16. Oktober 2026 – Am 15. Oktober 2026 wurden die „Gärten der Seele“ in Bad Kissingen im Rahmen einer Eröffnungsfeier offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Rund 100 Gäste und Interessierte kamen auf das Gelände an der Alten Euerdorfer Straße. Die Anlage gliedert sich in verschiedene thematische Bereiche, die Natur und Kunst miteinander verbinden. Bereits im Eingangsbereich setzen 28 Friedenspfähle mit Friedensbotschaften in mehr als 100 Sprachen ein sichtbares Zeichen. Schülerinnen und Schüler der Einhard-Grundschule Euerdorf haben sie im Rahmen der Ramsthaler Kunstwoche gestaltet. Eine neu gepflanzte Baumallee führt auf das Gelände; für die Bäume haben Mitarbeitende von Heiligenfeld Patenschaften übernommen.
Ein dauerhafter Ort zum Innehalten
Initiator des Projekts ist Dr. Joachim Galuska, Mitgründer der Heiligenfeld Kliniken. In seiner Ansprache verwies er auf die zunehmenden psychosozialen Belastungen in der Gesellschaft. Die menschliche Seele verfüge über die Fähigkeit zu innerer Entwicklung und Heilung, könne unter den Belastungen der heutigen Zeit jedoch auch an ihre Grenzen geraten. Die „Gärten der Seele“ seien deshalb als dauerhaft verfügbarer Ort gedacht, an dem Natur und Kunst zum Innehalten, zur bewussten Wahrnehmung und zur persönlichen Reflexion anregen.
Das Projekt knüpft an den 2015 begonnenen „Wald für die Seele“ im Kissinger Klauswald an. Nach dem Ende der dortigen Nutzungsvereinbarung wurde die Idee auf einem Grundstück von Heiligenfeld neu ausgerichtet. Träger sind die Heiligenfeld GmbH und die Stiftung Bewusstseinswissenschaften.
Galuska dankte zugleich allen Beteiligten, die an Planung und Umsetzung mitgewirkt hatten. Auch seine Frau Uta Galuska hob in einer kurzen Ansprache die gemeinsame Leistung hervor: Gerade in herausfordernden Situationen habe das Team zusammengearbeitet, Lösungen gefunden und damit die Eröffnung ermöglicht.
Natur, Kunst und unterschiedliche Wege zur inneren Auseinandersetzung
Die „Gärten der Seele“ verstehen sich als Erlebnisraum in der Natur. Pflanzenkunstwerke, Skulpturen und landschaftliche Gestaltungen greifen unterschiedliche Themen des Lebens auf. Zu den einzelnen Bereichen gehören unter anderem eine Waldbühne, ein Kinder-Garten, ein Friedensgarten, der „Heilige Hain“, ein Labyrinth, der „Lebenslauf“ und ein Chakren-Weg. Über das Gelände verteilt finden sich außerdem Orte der Poesie und künstlerisch gestaltete Stationen zu verschiedenen Seelenthemen. Durch Wachstum, Jahreszeiten und natürliche Veränderungen soll sich auch das Erscheinungsbild der Gärten fortlaufend wandeln.
Die Waldbühne ist für Veranstaltungen, Lesungen oder kleinere Aufführungen vorgesehen. Der Friedensgarten erinnert symbolisch an inneren und äußeren Frieden, während das Labyrinth den Weg zur eigenen Mitte aufgreift. Im Bereich „Lebenslauf“ können Besucherinnen und Besucher verschiedene Lebensphasen von der Geburt bis zum Lebensende durchschreiten.
Grußworte aus Landkreis und Stadt
Landrat Mario Götz dankte den Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit, die konstruktiven Gespräche sowie für Engagement, Durchhaltevermögen und Kompromissbereitschaft. Die „Gärten der Seele“ seien eine Bereicherung für den Landkreis und böten einen Ort, um zur Ruhe zu kommen und sich bewusst mit der eigenen seelischen Gesundheit auseinanderzusetzen.
Auch Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel würdigte die Bedeutung von Heiligenfeld für Bad Kissingen. Er bezeichnete Heiligenfeld als visionäres Unternehmen, dessen ganzheitliches therapeutisches Konzept auch Spiritualität und Achtsamkeit einbeziehe. Nach dem Rückgang der klassischen Badekur-Angebote Anfang der 1990er-Jahre habe Heiligenfeld dazu beigetragen, entstandene Lücken medizinisch und wirtschaftlich neu zu füllen.
Besonders hob Vogel auch das öffentliche Wirken des Unternehmens hervor. Angebote und Projekte im öffentlichen Raum – wie nun die „Gärten der Seele“ – seien Teil einer lebendigen Stadtentwicklung. Dies sei auch mit Blick auf den Welterbe-Status Bad Kissingens von Bedeutung: Als Welterbestadt dürfe Bad Kissingen nicht stehen bleiben, sondern müsse sich kontinuierlich weiterentwickeln.
Im Anschluss an die offiziellen Redebeiträge und die Eröffnung konnten die Besucherinnen und Besucher das Gelände kennenlernen. Einige nutzten die angebotenen Führungen durch die verschiedenen Bereiche, andere machten sich auf eigene Faust auf den Weg durch die „Gärten der Seele“.
Weitere Informationen zu Konzept, Aufbau und den einzelnen Gartenbereichen finden Sie auf der offiziellen der Website der „Gärten der Seele“.