Qualität und Wissenschaft

In den Heiligenfeld Kliniken legen wir großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Patient*innen und unserer Mitarbeiter*innen. Damit dies jedoch nicht nur eine subjektive Einschätzung bleibt, sondern auch fundiert, transparent und nachvollziehbar geschieht, existiert im Unternehmen ein umfassendes Qualitätsmanagement. Hierdurch werden in allen relevanten Bereichen des Klinik- und Unternehmensbetriebs die jeweiligen Prozesse und Abläufe in ihrer Durchführung und Anwendung klar definiert. Kontinuierliche Verbesserungsprozesse und eine regelmäßige Überarbeitung der vorhandenen Leitlinien sind fester Bestandteil.

Nach einer ersten Selbstbewertung nach dem EFQM-Modell im Jahr 1999 wurden die Heiligenfeld Kliniken erstmals 2005 nach IQMP- Reha (exzellente Qualität in der Rehabilitation-EQR) zertifiziert. Im Jahr 2008/2009 erfolgte in allen Heiligenfeld Kliniken die sogenannte “vernetzte Zertifizierung” nach dem Zertifizierungsverfahren der KTQ GmbH (Kooperation für Transparenz und Qualität). Es war die erste “vernetzte Zertifizierung” in Deutschland gleichzeitig für den Krankenhaus- und Rehabilitationsbereich. Mit dieser Zertifizierung erfüllen wir in allen Rehabilitationsabteilungen die Voraussetzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) nach § 20 Abs. 2a SGB IX. Die multizentrische Qualitätsentwicklung und externe Qualitätssicherung der Heiligenfeld Kliniken wird durch das IQP (“Institut für Qualitätsentwicklung in der Psychotherapie und Psychosomatik”) durchgeführt.

Das IQP ist ein unabhängiges, wissenschaftliches Institut und führend im Bereich der Qualitätssicherung Psychosomatischer Medizin. Heiligenfeld gehört mit der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin (DGPM) zu den Gründungsinstitutionen des 1995 gegründeten Qualitätsverbunds psychosomatischer Krankenhäuser und Kliniken, aus dem sich im Jahr 2000 das unabhängig geführte Institut für Qualitätsentwicklung in der Psychotherapie und Psychosomatik formierte. Die Grundlage dieser Arbeit ist eine Versorgungsbereich übergreifende, effiziente Basisdokumentation, die in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten entwickelt wurde. Etwa jährlich wird einen Studie publiziert. Bisher wurden über 110.000 stationäre psychosomatische Behandlungsverläufe von 20 beteiligten Kliniken mit diesem Instrument dokumentiert. Die beteiligten Einrichtungen nutzen die vom IQP jährlich präsentierten und zur Verfügung gestellten Benchmarkingdaten für ihre interne Qualitätsentwicklung.

Im Bereich von Forschung und Wissenschaft finanzieren die Heiligenfeld Kliniken seit 2011 eine Stiftungsprofessur an der Universität Regensburg, Abteilung für Psychosomatische Medizin, die u. a. auch die wissenschaftliche Evaluation und Erforschung der Arbeit der Heiligenfeld Kliniken begleitet. In diesem Zusammenhang werden jährlich fünf bis zehn Studien durchgeführt und veröffentlicht. Darüber hinaus wird durch die Stiftungsprofessur speziell die Wissenschaft des menschlichen Bewusstseins gefördert.

Qualitätsberichte

Hier finden Sie die Qualitätsberichte der Heiligenfeld Kliniken zum Download.

Die Heiligenfeld Kliniken sind zertifiziert nach dem Zertifizierungsverfahren der KTQ GmbH (Kooperation für Transparenz und Qualität).

Die kontinuierliche Gewährleistung einer hohen Qualität in der Behandlung unserer Patient*innen ist für uns zentral. Heiligenfeld ist ein wachsendes Unternehmen mit einer langjährigen Geschichte und stets bestrebt, den Erwartungen von verschiedenster Seite gerecht zu werden.

