Depression

Wir alle kennen das Gefühl, einen “schlechten Tag” zu haben: Die Stimmung ist gedrückt, die Gedanken kreisen um anstehende Aufgaben, die man vielleicht lieber vor sich herschieben würde. Es fällt schwer, sich aufzuraffen, alles wirkt irgendwie farblos.

In den meisten Fällen gehen diese Phasen der Lustlosigkeit und Schwere von selbst wieder vorbei – bei jedem Fünften entwickelt sich aber mindestens einmal im Leben aus einem kurzzeitigen Stimmungstief eine Depression. Für Betroffene bedeutet die Erkrankung oft einen monatelangen Kampf, einhergehend mit Hilf- und Hoffnungslosigkeit, wachsender Verzweiflung und einem erhöhtem Suizidrisiko. Dabei können Depressionen erfolgreich behandelt werden. In der Hälfte der Fälle gelingt durch eine wirksame Therapie bereits nach acht Wochen ein deutlicher bis vollständiger Symptomrückgang.

Die Depression zählt zu den affektiven Störungen. Dies bedeutet, dass es zu einer Veränderung der Stimmungslage bei den Betroffenen kommt. Begleitet wird die veränderte Stimmungslage häufig von einer Veränderung der Aktivität.

Welche Symptome kennzeichnen eine Depression?

  • deutlich gedrückte Stimmung
  • emotionale Abgestumpftheit
  • Interessenverlust und Antriebsminderung
  • Schlafstörungen
  • Appetitminderung
  • Verlust der Libido
  • Sinnlosigkeitserleben, Lebensüberdruss bis hin zu Suizidgedanken und Suizidversuchen

 

Neben der sogenannten unipolaren Depression gibt es auch bipolare Verlaufsformen. Diese sind durch das zusätzliche Auftreten hypomanischer oder manischer Phasen gekennzeichnet. Gesprochen wird dann von den bipolaren affektiven Störungen, im Volksmund häufig als “manisch-depressiv” bezeichnet.

Symptome der bipolaren affektiven Störung sind:

  • deutlich gehobene, manchmal nahezu euphorische Stimmung
  • gesteigerte Aktivität, Ruhelosigkeit
  • leichte Ablenkbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • gesteigerte Gesprächigkeit / Geselligkeit
  • deutlichen Neigung zu vermehrtem Geldausgeben

 

Das gemeinsame Auftreten depressiver und hypomanischer/manischer Phasen findet sich in etwa 25 Prozent aller Erkrankungsfälle. Ausschließlich manische Episoden sind dagegen sehr selten (etwa fünf Prozent). Die unipolare Depression macht mit ungefähr 70 Prozent den größten Teil der affektiven Störungen aus. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Welche Ursachen kann eine Depression haben?

Die Entstehung affektiver Störungen lässt sich heute am besten mit Modellen erklären, die verschiedene Einflussfaktoren und Umstände berücksichtigen: Die sogenannten “bio-psycho-sozialen Modelle”. Neben genetischen und biologischen Faktoren – im Sinne einer Veranlagung – werden insbesondere auch lebensgeschichtliche Einflüsse betont. Aktuelle Konflikte, schwierige Lebensumstände oder Belastungen wie etwa eine körperliche Erkrankung, der Tod einer nahestehenden Person oder auch ein Arbeitsplatzverlust können eine Depression auslösen.

Für die Aufnahme in unsere Kliniken muss ein stationär behandlungsbedürftiges Krankheitsbild vorliegen.

Depressive Erkrankungen, die nach ICD-10 in unseren Kliniken behandelt werden, sind:

  • depressive Episode F32
  • rezidivierende depressive Störung F33
  • anhaltende affektive Störung F34
  • Anpassungsstörung (depressive Reaktion) F43.2
  • bipolare affektive Störungen F31.3

Depressionen lassen sich erfolgreich behandeln!

In den Heiligenfeld Kliniken sind wir auf die Behandlung depressiver Erkrankungen spezialisiert. Wir orientieren uns einerseits an den aktuellen medizinischen Leitlinien zur Therapie uni- und bipolarer Depressionen; gleichzeitig berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse und Lebensgeschichten unserer Patient*innen.

Zur störungsspezifischen Therapie besuchen unsere Patient*innen wöchentlich die Indikationsgruppe “Depression und Lebensfreude“. In dieser Gruppe erhalten sie im Rahmen einer Psychoedukation Wissen zu Symptomen, Anzeichen und Ursachen der Depression. Außerdem steht der Umgang mit den individuellen Beschwerden im Vordergrund. Praktische Übungen helfen dabei, sich besser kennenzulernen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Daneben bietet der Therapieplan eine Vielzahl weiterer, vor allem kreativ- und körpertherapeutischer Gruppen. Wir ermutigen unsere Patient*innen, sich auszuprobieren und Neues zu wagen. Auf diese Weise kommen sie wieder in Kontakt mit ihrer Kreativität und Kraft.

Nachfolgend finden Sie den Prospekt zur Behandlung von Depressionen in den Heiligenfeld Kliniken.

Flyer Depression

Selbsttest Depression

Leiden Sie unter einer Depression? Unter dem nachfolgenden Link finden Sie unseren Onlinetest, um eine erste Einschätzung über das mögliche Vorliegen einer depressiven Erkrankung zu erhalten. Bitte beachten Sie jedoch, dass dieser Test kein ausführliches und persönliches Gespräch mit einem*einer Expert*in ersetzen kann, um eine tatsächliche medizinische Diagnose zu stellen.
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