Erfahrungsbericht eines ehemaligen Patienten
Manchmal geraten wir in unserem Leben an einen Punkt, an dem es nicht mehr möglich ist, einfach weiterzumachen wie bisher. Wenn die seelische Belastung zu groß wird, braucht es Unterstützung und einen geschützten Raum, um sich mit sich selbst und der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.
Matthias Hoffart kam wegen Depressionen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung in die Heiligenfeld Klinik Uffenheim. Sein Aufenthalt wurde für ihn zu einem wichtigen Wendepunkt. Heute blickt er mit mehr Stabilität und Achtsamkeit auf sein Leben und möchte auch anderen Menschen Mut machen.
Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen in der Klinik, den Impulsen, die ihn bis heute begleiten, und seinem persönlichen Weg nach der Therapie.
1. Warum hatten Sie einen Aufenthalt in den Heiligenfeld Kliniken?
Ich leide unter Depressionen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Mein Körper und meine Seele hatten mir damals unmissverständlich signalisiert, dass ein einfaches „Funktionieren“ und „Weiter so“ nicht mehr tragbar war. Ich brauchte einen geschützten Raum, professionelle Unterstützung und die Möglichkeit, mich meinen tiefen inneren Themen und Wunden zu stellen.
2. In welcher Klinik waren Sie genau?
In der Heiligenfeld Klinik Uffenheim.
3. Wie haben Sie Ihren Aufenthalt bei uns erlebt?
Der Aufenthalt war für mich ein prägender Wendepunkt. Besonders heilsam war die ganzheitliche und zutiefst menschliche Atmosphäre: Man wird nicht auf Diagnosen reduziert, sondern als ganzer Mensch mit all seinen Facetten gesehen und angenommen. Diese Wertschätzung und der geschützte Rahmen haben mir erlaubt, alte Schutzmauern abzulegen und mich vollkommen auf den therapeutischen Prozess einzulassen.
4. Welche Therapien oder Angebote haben Ihnen am meisten gebracht? Warum?
Besonders die heilsame Spiritualität und das Angebot der Körperdynamik haben mich nachhaltig berührt und bewegt. In der Körperdynamik konnte ich wieder in einen echten, spürbaren Kontakt mit mir selbst treten und festsitzende Blockaden lösen. Die heilsame Spiritualität hat mir geholfen, wieder Sinn, Verbundenheit und Vertrauen zu finden. Zudem habe ich in dieser Zeit begonnen, Stift und Papier in die Hand zu nehmen – das strukturierte Aufschreiben meiner Gedanken wurde zu einem unverzichtbaren Anker, um inneres Chaos zu ordnen.
5. Was haben Sie aus der Therapie mit in den Alltag genommen?
Vor allem das tiefe Verständnis, dass Achtsamkeit und Selbstfürsorge tägliche, gelebte Praxis sein müssen. Aus meinen Notizen und den Impulsen der Therapie ist etwas ganz Neues entstanden: Ich habe das Schreiben fest beibehalten und daraus meine Buchreihe „Sei mehr wie James“ entwickelt. Die Geschichten rund um das „Gänseblümchen-Prinzip“ sollen Menschen Mut machen, inmitten von Krisen und Reizüberflutung stoische Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Was in Uffenheim als persönlicher Heilungsweg begann, darf heute anderen Menschen als Stütze dienen.
6. Wie lange waren Sie bei uns und wann ca.?
Ich war zunächst im März/April für zwei Wochen zur Krisenintervention in Uffenheim und anschließend ab Anfang Juni für acht Wochen in der Langzeittherapie.
7. Wie geht es Ihnen heute?
Heute habe ich eine ganz neue Stabilität, Achtsamkeit und Dankbarkeit für das Leben gewonnen. Natürlich gibt es weiterhin herausfordernde Phasen, aber mein innerer Werkzeugkoffer ist heute gefüllt. Durch meine tägliche Achtsamkeitsroutine, das Schreiben und den bewussten Umgang mit meinen Kräften fühle ich mich geerdet. Zu sehen, dass aus den dunklen Momenten etwas Schöpferisches erwachsen ist, das nun auch anderen hilft, schenkt mir tiefen Sinn.
Weitere Impulse von Matthias Hoffart lesen Sie auf Instagram: @matthias.hoffart.autor
Weiterführende Inhalte
Wenn Sie sich intensiver mit den Themen Achtsamkeit, Selbstfürsorge und dem Umgang mit seelischen Belastungen auseinandersetzen möchten, finden Sie in unseren weiterführenden Inhalten wertvolle Impulse. Sie erfahren mehr darüber, wie Sie neue Wege im Umgang mit Krisen entdecken, innere Stabilität entwickeln und durch kreative Ausdrucksformen wieder Vertrauen in sich selbst gewinnen können.
Spiritualität und Achtsamkeit
Aufnahmewege in die Heiligenfeld Kliniken
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