Den Ansprüchen unserer Mitarbeiter*innen und Patient*innen ebenso wie denjenigen der einweisenden Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen, der Kostenträger, und allen weiteren Partner*innen.

Damit uns dies gelingt, setzen wir auf eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung:

  • Hausinterne Schulungen u. a. zu Moderations-, Präsentations- und Arbeitstechniken in Projektgruppen
  • Projektgruppen zum Qualitätsmanagement (QM)
  • Qualitätszirkel in Form unterschiedlicher Leitungsgremien und Leitungsteams
  • Interne und externe Fall-, Gruppen-, Team- und Leitungssupervision
  • Fehlermanagement-System
  • Interne Audits
  • Fall- und organisationsbezogene Teamsitzungen
  • Datenbankgestütztes Behandlungssteuerungssystem auf Basis interner Leitlinien und differenzierter Behandlungspfade
  • Interne Behandlungsleitlinien und Patientenleitlinien für 95 Prozent des bei uns behandelten Diagnosespektrums
  • Assessment-Instrumente: Ergebnis-Evaluation (für Aufnahme, Entlassung, Ein- und Dreijahres-Katamnese)
  • Therapiezielmonitoring für Patienten (zielorientiertes Arbeiten), Qualitätsmonitoring der Patienten für Behandlung, Strukturen, Prozesse und Service
  • Beschwerdemanagement-System (Meinungsforum)
  • Patientenbefragung zur Überwachung konzeptueller Entwicklungen
  • Interne und externe Mitarbeiterbefragungen
  • Wissensmanagement
  • Bewerbung bei Preiswettbewerben (z. B. Great Place to Work®-Wettbewerb, Deutschlands Kundenchampions)
  • Zertifizierungsverfahren (KTQ-Kooperation für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen, Bio-Zertifizierung, RAL-Gütezeichen, EMAS-Geprüftes Umweltmanagement)

Alle Leistungsprozesse im Unternehmen werden in ihrer Entwicklung überprüft. Beispiele sind:

  • Patientenzufriedenheit mit 70 Einzelindikatoren
  • Wahrnehmung des Klinikleitbilds (Essenzen) und der ethischen Werte durch unsere Patienten
  • soziodemographische, anamnestische und medizinische Patientenprofile
  • Leistungsprofile unserer Therapie- und Serviceangebote
  • Behandlungsdauer
  • Erfolgsindikatoren der Therapie
  • Behandlungsnachhaltigkeit mit einem Ein- und Dreijahres-Messzeitraum (Katamnese)
  • Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter inkl. Aspekten der Wirtschaftsethik und persönlicher Entwicklungsmöglichkeiten
  • Zufriedenheit der Einweiser und der Kostenträger mit den Klinikleistungen und dem Service
  • Gesellschaftliche und politische Indikatoren (Öffentlichkeitsarbeit, Konferenzwesen, Fortbildungsangebote)
  • Beschwerdemanagement (Meinungsforum)
  • Fehlermanagement
  • Wissensbilanzierung

Die Gewährleistung einer hohen Behandlungsqualität ist uns ein zentrales Anliegen. Angestrebt wird eine psychosomatische Behandlung, die unseren Patient*innen zu einer deutlich spürbaren Verbesserung ihres Befindens verhilft.

Die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen ist ebenso ein wesentliches Element unseres Behandlungsverständnisses. Die nachfolgenden Grafiken geben Ihnen einen Überblick über die Qualität unserer Arbeit aus dem Jahr 2019.

Einweiserbefragung 2019

90,6 Prozent der befragten Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen geben an, dass sich das psychische Befinden ihrer Patient*innen nach der Behandlung in den Heiligenfeld Kliniken gebessert hat.

Ebenso berichten 78,4 Prozent der befragten Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen von einer Besserung des körperlichen Befindens ihrer Patient*innen nach der Behandlung in den Heiligenfeld Kliniken.

