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Bindungs- und Entwicklungstraumata

Wenn frühe Verletzungen das Leben prägen

In den ersten Lebensjahren werden die Grundsteine dafür gelegt, wie wir uns selbst und andere Menschen wahrnehmen, wie wir Beziehungen erleben und wie wir insgesamt mit der Welt um uns herum interagieren. Kinder, die in einem behüteten Umfeld voller Wärme und emotionaler Ansprache aufwachsen, die sich ausprobieren, positive Erfahrungen sammeln und sich insgesamt sicher gebunden entfalten können, haben ideale Voraussetzungen für ihren späteren Lebensweg. Sind die ersten Jahre hingegen geprägt von Vernachlässigung, Abwesenheit verlässlicher Beziehung oder gar körperlicher und emotionaler Gewalt, entstehen Verletzungen, die sich tief einprägen.

Diese sog. Bindungs- und Entwicklungstraumata können bis ins Erwachsenenalter nachwirken und Beziehungen, Selbstwert sowie den Umgang mit Belastungen prägen. In unseren Kliniken helfen wir Betroffenen dabei, ein besseres Verständnis  für ihre frühen Verletzungen zu entwickeln und neue Wege zu mehr innerer Sicherheit zu finden.

Symptome

Die Folgen von Entwicklungs- und Bindungstraumata spüren Betroffene sowohl in der Beziehung zu sich selbst als auch im Umgang mit anderen Menschen. Typische Symptome sind bspw.:

  • Große Angst vor Beziehung und Bindung – Angst vor erneuten Verletzungen
  • Starkes Kontrollbedürfnis, anklammerndes Verhalten
  • Gestörte Emotionsregulation, chronisches Stresserleben, Daueranspannung
  • Gefühl innerer Leere, Abgespaltensein von der Welt und anderen Menschen
  • Massive Selbstzweifel, Schuld- und Schamgefühle

Behandlung von Bindungs- und Entwicklungstraumata

Die Folgen von Entwicklungs- und Bindungstraumata haben sich wortwörtlich in das psychische Fundament der Betroffenen eingeschrieben. Zu verstehen, warum bestimmte Verhaltens- und Erlebensweisen im Hier und Heute auftreten, kann deshalb nur der erste Behandlungsschritt sein. Für eine spürbare Veränderung braucht es einen Therapieansatz, der gleichzeitig emotional aktiviert und korrigiert. In unseren Kliniken bieten wir ein geschütztes Umfeld, in dem frühe Verletzungen gelindert und neue Beziehungserfahrungen gemacht werden können.

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Häufige Fragen zum Thema Bindungs- und Entwicklungstraumata

Bindungs- und Entwicklungstraumata entstehen aus einer lange andauernden Situation der Vernachlässigung, Verletzung und Instabilität in den ersten Lebensjahren. Demgegenüber handelt es sich bei sog. Einzeltraumata um spezifische Ereignisse, etwa einen Überfall, eine Naturkatastrophe oder einen Autounfall, aus dem heraus sich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln kann.  

Grundsätzlich gilt: Die Behandlung von Bindungs- und Entwicklungstraumata ist vor allem Beziehungsarbeit. Betroffene kommen mit einem tiefsitzenden Gefühl der Verunsicherung, häufig auch Misstrauen, in die Behandlung. Umso mehr muss die Therapeutin bzw. der Therapeut Wert auf einen behutsamen Beziehungsaufbau legen, der Vertrauen entstehen lässt. Erst von einer solchen sicheren Basis aus können bisherigen Verhaltens- und Erlebensmuster angeschaut, in ihrer bisherigen Funktions als Überlebensmechanismen gewertschätzt und dann behutsam an die Bedürfnisse im Hier und Heute angepasst werden. Konfrontatives Arbeit muss stets ressourcenorientiert-stabilisierend gestützt werden. Letztlich geht es darum, 

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