgen.

In den Heiligenfeld Kliniken behandeln wir das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen:

  • Angstzustände und Depressionen jeder Art
  • akute und chronische Belastungsreaktionen
  • Erschöpfungs- und Burnout-Zustände
  • schwere Krisen im Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten oder unverarbeiteten Operationen, Unfällen oder Krankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatische Störungen, z.B. Kopfschmerzen, Herz-, Kreislauf-, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden
  • berufliche und persönliche Identitätskrisen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Glaubenskrisen
  • Essstörungen und Adipositas
  • Beginnende stoffgebundene und nichtstoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Sexual- und Beziehungsstörungen
  • Zustände nach psychotischen Episoden

 

Bei folgenden Beschwerden und Problemen ist eine (direkte) Aufnahme in unsere Kliniken hingegen nicht möglich:

  • Akute Selbst- oder Fremdgefährdung
  • akute psychiatrische Krankheitsphase
  • fehlende Absprachefähigkeit bei Suizidalität
  • Abhängigkeitserkrankung ohne bestehende Abstinenzfähigkeit

Eine stationär-psychosomatische Kurzzeittherapie hilft dabei, bestehenden Belastungen aus einer Distanz heraus zu begegnen und diese zu reduzieren. Um jedoch eine tiefgreifende Besserung zu erzielen, ist eine Behandlung von mindestens sechs Wochen erforderlich.

Sofern sich im Rahmen der Kurzzeittherapie herausstellt, dass eine solche umfassende stationäre Psychotherapie indiziert ist, stellt sich die Frage, wie diese realisiert werden kann. Sprechen Sie dazu bitte mit Ihrem*Ihrer Arzt*Ärztin oder Psycholog*in.