Mehr als 84 Prozent der befragten Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen sind mit der Behandlungsqualität in den Heiligenfeld Kliniken sehr zufrieden. 72,4 Prozent berichten, dass ihre Vorstellung vom Behandlungserfolg erfüllt wurde. Bei 12,5 Prozent wurde diese sogar übertroffen.

Die Heiligenfeld GmbH hat sich an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) initiierten Projekt „Wissensbilanz – Made in Germany“ seit 2006 als Pilotunternehmen beteiligt.

In einer Informations- und Wissensgesellschaft ist Wissen zu einem der bedeutendsten Einflussfaktoren für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg geworden. Das immaterielle Vermögen von Unternehmen entscheidet zunehmend über deren Zukunftsfähigkeit.

Wie auch in anderen Branchen und Disziplinen vervielfacht sich das Fachwissen in der Medizin und Psychotherapie in immer kürzeren Zeitabständen. Bei immer knapper werdenden Ressourcen im Gesundheitswesen ist es deshalb notwendig, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Behandlungsabläufe zu integrieren, um trotz der immer kürzer werdenden Aufenthaltsdauer der Patienten höchste Behandlungsqualität zu gewährleisten. Doch nicht nur die Integration von neuestem medizinischen und psychotherapeutischen Fachwissen in den Behandlungsprozess ist für unseren Geschäftserfolg von Bedeutung. Auch organisationales Wissen in den Bereichen Informationstechnologie, Personalentwicklung, Behandlungssteuerung und Prozessmanagement, Aufnahmemanagement und Marketing muss für einen nachhaltigen Geschäftserfolg umfassend erfasst und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Die Heiligenfeld GmbH sieht die Wissensbilanz als ergänzendes Management-Instrument zum Qualitätsmanagement und strategischen Analyse- und Planungsverfahren. Einen großen Vorteil erkennen wir in der Analyse der Einflussfaktoren, die auf den Geschäftserfolg wirken. Die Identifikation dieser Einflussfaktoren ist für die strategische Weiterentwicklung und den Unternehmenserfolg von großer Bedeutung.

Die Kernaufgabe unseres Unternehmens ist die Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Der wesentliche Einflussfaktor für eine hohe Behandlungsqualität liegt in den leitliniengestützten Behandlungsprozessen mit ihren definierten Behandlungspfaden und dem Fachwissen des therapeutischen Personals. Die Behandlungsqualität ist der wichtigste Einflussfaktor für unseren Geschäftserfolg und damit für die Konkurrenzfähigkeit der Heiligenfeld GmbH. In unserem stark von Wissen und Berufserfahrung abhängigen Feld der Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie besteht die Herausforderung für das Management darin, das relevante externe Wissen aus Wissenschaft und Forschung zu identifizieren und dieses mit unseren bestehenden internen Organisationsstrukturen und der Prozessorganisation zu verbinden.

In der Wissensbilanz sehen wir eine Systematisierung der Faktoren, die unser Unternehmen bisher so erfolgreich machten und finden Hinweise für zukünftige Maßnahmen zur Unternehmensentwicklung.

Wissensbilanz 2015

Studien und Forschung in den Heiligenfeld Kliniken

Zusammengestellt von Prof. Dr. Thilo Hinterberger, Uniklinikum Regensburg

Ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten:

 

 

 

 

1. Publikationen

Hinterberger, T., Auer, J., Schmidt, S., Loew, T. (2013). „Evaluation of a salutogenetic concept for stationary psychosomatic treatment”, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, DOI 10.1155/2013/735731. (IF 2.175)

Hinterberger, T., Galuska, D. and Galuska, J. (2019). „Der SV12: Entwicklung eines klinischen Inventars zur Erfassung von Sensibilität und deren Verarbeitungsproblematiken“, Complementary Medicine Research. 26(4): 240-249. DOI: 10.1159/000497283

Ertl, Sebastian, Vogt, Michael, Loew, Thomas, Hinterberger, Thilo (submitted) „Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität psychisch kranker Kinder mit dem KINDL-R: Untersuchung psychometrischer Eigenschaften des Kid-KINDL für die Qualitätssicherung stationärer psychosomatischer Behandlungen 8- bis 11-jähriger Kinder“, Diagnostica.

Thilo Hinterberger, Nike Walter, Joachim Galuska (submitted) „Lebenskompetenzen in der psychosomatischen Medizin – Ein Fragebogeninstrument“, Diagnostica.

Ertl, Sebastian, Vogt, Michael, Loew, Thomas, Hinterberger, Thilo (submitted). “Vorschlag einer Basisdokumentation für die Kinder- Jugend- und Familienpsychosomatik auf Basis einer Synopsis von Basisdokumentationen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, PPmP.

2. Wissenschaftliche Kongressbeiträge

Vorträge

DGPM/DKPM Kongress (online) im Juni 2021. Symposium: „Einfluss und Bedeutung von Natur und Tier in der psychosomatischen Behandlung“ mit Vorträgen: Thilo Hinterberger und Frank Rihm: „Konzept und Evaluation der Naturtherapie in der stationären psychosomatischen Behandlung“ und Heinz-Josef Beine und Thilo Hinterberger: „Tiergestützte Therapie in der stationären psychosomatischen Behandlung“.

Conference “Towards a Science of Consciousness” in Interlaken, Schweiz vom 24. Bis 29. Juni 2019. Vortrag: “Breathing and the brain – decelerated breathing synchronizes brain and body rhythms” und Poster “Conscious perception – gift or burden? A new approach for studying sensitivity and sensory processing problems”.

Symposium „Hochsensibilität – klinische Studien und bewusstseinswissenschaftliche Aspekte“ am DKPM-Kongress vom 20. – 22. März 2019 in Berlin. Vorträge: „Der SV12: Entwicklung eines klinischen Inventars zur Erfassung von Sensibilität und deren Verarbeitungsproblematiken“ und „Klinisch relevante Korrelate von Sensibilität und Verarbeitungsproblematiken bei psychosomatischen Patienten“

Vortrag am Kongress “Hochsensibilität” in Ede/Wageningen (Niederlande) am 9.11.2018: „Sensitivity and Sensory Processing Problems – a new approach“.

Vortrag am DGPPN Kongress 2018 vom 28.11. bis 1.12.2018 in Berlin: „Entschleunigtes Atmen (paced slow breathing) – Salutogenese durch Synchronisation von Körperrhythmen“.

Vortrag am DKPM-Kongress „Psychosomatik als Perspektive“ vom 21. Bis 24. März 2018 in Berlin: „Entschleunigtes Atmen (paced slow breathing) – Salutogenese durch Synchronisation von Körperrhythmen“.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin 2016 vom 16. – 19. März 2016 in Potsdam. Vortrag: „Das ARK-Modell: Resilienz durch transrationale Kompetenzen“.

Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie „Psycho-Somatik: Dialog statt Dualismus“ am 26. März 2015 in Berlin. Vortrag und Symposium: „Transrationale Kompetenzen zur Kompensation psychischer Probleme aufgrund extrinsisch motivierter Überforderung“.

DGPPN Kongress am 27. November 2014 in Berlin. Poster und Präsentation: T. Hinterberger, „Transrationale Kompetenzen zur Kompensation psychischer Probleme durch extrinsisch motivierte Überforderung“.

Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie vom 20.–23. März 2013 in Berlin.

DKTP-Symposium „Qualität in der professionellen „transpersonalen“, „spirituellen“ Arbeit“ vom 01.–02. April 2011 im Werkhof Hannover, Vortrag: „Qualitätsmerkmale einer spirituell-transpersonalen Psychotherapie“.

Abstracts und Posterbeiträge

DGPM/DKPM Kongress 16.-18. Juni2021, Berlin. Jens Hamberger, Thilo Hinterberger, Thomas Loew, Karin Meissner, Katja Weimer: „Das gesundheitsökonomische Potential bei der Verwendung von open-label Placebos bei der Behandlung von ADHS“.

DGPM/DKPM Kongress 16.-18. Juni2021, Berlin. Sebastian Ertl, Thomas Loew, Michael Vogt, Thilo Hinterberger: „Untersuchung der psychometrischen Eigenschaften des Kid-KINDL für die Qualitätssicherung stationärer psychosomatischer Behandlungen 8- bis 11-jähriger Kinder“.

DGPM/DKPM Kongress 16.-18. Juni2021, Berlin. Heinz-Josef Beine und Thilo Hinterberger: „Tiergestützte Therapie in der stationären psychosomatischen Behandlung“.

DGPM/DKPM Kongress 16.-18. Juni2021, Berlin. Thilo Hinterberger und Frank Rihm: „Konzept und Evaluation der Naturtherapie in der stationären psychosomatischen Behandlung“.

DGPPN Online-Kongress 2020. E-Poster: Thilo Hinterberger, Jörg Ziegler: „Sensibilität und Verarbeitung im therapeutischen Kontext“.

DGPPN Online-Kongress 2020. E-Poster: Thilo Hinterberger, Heinz-Josef Beine, Frank Rihm, Jörg Ziegler „Evaluation von Intensivwochen in der stationären psychosomatischen Medizin“.

DGPPN Online-Kongress 2020. E-Poster: Thilo Hinterberger, Nike Walter, Thomas Loew „Entschleunigtes Atmen (paced slow breathing) – Salutogenese durch Synchronisation von Körperrhythmen“.

DGPM/DKPM Kongress 2020 (ausgefallen), Berlin, Abstract im Abstractbuch :Ertl, Sebastian, Loew, Thomas, Vogt, Michael, Hinterberger, Thilo. „Untersuchung der psychometrischen Eigenschaften des Kid-KINDL zur Erhebung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) für die Qualitätssicherung psychosomatischer Behandlungen 8 bis 11-jähriger Kinder“.

Conference “Towards a Science of Consciousness” in Interlaken, Schweiz vom 24. Bis 29. Juni 2019. Poster: Thilo Hinterberger, Devina Galuska, Joachim Galuska: “Conscious perception – gift or burden? A new approach for studying sensitivity and sensory processing problems”.

DGPM/DKPM Kongress 20.-22. März 2019, Berlin, Poster: Thilo Hinterberger, Christopher Doliwa, Nike Walter, Thomas Loew „Entschleunigtes Atmen (paced slow breathing) – Salutogenese durch Synchronisation von Körperrhytthmen“.

DGPM/DKPM Kongress am DGPM-Kongress März 2017 Posterpräsentation: Thilo Hinterberger & Devina Galuska (2017). „Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung von Hochsensibilität für die psychosomatische Therapie“.

Hinterberger, T. (2016), „Das ARK-Modell: Resilienz durch transrationale Kompetenzen“, in Abstractband „Beziehung und Gesundheit – Fortschritte in der Psychosomatischen Medizin“ anlässlich des Kongresses “Psychosomatik und Psychotherapie” vom 16. bis 19. März 2016 in Potsdam, S. 72.

EAPM Kongress vom 1. bis 4. Juli in der Meistersingerhalle, Nürnberg. Poster: Thilo Hinterberger, Jochen Auer, and Thomas Loew: “Evaluation of a Salutogenetic Concept for Inpatient Psychosomatic Treatment”.

Mind and Life Summer Retreat, August 2014, Chiemsee. Poster: Klaus Blaser, Milena Zlabinger, Jacqueline Buchli-Kammermann, Thilo Hinterberger „Correlation between the mental self-boundary and mindfulness shown by questionnaires scores, before and after self-boundary awareness training, and neurophysiological correlates”.

Mind and Life Summer Retreat, August 2014, Chiemsee. Poster: Thilo Hinterberger, Jochen Auer, Stephanie Schmidt, and Thomas Loew, „Evaluation of a Salutogenetic Concept for Inpatient Psychosomatic Treatment”.

Abschlussarbeiten

  • Wirksamkeit der hundebegleiteten Therapie in der stationären psychosomatischen Behandlung
  • Singen gegen die Angst? – Auswirkungen von Singen auf den aktuellen Angstzustand
  • Testtheoretische Analyse eines Fragebogens zur Erfassung von Hochsensibilität und Entwicklung einer Kurzform
  • Psychosomatische Merkmale von Ärzten, Psychologen/Psychotherapeuten und Pflegekräften in stationärer psychosomatischer Behandlung und deren Verlauform
  • Evaluation of a salutogenetic concept for inpatient psychosomatic treatment
  • Haben es Menschen in helfenden Berufen schwerer?
  • Suche nach Prädiktoren für Störungsbilder aus Laborwerten psychosomatischer Patienten
  • Die Rolle von Spiritualität für den Therapieerfolg bei Patienten
  • The Sensorium: As a therapeutic setting in comparison to treatment approaches of the Heiligenfeld Kliniken
  • The Sensorium – a mindful experience of the own body – Implementation and evaluation of a therapeutic intervention for patients suffering from depression
  • Was ist Heiligenfeld und welche Faktoren machen Heiligenfeld zu einem Ort der Heilung?
  • Funktionsfähigkeit bei Patienten mit Zustand nach Hüft- und Knie-Endoprothesenimplantation

Die Behandlungsabläufe in den Heiligenfeld Kliniken folgen klinikinternen Leitlinien und Patient*innenpfaden.

Dabei handelt es sich um Regelungen der Abläufe bei der Diagnostik und Therapie für die unterschiedlichen Erkrankungen. Wir besitzen für alle wesentlichen Störungsgruppen eigene Versionen dieser Leitlinien. Sogenannte “Patient*innenversionen” sind in allgemeinverständlicher Sprache formuliert und werden jeder Patientin und jedem Patienten während des Klinikaufenthalts, bezogen auf ihre*seine Diagnose, zur Verfügung gestellt.

Fachlich formuliert regeln unsere institutionellen Leitlinien und Patientenpfade (Clinical Pathways) die Abläufe in unseren Kliniken. Die internen Gegebenheiten und Auffassungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die übergeordneten sozialrechtlichen Richtlinien und nationalen Leitlinien der Fachgesellschaften, etwa der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachverbände).

Unsere Ziele sind:

  • eine Erhöhung und Vereinheitlichung der Behandlungsqualität,
  • eine Erleichterung der Arbeitsroutine,
  • eine Verbesserung der Dokumentation,
  • ein verbessertes Risiko-Management,
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungseffekte für die Mitarbeiter*innen,
  • eine erhöhte Transparenz der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen,
  • insbesondere für Patient*innen und Kostenträger,
  • die Schaffung einer Grundlage für Kostenanalysen.

Aufbau

Für die meisten der von uns behandelten Indikationen sowie für die meisten Verlaufsbesonderheiten, wie z. B. Suizidalität, selbstverletzendes Verhalten oder drohender Behandlungsabbruch wurden Leitlinien formuliert und in Form von Behandlungspfaden implementiert. Da bei psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen viele Ablaufelemente (z. B. Aufnahmeprozess, Behandlungsabschluss usw.) nach dem gleichen Standard ablaufen und die Verweildauern auch höher sind als in anderen Fachgebieten, ist eine große Detailtreue und Tiefe der Darstellung nicht sinnvoll. Mit unseren klinikinternen Leitlinien und Pfaden werden daher eine Reihe von Prozeduren, wie z. B. Gruppenpsychotherapie nur benannt, während ihre genauere Beschreibung als Teilprozess in einem anderen Dokument festgehalten ist.

Psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen erfordern angesichts der bedeutsamen individuellen Besonderheiten der Patient*innen ein variables Setting. Die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Behandlungselemente werden daher im Sinne von Modulen zu Behandlungsmustern zusammengesetzt, die individuell angepasste diagnostisch-therapeutische Konfigurationen zur Folge haben. Sofern sich dies begründen lässt, enthalten die klinikinternen Leitlinien und Pfade Kriterien zur Entscheidungsfindung für den Einsatz der einzelnen Module.

Die klinikinternen Leitlinien und Pfade für Diagnosegruppen enthalten allgemeine Angaben, das prästationäre Vorgehen, die Diagnostik, die Behandlung, die poststationären Abläufe, zusätzliche Informationen, einen Modellstundenplan und die Beschreibung des Anhangs (der aus Hintergrundinformationen besteht). Die Ablaufdarstellungen für Komplikationen oder Besonderheiten im Verlauf sind schematisch dargestellt. Die sich aus der Pfad-Darstellung ergebenden Check-Listen für den Klinikalltag sind ins Krankenhaus-Informations-System integriert.

Durchführung

Bereits im Aufnahmemanagement wird die*der Patient*in einem Pfad im Krankenhaus-Informations-System für die Behandlungsführung zugeordnet, sofern dies möglich ist. Die Zuordnung zu einem oder mehreren Pfaden wird durch die*den zuständige*n Ärzt*in bzw. Psycholog*in im diagnostischen Prozess der stationären Behandlung bestätigt bzw. der Pfad wird dann gewechselt. Die klinikinternen Leitlinien und Behandlungspfade stellen Behandlungskorridore und Behandlungsempfehlungen für alle therapeutischen Mitarbeiter*innen dar. Sie sind angewiesen, sich an die entsprechenden Vorgehensweisen zu halten und nur in begründeten Fällen davon abzuweichen.

Implementierung

Die klinikinternen Leitlinien und Behandlungspfade wurden und werden in den Klinikalltag auf folgende Weise implementiert:

  • Bekanntmachung der klinikinternen Leitlinien und Patient*innenpfade im Rahmen des Qualitätsmanagements nach ihrer Erstellung.
  • Leitlinienverantwortliche haben die Aufgabe, die Leitlinien jährlich zu überprüfen, sie weiterzuentwickeln und nach den nationalen und internationalen Leitlinien anzupassen, bei Bedarf QM-Gruppen einzurichten und die Leitlinien im Rahmen der Fortbildungsveranstaltungen zu besprechen.
  • Die Leitlinien sind in ihrer jeweils aktuellen Fassung im Intranet, einschließlich aller Anhänge, veröffentlicht.
  • Vorstellung und Diskussion der Leitlinien im Rahmen der klinikinternen Fortbildung (ca. jährlich für jede Leitlinie mit Fallbeispielen).
  • Erstellung von Patient*innenversionen der Leitlinien und Aushändigung der jeweils relevanten Leitlinie an die Patient*in sowie Erläuterung der jeweiligen Leitlinien im Rahmen der Indikationsgruppen.
  • EDV-Abläufe der Behandlungsorganisation (Formulare, Checklisten, Anordnungen) gemäß der Leitlinien.

Klinikinterne Behandlungsleitlinien

Folgende diagnosespezifische Leitlinien liegen als Fachversion und als Patient*innenversion vor:

  • Angststörungen
  • Borderline-Störungen
  • Depressionen
  • Essstörungen
  • Narzisstische Störungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Psychoonkologie
  • Psychose-Rehabilitation
  • Religiöse und spirituelle Störungen
  • Somatoforme Schmerzstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Zwangsstörungen

Folgende komplikationsspezifische Leitlinien liegen vor:

  • Regressive Dekompensation
  • Spaltung im Team
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Suizidalität
  • Manische Dekompensation
  • Therapie-Abbruch

Angesichts ihrer Besonderheit wird als Beispiel die Leitlinie “Religiöse und spirituelle Krisen” veröffentlicht. 

Zur Weiterentwicklung unserer Leitlinien und Abläufe und im Sinne eines wissenschaftlichen Austausches sind wir sehr interessiert an Rückmeldungen und Anregungen. Gerne stellen wir Ihnen auch weitere Leitlinien zur Verfügung.
Wenden Sie sich dafür bitte an:

Dr. Heinz-Josef Beine – Chefarzt der Heiligenfeld Klinik Uffenheim
E-Mail: heinz-josef.beine@heiligenfeld.de